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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

Krankenhaus sucht Partner

Wasserburg - Schon der neue Name «Triamed» signalisiert, dass die drei Landkreiskliniken verstärkt zusammenarbeiten wollen. Doch das ist nicht die einzige Kooperation, die geplant ist. Haupthindernis ist dabei die Konkurrenz, in der die Krankenhäuser gleichzeitig stehen.
«Jedes Unternehmen will sich verstärken», so Triamed-Geschäftsführer Klaus-Peter Fischer. In Mühldorf wurde kürzlich auf dem Krankenhausbereich eine förmliche Kooperation mit Erding und Ebersberg geschlossen. So «offiziell» sind die Kooperationen nicht, an die Fischer für die Landkreis-Häuser denkt: «Es gibt viele und intensive Gespräche, vor allem im eigenen Landkreis, aber vieles davon ist noch nicht öffentlichkeitsreif.»

Grundsätzlich gebe es viele Möglichkeiten, eine Zusammenarbeit zu gestalten, meint der Geschäftsführer des Kommunalunternehmens. Als Beispiel führt er eine «Absprache» zur onkologischen Versorgung von Patienten mit den Landkreisen Mühldorf und Erding an. Die Form sei dabei weniger wichtig, «Hauptsache es funktioniert und Patienten wie Träger haben etwas davon.»

Letzteres ist allerdings das Problem. Denn die Kliniken, auch die öffentlichen, stehen über Landkreisgrenzen hinweg im Wettbewerb. In dem versuche jedes Unternehmen, sich zu verstärken, so Fischer: «Die Rosenheimer Kreiskliniken können sicher nichts abgeben, sondern müssen wachsen.»

So gestaltet sich die Suche nach Feldern der Zusammenarbeit nicht einfach. Beispiel Krankenpflegeschulen: Dass mit der Stadt Rosenheim, dem Bezirk in Gabersee und dem Landkreis drei Träger im Raum Rosenheim Pflegeschulen unterhalten, das legt eigentlich eine Zusammenarbeit nahe. Doch schon nach ersten Gesprächen war klar, dass wohl keiner der Träger seine Einrichtung aufgeben möchte., genauso wenig das benachbarte Krankenhaus Ebersberg. «Die Bereitschaft dazu ist äußerst gering», fasst Fischer die bisherigen Gespräche zusammen.

Daher steht im Moment für den Landkreis eher die Optimierung der eigenen Schule im Vordergrund. Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit könnte es beispielsweise bei Organisation und Leitung der Pflegeschulen geben, meint Fischer, etwa wenn eine Leitung in die Rente gehe.

Ein Pluspunkt für die Wasserburger Schule ist im Moment, dass sie heuer erstmals ein eigenes Budget von den Krankenkassen erhalten hat. Mit der Umstellung auf Fallpauschalen wurde die Finanzierung der Pflege-Ausbildung neu verhandelt, «mit erfreulichem Ergebnis», wie Fischer meint. Im Moment seien die Schulkosten über einen von den Kassen pro Patient geleisteten Betrag «weitgehend gedeckt». Doch in Zukunft soll dieser Zuschuss an einem Landeswert orientiert sein. Daher müsse man weiter nach Einsparungspotenzial suchen, so Fischer. Dass es dabei auch von der neuen Mühldorf-Erding-Ebersberg-Kooperation ein Gesprächsangebot gibt, sei richtig. Konkrete Vorstellungen und Vorschläge seien in Wasserburg aber noch nicht bekannt.