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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

Kreisklinik Prien wird runderneuert

Prien (db) - Für rund 30 Millionen Euro soll die Kreisklinik Prien in den nächsten Jahren runderneuert werden. Ein Großteil des Komplexes am Chiemseeufer wird abgerissen und neu gebaut. Außerdem entsteht auf einem Nachbargrundstück ein ambulantes Facharztzentrum.

Bis zum Jahresende sollen die politischen Weichen für das Vorhaben endgültig gestellt sein, sagten Landrat Dr. Max Gimple und Klaus Peter Fischer, Vorstand des Kommunalunternehmens der drei Kreiskliniken, im Gespräch mit unserer Zeitung.

In drei Bauabschnitten soll das Haus bis 2010 den modernen Erfordernissen angepasst werden. Während in Bad Aibling und Wasserburg in jüngerer Vergangenheit größere Investitionen getätigt wurden, stammt der Großteil der Gebäude in Prien noch aus den 60er-Jahren. Nur der Funktionstrakt aus den 80er-Jahren soll stehen bleiben.

Die Verantwortlichen hoffen auf staatliche Zuschüsse im zweistelligen Millionenbereich. Außerdem besteht laut Gimple die Option, einen privaten Investor mit ins Boot zu holen.

Von diesem möglichen Engagement und der tatsächlichen Höhe der Finanzspritze aus München wird abhängen, inwieweit der Landkreis selbst Geld bereitstellen muss.

Die Bettenzahl soll im Zuge der Generalsanierung von 200 auf 140 reduziert werden. Damit soll vor allem der Tatsache Rechnung getragen werden, dass immer mehr Patienten ambulant operiert werden und nicht mehr lange im Krankenhaus bleiben. Weitere gut 20 Betten sollen in einem Trakt entstehen, der ausschließlich für Privatpatienten vorgesehen ist.

Als erste Teilmaßnahme ist ab Mitte 2007 der Bau eines ambulanten Facharztzentrums auf einem Nachbargrundstück vorgesehen. Es soll während der späteren Bauzeit als Übergangsquartier dienen und danach fünf Praxen beherbergen.

Erst vor wenigen Wochen war die Kreisklinik Prien zum Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München ernannt worden. Damit soll die medizinische Arbeit auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Ab dem Wintersemester werden Studenten in der Chiemseegemeinde quartalsweise von den dortigen Chefärzten unterrichtet. «Daraus werden sicher engagierte Ärzte», zeigte sich Professor Dr. Bruno Reichert von der Medizinischen Fakultät der LMU überzeugt.