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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

30 Millionen für neue Kreisklinik

Landkreis (jre) - Die Entscheidung ist gefallen: Das für die drei Kreiskrankenhäuser zuständige Kommunalunternehmen «Triamed-Krankenhäuser im Landkreis Rosenheim» bekam in der jüngsten Sitzung des Rosenheimer Kreistages unter dem Vorbehalt der Förderung durch den Freistaat grünes Licht für den beabsichtigten Teil-Neubau des Kreiskrankenhauses in Prien.

Mit einem Kostenaufwand von knapp über 30 Millionen Euro will der Betreiber in dem Neubau Platz für 140 Betten schaffen. Parallel dazu soll ein privates Gesundheitszentrum und eine Privatklinik entstehen, mit dem die Attraktivität des Standorts verbessert werden soll. Aus dem Gewinn des Privatbereichs erwarten die Betreiber eine höhere Wirtschaftlichkeit auch für das eigene Haus. Das Gesundheitszentrum soll als erster Bauabschnitt entstehen und während des Neubaus des Kreiskrankenhauses als Puffer dienen.

Klaus-Peter Fischer, Chef der drei Krankenhäuser, erläuterte dem Kreistag die Vorstellungen. Der Neubau sei die Antwort auf die zu erwartende Entwicklung in der künftigen Krankenhauslandschaft. An der Notwendigkeit der Sanierung habe niemand Zweifel, wolle man doch die Leistungsfähigkeit unter schwierigeren Rahmenbedingungen erhöhen. Fischer sprach von guten Chancen. Die zuständigen Stellen hätten das Konzept bereits abgesegnet. Eine wirtschaftliche Förderung von 90 Prozent der förderfähigen Kosten vom Freistaat seien bereits in Aussicht gestellt. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2007 beginnen. Es sind drei Bauabschnitte geplant. Die Bauzeit soll vier Jahre in Anspruch nehmen.

«Kein Eck herausbrechen»

An der Notwendigkeit, die Klinik in Prien zu erhalten, bestand bei der Mehrheit im Kreistag kein Zweifel. Die Befürworter warnten vor dem Versuch, aus den drei Krankenhäusern ein Eck herauszubrechen. «Die Entscheidung für Prien ist zugleich eine Entscheidung für Bad Aibling und Wasserburg», sagte der Landrat.

Die Gegner des Beschlusses, Andrea Rosner und Dr. Susanne Kustermann von den Grünen, Sepp Hamberger und Christine Mehlo-Plath (ÖDP) und Alexander Lungmus von der SPD sahen die Zukunftsprognosen, die dem Projekt zugrunde gelegt werden, als zu optimistisch an. Der Landkreis lade sich mit Blick auf eine Gesundheitsreform, bei der niemand wisse, wie sie letztendlich aussehe, ein unkalkulierbares Risiko auf