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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

Thema: Chronisch krank

Symposium in Gabersee in Zusammenarbeit mit der Triamedklinik Wasserburg

OVB, 15.04.08
Bereits zum zweiten Mal luden die Triamed-Klinik und das Inn-Salzach-Klinikum am 12.04.08 zu einem Symposium nach Gabersee ein. Renommierte Mediziner aus dem süddeutschen Raum informierten ihre Kollegen und Interessierte über den aktuellen Forschungsstand und Therapiestandards bei chronischen Erkrankungen.

Zudem machte die gemeinsam ausgerichtete Tagung deutlich: Die Zusammenarbeit zwischen beiden Kliniken wird immer enger. Die Behandlung akuter Erkrankungen sei heute nicht mehr vordringliches Problem, konstatierte Professor Dr. Gerd Laux, ärztlicher Direktor des Inn-Salzach-Klinikums, in seiner Eröffnungsrede. Mehr und mehr würde die Versorgung chronischer Leiden an Bedeutung gewinnen. So hatten auch die beiden Organisatoren Dr. Clemens Bitter, Chefchirurg der Triamed-Klinik, und Professor Dr. Johannes Bufler von der Neurologie am Inn-Salzach-Klinikum chronische Erkrankungen als Thema für das Frühjahrs-Symposium gewählt.

Professor Dr. Martin Fleck vom Rheumazentrum Bad Abbach stellte in seinem Vortrag «Update Rheumatologie» aktuelle medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten vor. Der Rheumatologe betonte, dass die Medizin bei allem Fortschritt immer mehr an ihre finanziellen Grenzen stoße, wenn Behandlungskosten von bis zu 30.000 Euro pro Jahr und pro Patient zusammen kämen.

Dr. Martin Arbogast referierte zu operativen Möglichkeiten in der Rheumatherapie. Deren frühzeitiger Einsatz könne vielfach das Fortschreiten der chronischen Erkrankung verhindern, so der Chefarzt des Rheumazentrums Oberammergau.

Für den erkrankten Dr. Heiko Rath vom Triamed-Klinikum konnte kurzfristig der Gastroenterologe Dr. Andreas Eder gewonnen werden. Der Chefarzt des Krankenhauses Schongau informierte über die konservative Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Kollege Dr. Ralf Schmid vom Klinikum Bogenhausen wiederum nahm zu den neuen Chirurgieverfahren Bezug. Dr. Mark Mülau berichtete zur Epilepsietherapie für die Praxis. Dr. Gerd Laux beschloss dann das Symposium mit einem Vortrag zum therapeutischen Management bei Depressionen.

Die gemeinsame Organisation des Symposiums zeigte, dass die Kooperation zwischen den beiden Kliniken in Wasserburg immer mehr an Form gewinnt. «Medizinisch war sie ja schon immer hervorragend», wie Dr. Clemens Bitter betonte. Schließlich gebe es viele Schnittpunkte zwischen Neurologie, Psychiatrie, Innerer Medizin und auch der Chirurgie.

Jetzt soll auch der Prozess zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit neu belebt werden. Triamed-Geschäftsführer Franz Huber und Dr. Theo Danzl vom Inn-Salzach-Klinikum stehen bereits in engem Kontakt. In den Bereichen Küche und Labor seien die Kooperationsvorstellungen schon sehr konkret. Prinzipiell könne man sich aber auch eine Zusammenarbeit in allen anderen Bereichen denken, zum Beispiel der Technik oder den Ausbildungsstätten. Schließlich müsse man vorhandene Ressourcen und deren Synergieeffekte nützen, und das nicht nur in Zeiten knapper Kassen, so Dr. Danzl. jw