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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Foto: Chiemgau Zeitung
Foto: Chiemgau Zeitung

Netzwerk zur Darmbehandlung

Chiemgau Zeitung, 24.05.08
Der Darm ist beim erwachsenen Menschen zirka acht Meter lang und besitzt eine Oberfläche von etwa 400 (!) Quadratmetern. Diese Zahlen lassen erahnen, wie komplex und deshalb schwierig eine -Behandlung bei einer Erkrankung dieses -wichtigsten Teils des menschlichen Verdauungstraktes sein kann. Oftmals müssen im Heilungsprozess mehrere Spezialisten hinzugezogen werden. Je enger alle Beteiligten zusammenarbeiten, desto besser und schneller können Erfolge erzielt werden.

Die Triamed-Kreisklinik Prien genießt schon lange einen sehr guten Ruf bei einer Reihe von Eingriffen, die im Zuge von Darmerkrankungen notwendig sind. Jetzt hat sie ein umfangreiches Netzwerk geknüpft, um für alle Darm-Fälle gewappnet zu sein. Das Krankenhaus darf sich deshalb jetzt offiziell «Darmzentrum» nennen.

Der vorgegebene Titel ist allerdings etwas irreführend. Professor Dr. Josef Stadler, Ärztlicher Direktor der Triamed-Kliniken und Chefarzt der Chirurgie in Prien, spricht lieber von einem «Netzwerk». Denn es ist beileibe nicht so, dass sich alle Behandlungsschritte von der Diagnose bis zur Reha im Krankenhaus am Chiemseeufer abspielen. Vielmehr arbeitet die Klinik mit zahlreichen Externen zusammen, von niedergelassenen Ärzten bis zu Selbsthilfegruppen.

In der Triamed-Klinik laufen aber alle Fäden zusammen - in einem eigens geschaffenen Sekretariat des «Zentrums». Die ausgebildete Arzthelferin Susanne Heinz vermittelt je nach Bedarf Namen und Adressen von Fachleuten, versorgt sie mit Informationsmaterial, ist Ansprechpartnerin für Hausärzte, koordiniert Termine und vieles mehr. Zweiter Dreh- und Angelpunkt der Zentrumsarbeit ist die wöchentliche Tumorkonferenz, in der alle Experten aus sechs Fachbereichen und Experten von externen Kooperationspartnern aktuelle Fälle und die weitere Vorgehensweise besprechen.
 
Diese Einigung auf eine gemeinsame Linie habe für den Patienten vor allem den Vorteil, dass «er sich nicht immer wieder neu organisieren muss» und der weitere Verlauf auch für ihn klar sei, erläutert Professor Dr. Christoph von Ritter, Chefarzt der Inneren Abteilung, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Um die Anerkennung als «Darmzentrum» zu bekommen, hatte die Kreisklinik ein langwieriges und umfangreiches Prüfungsverfahren durchlaufen. Darin musste zum Beispiel die Kompetenz bei bestimmten Behandlungsarten anhand von Fallzahlen, ein Qualitätsmanagement sowie die Vernetzung mit niedergelassenen Ärzten nachgewiesen werden. Vorgegebene Leitlinien legen genau fest, welche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Nach der Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie strebt die Priener Klinik als letzten Schritt im nächsten Monat noch die Legitimation durch die Deutsche Krebsgesellschaft an.