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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Quelle: Chiemgau Zeitung
Quelle: Chiemgau Zeitung
Quelle: Chiemgau Zeitung
Quelle: Chiemgau Zeitung

Klinik-Neubau wächst

Chiemgau Zeitung, 01.08.08
Prien - In einem Jahr soll an der Triamed-Kreisklinik in Harras eine neue Zeitrechnung eingeläutet werden. Dann wird aller Voraussicht nach das neue Gesundheitszentrum in Betrieb gehen.

Die Arbeiten seien wieder im Zeitplan, sagte Triamed-Vorstand Franz Huber, als dieser Tage der neue Kreistag auf einer Informationsfahrt durch die Region an der größten Baustelle des Landkreises Station machte. Zeitweise lag das Vorhaben, dessen Realisierung im Oktober vergangenen Jahres angelaufen war, hinter dem Terminplan.Der Rohbau des fünfgeschossigen Gebäudes nimmt immer mehr Gestalt an. Er steht auf über 70 Pfählen, die bis zu 20 Meter weit ins Erdreich getrieben wurden, um die Standfestigkeit auf dem schwierigen Untergrund zu gewährleisten.

Huber erläuterte den etwa 70 Politikern mit Landrat Josef Neiderhell an der Spitze, wie die fünf Etagen belegt werden sollen. Im Erdgeschoss, das in dem abschüssigen Gelände nach dem Endausbau nur noch von der Seeseite aus zu sehen sein wird, entsteht eine rund 600 Quadratmeter große Physiotherapie-Praxis, die laut Huber vom Medical Park als Kooperationspartner betrieben wird.

Im ersten Stock werden nach Angaben des Vorstands zwei Praxen von Ärzten eingerichtet, die bereits in Prien niedergelassen sind und in den Neubau umsiedeln werden: eine Dialysepraxis und eine für plastische Chirurgie. Daneben sei noch eine etwa 100 Quadratmeter kleine «multifunktionelle» Praxis geplant, die wechselweise von Medizinern genutzt werden soll, die bereits als Kooperationsärzte an der Kreisklinik tätig sind.

Das zweite Geschoss bietet Raum für zwei ambulante Operationssäle (OPs). Derzeit werden am Priener Krankenhaus jährlich bereits etwa 1000 Eingriffe ambulant vorgenommen, Tendenz weiter steigend. Im zweiten Stock werde außerdem noch eine chirurgische Praxis entstehen, so Huber. Diese hat Triamed von einer in Prien niedergelassenen Chirurgin erworben.

Die dritte und vierte Etage sind für Privatstationen reserviert mit einer Gesamtkapazität von 48 Betten. Zunächst aber sollen die beiden oberen Stockwerke als Übergangsquartier genutzt werden. Denn sobald das Gesundheitszentrum fertig ist, werde im zweiten Bauabschnitt der Generalsanierung das alte Seebettenhaus abgerissen und neu gebaut. Auch dieser Teil werde rund eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen, sagte Huber. In der letzten Bauphase wird schließlich der Trakt an der Harrasser Straße erneuert. 2012 sollen dem Vorstand zufolge alle Arbeiten der Gesamtmaßnahme, die auf mindestens 30 Millionen Euro taxiert wird, abgeschlossen sein.

Professor Dr. Christoph von Ritter, Chefarzt Innere Abteilung und ärztlicher Leiter der Priener Kreisklinik, nutzte die Gelegenheit, den Gästen für die Unterstützung bei Planung und Realisierung des Großvorhabens zu danken. «Die Unterstützung der Politik in den letzten zehn Jahren hat das ermöglicht.» Wie der Landrat stufte von Ritter den Bau als Voraussetzung ein, die medizinische Versorgung der Bürger in Prien und Umgebung auch in Zukunft sicherstellen zu können.

"Die Patienten müssen sich gut aufgehoben fühlen und die Bürger hinter dem Krankenhaus stehen", umriss Professor Dr. Josef Stadler, Chefarzt Chirurgie und in Personalunion Ärztlicher Direktor der drei Kreiskliniken (neben Prien noch Wasserburg und Bad Aibling), wichtige Voraussetzungen für einen funktionierenden und erfolgreichen Betrieb. Die Zusammenführung von stationärem und ambulantem Bereich stellte er als weitere Bedingung für eine positive Weiterentwicklung heraus. Stadler betonte in diesem Zusammenhang, dass dies in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen nach seiner Einschätzung in Prien gut gelungen sei. db