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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Quelle: berger foto
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13,5 Millionen «gut angelegt»

Chiemgau Zeitung, 22.09.08, Dirk Breitfuß
Ein Raunen ging durch die gut 100 geladenen Gäste, als Landrat Josef Neiderhell beim Richtfest die Zahl nannte: «Mindestens 13,5 Millionen Euro» wird das Gesundheitszentrum (GHZ) an der Triamed-Kreisklinik kosten (wir berichteten bereits kurz).
In einem Jahr soll der Bau bezugsfertig sein. Aber das Krankenhaus bleibt bis 2011 eine Baustelle, denn im Anschluss werden im Zuge der Generalsanierung zwei Bettentrakte abgerissen und neu gebaut.

«Ein richtiger Schritt, damit Gesundheit für alle erreichbar und bezahlbar bleibt» ist für Neiderhell die Generalsanierung der Kreisklinik. Zwei der drei Trakte sind rund 40 Jahre alt und «äußerst renovierungsbedürftig». Sie werden in zwei Bauabschnitten ab Mitte nächsten Jahres abgerissen und neu hochgezogen. Nur ein Zwischenbau, der in den 80er-Jahren entstand, bleibt stehen.

Das GHZ ist eine Erweiterung
Während die Sanierung des Bestands laut Landrat «mit Sicherheit mindestens zu zwei Dritteln» aus öffentlichen Töpfen gefördert wird, finanziert der Landkreis mit seinem Kommunalunternehmen, den Triamed-Kreiskliniken (Prien, Bad Aibling und Wasserburg) den fünfstöckigen Bau selbst.Der Kreistag hat die neueste Kostenschätzung kürzlich in nichtöffentlicher Sitzung mit sehr großer Mehrheit mitgetragen. «Billiger kann man es in der erforderlichen Qualität nicht darstellen», sagte der Landrat beim Richtfest. «Der Kreistag trägt das in dem Bewusstsein mit, dass dieses Geld gut angelegt ist.» Bei der ersten Schätzung war vor Jahren von 7,3 Millionen Euro die Rede. Das war «ein bisschen zu blauäugig geplant», räumte Neiderhell ein. Die Ursachen für die immense Steigerung seien vielfältig, sagte er, ohne auf Einzelheiten einzugehen.

Viele Firmen aus Region bauen mit
Triamed-Vorstand Franz Huber zeigte sich glücklich, dass trotz vorgeschriebener europaweiter Ausschreibung viele Gewerke an Firmen aus der Region vergeben werden konnten, unter anderem auch aus Rimsting und Bernau. Huber stellte den Gästen die Planung für das Innenleben des GHZ vor. Im Erdgeschoss, das wegen der Hanglage nur von der Seeseite oberirdisch liegen wird, wird zusammen mit der Medical Park AG auf 600 Quadratmetern eine physiotherapeutische Praxis entstehen. Im Stockwerk darüber, das von der Harrasser Straße her ebenerdig erreichbar sein wird, sind eine Dialysepraxis, eine für plastische Chirurgie und eine weitere Facharztpraxis vorgesehen. Die mittlere Etage wird zwei ambulante Operationssäle mit direkter Anbindung an die stationären OPs des Bestands beherbergen sowie eine chirurgische Praxis.
Die beiden oberen Stockwerke werden im Endausbau Privatstationen mit zusammen 26 Betten, in der Sanierungsphase der Bettenhäuser werden die 24 Zimmer mit Balkonen Richtung See bis mindestens ins Jahr 2011 als Ausweichquartiere genutzt. Insgesamt entstehen im GHZ 5000 Quadratmeter Nutzfläche. Um den Bau realisieren zu können, musste der Landkreis im Vorfeld sogar einen privaten Segelhafen erwerben, der direkt zu Füßen des Rohbaus liegt. Vor dem Baubeginn im Dezember vergangenen Jahres war außerdem für rund 1,9 Millionen Euro die neue Elektrozentrale der Kreisklinik gebaut worden.

«Reiz dieses einmaligen Standorts»
Das GHZ selbst steht wegen des nachgiebigen Untergrunds am Seeufer auf rund 70 Betonpfählen, die weit über zehn Meter tief ins Erdreich getrieben wurden. Der ärztliche Direktor der Triamed-Kliniken und Chefarzt der Priener Chirurgie, Professor Dr. Josef Stadler, nannte den finanziellen Kraftakt des Landkreises «Ansporn und Bestätigung, dass die Arbeit, die wir leisten, Anerkennung findet». Architekt Marc Rehle, ein renommierter Krankenhaus-Planer, sprach besonders den «Reiz dieses einmaligen Standorts» direkt am Ufer des Bayerischen Meeres an. Dr. Dr. Friedrich Landgraf schließlich, bedankte sich auch im Namen der anderen Nachbarn für die «schonende Bauausführung». Nach dem Richtspruch von Max Hundhammer von der gleichnamigen Bad Aiblinger Zimmerei hatten die Gäste Gelegenheit, sich bei Rundgängen erste Eindrücke vom künftigen GHZ zu verschaffen.