RoMed Kliniken Logo
Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
GHZ von der Seeseite, Foto Berger
GHZ von der Seeseite, Foto Berger
GHZ von der Seeseite, Foto Berger
GHZ von der Seeseite, Foto Berger

Neubau an der Kreisklinik Prien

Gesundheitszentrum vor Fertigstellung

Mangfallbote, 15.06.09
Prien - Seit eineinhalb Jahren wächst auf der Nordseite des Krankenhauskomplexes ein imposantes Bauwerk aus dem Boden. Das GHZ steht auf 70 Pfählen, die bis zu 20 Meter in den Untergrund reichen und dem Bau Standfestigkeit verleihen. Die leicht geschwungene Betonfassade sticht inzwischen in Teilen orangefarben ins Auge - und auch im Innern nähern sich die Arbeiten der Endphase.

Wenn am 1. September die ersten Etagen mit Leben erfüllt werden, sind weit über zehn Millionen Euro verbaut. Den ursprünglich geplanten Kostenrahmen für das ehrgeizige Vorhaben hatte Landrat Josef Neiderhell schon beim Richtfest im September vergangenen Jahres deutlich auf über 13 Millionen Euro nach oben korrigieren müssen.

Ein Teil des GHZ wird vermietet. Im Untergeschoss, das nur auf der Seeseite ebenerdig und zur Harrasser Straße hin im Hang verborgen liegt, wird die Medical Park-AG ein physiotherapeutisches Zentrum betreiben, das unter dem Namen «City-Med» firmieren wird. Ein kleinerer Teil dieser Etage ist einer orthopädischen Praxis vorbehalten.

Im Stockwerk darüber, das von der Straße aus ebenerdig erreichbar ist, werden drei Praxen untergebracht, erläuterte Albert Stelzer, der Baubeauftragte der Klinik, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Dialyse, plastische Chirurgie und Urologie sind die Spezialgebiete der Facharztpraxen, die dort eingerichtet werden.

Der zweite Stock wird neben einer chirurgischen Praxis vor allem einen ambulanten Operationstrakt mit zwei OP-Sälen beherbergen. Sie werden mit den bestehenden, stationären OP-Räumen im Altbau verbunden. Mit dieser Ergänzung trägt die Kreisklinik der Entwicklung der letzten Jahre Rechnung, in denen immer mehr OPs ambulant durchgeführt wurden. Mitte September sollen die neuen OP-Räume´, Stelzer zufolge, in Betrieb gehen.

Die beiden Obergeschosse des GHZ sollen im Endausbau als Privatstationen dienen. Bis zum Jahr 2011 will der Landkreis als Eigentümer des Kommunalunternehmens Triamed zwei der alten Bettenhäuser des Komplexes abreißen und neu bauen. Bis dahin heißt es für Personal und Patienten, eng zusammenzurücken.

Wenn im November, wie geplant, die Abrisskommandos dem Seebettenhaus den Garaus machen, fallen dort nicht nur rund 50 Betten weg, sondern auch zahlreiche Funktions- und Verwaltungsräume. 24 Betten, also etwa die Hälfte, können nach Angaben des Sprechers, ab September im dritten Stock des GHZ übergangsweise geschaffen werden, während das Obergeschoss von Anfang an als Privatstation mit zwölf Betten betrieben werden soll.

«Ein Kraftakt sondersgleichen» steht dem Krankenhaus laut Stelzer bevor, bis die Generalsanierung in vielleicht zwei, möglicherweise auch erst in drei Jahren vollendet sein wird. Allerdings steht derzeit noch der Förderbescheid für die Bauabschnitte zwei und drei aus, und auch entsprechende Beschlüsse, die nach der angestrebten Fusion der drei Kreiskrankenhäuser mit dem Klinikum Rosenheim gefasst werden müssen. Während das Kommunalunternehmen Triamed den Bau des GHZ allein stemmen muss und durch Mieteinnahmen refinanzieren will, sind für die Generalsanierung der Bettenhäuser Zuschüsse fest eingeplant.

Noch sind auch nicht alle logistischen Fragen geklärt, die im Zuge der Sanierung zwangsläufig beantwortet werden müssen. Ein Teil der Verwaltung wird Stelzer zufolge im Personalwohnheim Quartier beziehen, auch für die Notaufnahme und einige andere Bereiche muss ein Übergangsdomizil gefunden werden. «Wir nutzen alle Kapazitäten», kündigte Stelzer an, dass während der Bauzeit zum Beispiel aus Einzel- Doppelzimmer werden, um den Bettenausfall so gering wie möglich zu halten.

Mit der Inbetriebnahme des GHZ im September werden der Kreisklinik auch 36 neue Parkplätze zur Verfügung stehen, 20 davon zwischen Neubau und Harrasser Straße, zwölf weitere auf der Nordseite. Ob die Außenanlagen rund um das GHZ pünktlich zur Eröffnung fertig werden, hängt auch vom Wetter ab. Wenn es im Sommer zu trocken wird, kann ein Teil der Bepflanzungen vielleicht erst im Herbst vorgenommen werden.
db

Kontakt

RoMed Kliniken
Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH
Pettenkoferstraße 10
83022 Rosenheim

Tel  +49 (0) 8031 - 365 02
Fax +49 (0) 8031 - 365 4911

Öffentlichkeitsarbeit

Elisabeth Siebeneicher, Leitung
Tel  +49 (0) 8031 - 365 3007
Fax +49 (0) 8031 - 365 4959

Lauretta Kölbl-Klein
Tel  +49 (0) 8031 - 365 3009
Fax +49 (0) 8031 - 365 4959