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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

Kreisklinik Bad Aibling

Nur mit Schranke, Wall und Grün

Mangfallbote, 25.06.09
Bad Aibling - Einen Eingriff in die Wohnwelt von Anliegern stellen die Pläne des Landkreises auf Errichtung eines zweiten Parkplatzes für die Kreisklinik an der Ecke Schönberger-/Harthauser Straße dar. Deshalb hatten sie sich selbst Gedanken gemacht, um zu hohe Immissionen auszuschalten. Die Vorschläge gingen über die des Landkreises hinaus. Dennoch: Der beratende Bauausschuss folgte den Bürgerwünschen.

Überlastet ist der vorhandene Krankenhaus-Parkplatz, deshalb fand sich nach einem Tauschgeschäft mit der Stadt Bad Aibling das Eckgrundstück für eine Erweiterung. 54 Stellplätze sieht der Landkreis hier vor. Dabei plante er jeweils Aus- und Zufahrten von der Harthauser- sowie von der Schönbergerstraße aus. Um den kostbaren Raum optimal zu nutzen, war die Pflanzung von (lediglich) sieben Laubbäumen vorgesehen, die Birke am Westrand sollte zudem erhalten bleiben. Bodendecker waren als Abgrenzung der westlichen und nördlichen Grundstücksgrenze vorgesehen.

Das war den Anliegern zu wenig. Stadtrat Armin Niedermeyr (SPD) erinnerte die Bauverwaltung daran, dass die Nachbarschaft eine eigene Planskizze mit Wünschen eingereicht habe und diese doch tunlichst detailliert offen gelegt werden solle - zur Freude der zahlreich im Sitzungssaal erschienenen Betroffenen.

Zuvor hatte Bauamtsleiter Andreas Krämer bereits auf einige Anliegen hingewiesen: Im Bereich der West- und Nordgrenze ist ein maximal zwei Meter hoher Erdwall gegen Immissionen gewünscht sowie die Parkplatznutzung nur zwischen 6 bis 22 Uhr zu ermöglichen; empfehlenswert sei überdies eine Fußwegeverbindung vom Parkplatz zur bestehenden Überquerungshilfe an der Harthauser Straße.

Die Anwohner wünschten indes Ergänzungen beziehungsweise Änderungen und einen Parkplatz «wie der bestehende der Klinik, also auch ausschließlich für deren Besucher», unterstrich Niedermeyr. Im Einzelnen: Der Platz solle durchgegrünt werden (nicht nur im Randbereich) und etwa vier Baumpflanzungen mehr erhalten - bei allem Verständnis dafür, dass der Landkreis das wertvolle Grundstück optimal ausnutzen wolle, wie die Verwaltung erläutert hatte.

Überdies wird eine Schranke gefordert - welche der Landkreis laut Krämer seinerseits nicht vorgesehen hat. Ebenfalls gegensätzlich zum Antrag des Landkreises an die Stadt Bad Aibling: Nur eine kombinierte Aus- und Zufahrt von der Harthauser Straße, keine aber in der Schönberger Straße. Diese Lösung hatte für Richard Lechner (SPD) auch den Vorteil, dass mehr Parkraum auf dem Platz zur Verfügung stehen würde.

Überhaupt war sich der Bauausschuss einig: «Wir sollten auf die Nachbarn Rücksicht nehmen» (Thomas Höllmüller, CSU). Fraktionskollege Sepp Schmid beschäftigte zudem die Schranke: Soll sie per Chip funktionieren? Kostenpunkt für eine einfache Schranke laut Otto Steffl (CSU): etwa 5000 Euro. Steffl plädierte dafür, in einem Beschluss über die zu fassenden Maßnahmen für den Parkplatz keine «schwammigen Formulierungen» zu wählen, sondern Tatsachen zu schaffen.

Auf diese pochte auch Stefan Roßteuscher (ÜWG). Die Stellplatzsatzung von Bad Aibling sei dazu da, angewandt zu werden, ein öffentlicher Antragsteller (Landkreis) müsse da mit gutem Beispiel voran gehen - heißt: Pflanzgebote berücksichtigen. Die Satzung sieht für einen Stellplatz zwei Bäume vor - die auch aus Nutzersicht (Beschattung) notwendig seien, fügte Max Leuprecht hinzu. Nach Kenntnis von Dieter Bräunlich (ÜWG) nutzen Autofahrer den Ist- Parkplatz der Klinik kaum nach 21 Uhr. Diese Zeit regte er für den neuen Platz an.

Einstimmig beschlossen wurde: ein mindestens 1,50 Meter hoher und bepflanzter Erdwall als Abgrenzung zur Wohnbebauung im Westen und Norden; Nutzung des neuen Parkplatzes von 6 bis 21 Uhr, sichergestellt durch eine Schranke; direkte Fußwegeanbindung zur Überquerungshilfe Harthauser Straße; Wegfall der Ein-/Ausfahrt Schönbergerstraße, zwingende Einhaltung der Stellplatzsatzung (weitere Baumpflanzungen); der Stammumfang der Pflanzbäume muss 20 bis 25 Zentimeter betragen.

Elke Wrede-Knopp

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