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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

Prien

OP gelungen - GHZ steht

Prien - In zwei Wochen sollen die ersten Praxen in dem fünfstöckigen Bau ihren Betrieb aufnehmen. Die Chiemgau-Zeitung durfte bereits einen Blick hineinwerfen.

Die unterste Etage bleibt den Blicken von der Harrasser Straße aus verborgen. Nur von der Seeseite aus gelangt der Besucher ebenerdig in die Räume, in denen die Medical Park AG als Mieter ein Physio- und Ergotherapiezentrum unter dem Namen "City Med" eröffnen wird. In einem kleineren Teil dieses Geschosses wird wohl in der ersten Septemberwoche eine Praxis für plastische Chirurgie eine der ersten sein, die in Betrieb geht, sagte Baubeauftragter Albert Stelzer beim Rundgang.

Von der Harrasser Straße aus gelangen die Besucher über einen Vorplatz in ein Stockwerk, das sich drei Praxen teilen werden. Weil fast alle Mieter frühzeitig feststanden, konnten deren Bedürfnisse bei der Raumaufteilung während der Bauphase berücksichtigt werden. Eine chirurgische, eine urologische und eine Dialysepraxis teilen sich diese Etage. Alle drei werden wohl im September ihren Betrieb im Neubau aufnehmen.

Am weitesten fortgeschritten sind die Arbeiten in den oberen Etagen. Das mittlere der fünf Stockwerke wird der ambulante OP-Bereich mit zwei Operationssälen. Die meisten medizinischen Gerätschaften sind dort schon installiert, ein Gewirr aus Drähten, Kabeln und Anschlüssen lässt ahnen, dass hier ab Oktober medizinisch hochmodern und sehr flexibel gearbeitet werden kann.

Vom Empfangsbereich im 3. Stock, neben dem großen Treppenhaus, das über alle fünf Etagen ein verglaster Panoramaaufzug mit Blick aufs Bayerische Meer durchzieht, gelangt der Patient zunächst in einen Warte- und weiter in einen Umkleideraum, bevor es im kombinierten OP-Vorbereitungs- und Aufwachraum langsam ernst wird. Über sterile Schleusen sind die ambulanten OP-Säle mit dem Haupttrakt des Krankenhauses verbunden. Hier werden sowohl Klinikärzte als auch Mediziner aus den vermieteten Praxen operieren.

Die Mieteinnahmen dienen zur Refinanzierung. Denn während es für die Bauabschnitte zwei und drei, Abriss und Neubau von zwei Bettenhäusern - in den nächsten Jahren hohe staatliche Zuschüsse gibt, musste der Landkreis das GHZ allein stemmen. Beim Richtfest vor knapp einem Jahr hatte Landrat Josef Neiderhell zum bisher letzten Mal öffentlich eine Zahl genannt. Damals lag die aktuelle Kostenschätzung bei 13,5 Millionen Euro. Jahre zuvor, zu Beginn der Planungen, war ursprünglich nur die Hälfte dieser Summe im Gespräch. Dem Vernehmen nach wird sich der Rosenheimer Kreistag in seiner September-Sitzung nach der Sommerpause zum wiederholten Mal mit dem Bau des GHZ beschäftigen. 50 Firmen sind an dessen Bau beteiligt. Die Zahl lässt die Dimensionen des Vorhabens erahnen.

Dunkles Holz, vom Bett aus steuerbare Jalousien und Balkone, hellblaue Wände und moderne Armaturen in den Nasszellen - so sehen die 24 Krankenzimmer aus, die sich auf die beiden oberen Etagen verteilen, ausnahmslos Blick auf den See haben und im Endausbau allesamt Einzelzimmer für Privatpatienten werden sollen. Zunächst aber wird zumindest eines der beiden Stockwerke Ausweichquartier für das sogenannte Seebettenhaus.

Schon am Montag beginnen die Vorbereitungen für Bauabschnitt zwei - Mitte November soll der alte Bau abgerissen werden. Für das Personal bedeutet das: zusammenrücken. Die Verwaltung zieht in das Personalwohnheim des Landkreises neben der ehemaligen Frauenklinik um, die Krankenhauskapelle wird in einem Besprechungsraum einquartiert, die Notaufnahme zieht im Untergeschoss des Altbaus ein paar Räume weiter.

Derweil legen die letzten Handwerker im Innern und rund um das GHZ letzte Hand an. Im Außenbereich entstehen über 30 Parkplätze. Trotzdem bleibt die Parksituation rund um den Klinikkomplex insgesamt angespannt, viele Patienten und Angehörige drehen umsonst Runden mit ihren Autos auf den überfüllten Klinikparkplätzen. Über eine Erweiterung werde nachgedacht, sagte Stelzer.

Während das GHZ mit seiner zum Teil in Orangetönen gehaltenen Fassade die Blicke auf sich zieht, hat der Landkreis fast unbemerkt ein zweites Gebäude fast fertiggestellt. Auf der Seeseite steht ein neues Bootshaus für den Segelhafen, den der Kreis seinerzeit kaufen musste, um das Gesamtprojekt realisieren zu können.

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