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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Fotos Berger
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Die "Schokoladenseite" des Gesundheitzentrums ist die Ostfassade: Von den Behandlungsräumen und den Balkonen der Patientenzimmer in den beiden oberen Etagen bietet sich ein imposanter Blick auf Chiemsee und Chiemgauer Alpen. Fotos Berger
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Gesundheitszentrum an der RoMed Klinik Prien

"Flaggschiff der Klinikflotte"

Chiemgau Zeitung - Prien - Landrat Josef Neiderhell umschrieb das GHZ im Zusammenspiel mit der bevorstehenden Generalsanierung der Klinik als "modernen Ansatz für eine Medizin, die zeitgemäß für die Menschen ist".

Viele kleinere Kreiskliniken in Deutschland kämpfen ums Überleben, nicht wenige müssen geschlossen werden. In Prien investiert der Landkreis Rosenheim viel Geld. "Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die medizinische Grundversorgung in öffentlicher Hand bleibt", begründete Neiderhell am Samstag das Engagement.

14,2 Millionen Euro hat das GHZ gekostet. Die Investition soll sich über Mieteinnahmen amortisieren. Auf fünf Etagen verteilt sind zahlreiche Facharztpraxen, zwei ambulane Operationssäle, ein großes ambulantes Therapiezentrum der Medical Park AG und eine zweigeschossige Station mit Platz für 48 Betten entstanden. Die modern ausgestatteten Zimmer haben allesamt Balkon mit Blick auf Chiemsee und Berge.

Dieser Standortvorteil wird noch verstärkt, wenn in vier Jahren die beiden Bettenhäuser neu gebaut sind. Auch von den meisten Zimmern, die dort entstehen, haben die Patienten das Bayerische Meer und die Chiemgauer Alpen im Blick. Neiderhell machte keinen Hehl daraus, dass es zuletzt im Kreistag auch Kritik angesichts der erwarteten Kosten gegeben habe. Abriss und Neubau der Bettentrakte werden auf gut 34 Millionen Euro veranschlagt, knapp 14 Millionen davon sind über Zuschüsse gedeckt. Der Landrat zeigte sich überzeugt, dass die Generalsanierung Früchte tragen werde und "der richtige Weg" sei.

Trotz der Belastungen durch die Baumaßnahmen kann sich die RoMed Klinik Prien über einen steigenden Zulauf freuen. Heuer würden erstmals weit über 7000 Patienten betreut, sagte der kaufmännische Leiter Klaus Papke. Ein Umstand, den Neiderhell auch dem "hochmotivierten Team" um den ärztlichen Direktor, Professor Dr. Josef Stadler, zuschrieb.

Dieser wiederum machte die positive Entwicklung an weiteren Faktoren fest, vor allem an der "Erweiterung des medizinischen Leistungsspektrums". So war die Klinik 2008 als Darmzentrum zertifiziert worden. "Ich verspreche Ihnen: Weitere Spezialzentren werden folgen", sagte Stadler. Auch die Kooperation mit zusätzlichen Spezialisten trägt Stadler zufolge dazu bei, dass "ganzheitliche Behandlungskonzepte" angeboten werden können.

Auch Hartmut Hain, Vorstandsvorsitzender der Medical Park AG, ist vom Konzept überzeugt. Mit den neuen Strukturen seien die Voraussetzungen "in ganz außergewöhnlicher Weise gelungen", um im Wettbewerb zu bestehen. Die Verzahnung von Krankenhaus und Fachärzten sei ein "sehr, sehr gutes Versorgungsmodell". Die Medical Park-Gruppe betreibt im Untergeschoss des GHZ auf über 600 Quadratmetern ein ambulantes Therapiezentrum mit 14 Behandlungsräumen.

Die Ausstattung des Neubaus verglich Architekt Marc Rehle mit dem Oberdeck eines Kreuzfahrtschiffs, die "dynamische", weil geschwungene Außenhaut erinnere an einen Schiffskiel, die "25-Quadratmeter-Suiten" der Privatstation seien "alles Außenkabinen", blieb der Planer im Bild und bezeichnete das GHZ als "neues Flaggschiff der Rosenheimer Klinikflotte".

Die Klinikseelsorger Christine Wackerbarth und Josef Götzmann segneten das Gebäude. "Möge dieses Haus erfüllt sein mit dem Geist der Heilung", so die Pfarrerin. Sie werden ihre Gottesdienste künftig im umgebauten Konferenzraum des Funktionstrakts abhalten, bis die neue Kapelle im obersten Stock des Seebettenhauses fertig ist. Der Abriss des Altbaus, in dem auch die Kapelle untergebracht war, soll noch in diesem Monat beginnen.

Nach der Einweihungsfeier nutzten viele Besucher den Tag der offenen Tür, um sich ein Bild vom GHZ zu verschaffen. Das Interesse an den Führungen durch die Räume und den Fachvorträgen zu unterschiedlichen medizinischen Themen wie Organspende und Endoskopie war groß. db

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