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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Das Interesse an dem Priener Forum war groß. In der Mitte Prof. Dr. med. Wolfgang Caselmann während seines Vortrages.
Das Interesse an dem Priener Forum war groß. In der Mitte Prof. Dr. med. Wolfgang Caselmann während seines Vortrages.
Das Interesse an dem Priener Forum war groß. In der Mitte Prof. Dr. med. Wolfgang Caselmann während seines Vortrages.

15.03.2010 RoMed Klinik Prien

22. Priener Forum der RoMed Klinik Prien am Chiemsee

Prien, 20.03.10 - Die RoMed Klinik Prien am Chiemsee veranstaltete bereits das 22. Priener Forum als eine ärztliche Fortbildungsveranstaltung. Das Thema dieses Mal war das große Gebiet der Diabetes mellitus. Sieben hochkarätige Referenten konnten dafür gewonnen werden. Informiert wurde nicht nur über die möglichen Behandlungsformen des Diabetes mellitus und des diabetischen Fußes, sondern auch über die enorme Bedeutung der Prävention. Gerade die Ernährung (Stichwort Übergewicht im Kindes- und Jugendalter) und die Bewegung spielen hierbei eine große Rolle.

Prävention ist für Prof. Dr. Wolfgang Caselmann, vom Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit aus München, das A und O. Laut seinen Angaben geht man davon aus, dass jedes dritte, im Jahr 2000 geborene Kind, im Laufe seines Lebens an Diabetes mellitus erkranken wird. Caselmann weiter: „Fünf bis zehn Prozent des nationalen Gesundheitsbudgets werden für die Behandlung von Diabetes ausgegeben und gerade Komplikationen wie der „diabetische Fuß“ sind sehr kostenintensiv.“ Um ein Bewusstsein für Diabetes zu schaffen wurde die Deutsche Diabetes Stiftung gegründet. Aber es gibt auch zahlreiche Projekte der Gesundheitsinitiative die sich auf Kinder- und Jugendliche, Berufstätige und die ältere Generation konzentrieren.

Prof. Dr. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin in München betonte die Bedeutung der richtigen Ernährung. Diätprodukte seien dabei nicht nötig, nur eine ausgewogene Zusammensetzung der Nährstoffe. Die sogenannte Mittelmeerkost habe besser angeschlagen, als eine fettarme Kost, so Hauner.

Prof. Dr. Burkhard Göke, Direktor der Medizinischen Klinik II und ärztlicher Direktor des Klinikums  Großhadern befasste sich in seinem Vortrag mit neuen medikamentösen Therapieformen des Diabetes mellitus. Der Preisträger des hoch angesehenen Werner-Creuzfeldt-Preises 2010 hat sehr entscheidend an der Grundlagenforschung und Entwicklung der Therapie des Diabetes mit GLP-1 Analoga mitgewirkt. Diese neuen Substanzen haben in klinischen Studien bewiesen, dass sie effektiv den Blutzucker bei Diabetikern kontrollieren und gleichzeitig eine Gewichtszunahme bei diesen Patienten vermeiden können. 

Nach einer kurzen Pause informierten Dr. Wolf-Rüdiger Klare aus Radolfszell über seine persönlichen Erfahrungen als Leiter eines Diabetischen Fußzentrums in Radolfszell. Prof. Gunnar Tepe, Chefarzt der Abteilung für interventionelle und .diagnostische Radiologie des RoMed Klinikums Rosenheim präsentierte eigene Studien über minimal-invasive Therapieformen von arteriellen Verschlusskrankheiten an den unteren Extremitäten, ein häufiges Problem bei Diabetikern. Ohne die ansonsten notwendigen Bypassoperationen kann mit diesen Techniken auch bei höhergradigen Verschlüssen eine ausreichende Blutversorgung wieder hergestellt werden.

Dr. Stefan Kommissari, Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin der RoMed Klinik Prien, stellte neue Daten zu der von ihm und Herrn Andreas Konrad  entwickelten Behandlungsmethode des diabetischen Fußsyndroms vor. Mit der sogenannten retrograd-venösen Perfusion können auch lange nicht abgeheilte Geschwüre zur Abheilung gebracht werden und so Amputationen verhindert werden.

Nach einer angeregten Podiumsdiskussion bei der auch Fragen aus dem Publikum beantwortet wurden und einem letzten Vortrag von Herrn Wolfgang Nopper von der AOK München endete die Veranstaltung.

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