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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

RoMed Klinik Bad Aibling

Informationsveranstaltung in der RoMed Klinik Bad Aibling zum Thema "Darmkrebs":

Darmkrebs ist die häufigste Krebsart, die bei Männern und Frau gemeinsam auftritt.  Aber es gibt eine gute Nachricht: Früh entdeckt ist Darmkrebs zu 100 % heilbar.

Privatdozent Dr. med. Florian Eckel, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, betonte die Wichtigkeit einer regelmäßigen Kontrolle ab 50 Jahren, bei familiärer Vorbelastung auch früher. Interessant sind Ergebnisse von Studien bei denen erkennbar ist, dass die Anzahl der Krebserkrankungen bei Männern schneller steigt, als bei Frauen. Dies wird zurückgeführt auf die stärkere Teilnahme der Frauen an Vorsorgeuntersuchungen.

Risikofaktoren für die Erkrankungen sind Diabetes, Rauchen, Übergewicht, hoher Fleisch- und niedriger Gemüsekonsum, kein Sport (bzw. weniger als drei mal pro Woche). Auch das Alter spielt eine Rolle: der Anteil der Krebserkrankungen von über 50-jährigen steigt mit weiter zunehmendem Alter.

Dabei sind die Polypen, eine Vorstufe des Darmkrebses, in der Regel leicht während einer Darmspiegelung zu entfernen. Nicht jeder Polyp ist bösartig, kann sich aber zum Krebs weiterentwickeln. Darmspiegelungen sollte man, wenn keine anderen Beschwerden dazu kommen, alle zehn Jahre wiederholen. Alternativen zur Darmspiegelung wie z. B. der Stuhltest sind möglich, aber nicht so zuverlässig.

Laut Privatdozent Dr. med. Wolfgang Brandmair, Chefarzt der Abteilung für Chirurgie und Ärztlicher Leiter der RoMed Klinik Bad Aibling,  ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg einer Krebstherapie eine Kooperation aller behandelnden Ärzte um die Behandlung zu optimieren. Um das zu gewährleisten arbeitet die RoMed Klinik Bad Aibling in einem interdisziplinären Behandlungsteam mit und ist an das Tumorzentrum München angebunden.

Anschließend stellte Dr. Brandmair die häufigsten Fragen an den Chirurgen vor einer OP vor und ging dabei auch auf die Vor- und Nachteile verschiedener operativer Behandlungsmethoden ein. Im Zusammenhang damit betonte er die Notwendigkeit einer kompletten Tumorentfernung, um das Risiko einer Streuung zu minimieren. Nach erfolgter Operation sei es unter Umständen nötig, eine Strahlen- bzw. eine Chemotherapie durchzuführen, die den Behandlungserfolg sichern soll, so Brandmair.

Als Ergänzung ging Dr. med. Guido Pfeiffer, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Schmerztherapie, auf die möglichen Narkoseverfahren und Schmerztherapien ein. Eine Möglichkeit stellt heute der Schmerzkatheter (Leitungsanästhesie) dar. Dies ist  eine regionale Betäubung der Nervenwurzeln am Rücken, über die je nach Dosierung der Brust-oder Bauchraum betäubt werden kann. Bei Darmoperationen wird dieses Verfahren in der Regel mit einer Vollnarkose kombiniert. Es können durch die Regionalanästhesie Narkosemittel reduziert und damit eine „leichte“ Narkose  durchgeführt werden. Neben der Schmerzausschaltung kann man mit diesen Schmerzkathetern auch eine postoperative Darmlähmung verhindern, so Pfeiffer.

Zum Schluss der Veranstaltung beantworteten die Experten die vielfältigen Fragen der Besucher.

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