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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Die interessierten Besucher werden von Chefarzt Dr. Martin Morgenstern über die neue Tagesklinik informiert
Die interessierten Besucher werden von Chefarzt Dr. Martin Morgenstern über die neue Tagesklinik informiert

RoMed Klinikum Rosenheim

Stadt- und Landkreisbevölkerung im Akutfall optimal versorgt! Rosenheimer Kardiologie klärte am Tag der offenen Tür viele Interessierte auf

Am vergangenen Samstag präsentierte sich die Kardiologische Abteilung des RoMed Klinikums Rosenheim der Bevölkerung. Gruppenweise führten die Mitarbeiter die Besucher durch die Abteilung. Dicht gedrängt im Wartebereich der Tagesklinik hörten die interessierten Besucher den Erläuterungen eines Herzspezialisten zu. „In der Kardiologie werden die verschiedensten Untersuchungsarten angeboten, vom normalen EKG, Belastungs-, 24-Stunden- oder Langzeit-EKG, Herzultraschall oder Cardioversion bis hin zur Herz-Computertomographie oder Untersuchung im Herzkatheterlabor“, war zu erfahren.

Diagnostik kompakt:

Die Kardiologie bietet nunmehr auf einer Ebene und auf kürzestem Wege alle diese diagnostischen Untersuchungsverfahren an. Das sind für die Patienten spürbare Erleichterungen und Verbesserungen insbesondere kürzere Wartezeiten.

Tagesklinik – menschliche Zuwendung wird groß geschrieben:

Eingriffe im Herzkatheterlabor können auch ambulant durchgeführt werden. Nach der Untersuchung wird dem Patienten vier Stunden lang strenge Bettruhe verordnet. In dieser Zeit steht dem Patienten ein eigener Fernseher und Telefon zur Verfügung. Zur Stärkung gibt es Speisen und Getränke und medizinisch sowie pflegerisch betreuen das spezialisierte Pflegepersonal und das Ärzteteam die Patienten weiter. Mittels eines transportablen Monitors werden die lebenswichtigen Funktionen wie Blutdruck, Blutgaswerte, Puls und Sauerstoffsättigung überwacht. Bei einem normalen Verlauf ist die Entlassung aus der Klinik nach mehreren Stunden und einer Abschlussuntersuchung möglich. Ein stationärer Aufenthalt ist somit nicht mehr zwingend notwendig.

An einem Informationsstand erklärte eine Referentin den Besuchern, wie man mit einem Herzschrittmacher lebt und was besonders zu beachten ist. Ein Herzschrittmacher ist ein kleiner Taktgeber, der bei verlangsamter Herztätigkeit elektrische Impulse an das Herz abgibt, sodass eine optimale Herzfrequenz und damit eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Organe sichergestellt wird.

Anschließend ging die Führung weiter zum Herzstück der Kardiologie: Das Herzkatheterlabor. „Wir bieten hier durch zwei Herzkathetermeßplätze bei Notfällen optimale Sicherheit. Die Akutversorgung ist im RoMed Klinikum Rosenheim zu jeder Tages- und Nachtzeit adäquat gewährleistet. Schon vor Jahren wurde mit den Rettungsdiensten ein Netzwerk aufgebaut. Dabei wird bereits im Rettungswagen von dem Patienten ein EKG geschrieben und die Daten direkt per Handyverbindung an die Klinik übermittelt, sodass dort schon die notwendigen Maßnahmen vorbereitet werden können“, berichtet Chefarzt Dr. Martin Morgenstern. Die Zuhörer staunten nicht schlecht, als der Chefarzt erzählte, dass im Akutfall ein Patient, der im Rettungswagen zur Klinik kommt, bereits nach 10 Minuten im Herzkatheterlabor versorgt wird. Erfolgt die Behandlung innerhalb der sogenannten „ersten goldenen Stunde“ so ist es möglich, dass ein Patient einen akuten Herzinfarkt ohne Folgeschäden übersteht.

Bei einem akuten Herzinfarkt werden zur Eröffnung von Engstellen bei den Herzkranzgefäßen mittels eines Ballonkatheters die Gefäße mit 18 bis 20 atü (Atmosphärenüberdruck) aufgedehnt und meistens mit einem Stent (Gefäßstütze) versorgt. In bestimmten Fällen werden auch Stents eingesetzt, die mit Medikamenten beschichtet sind. Die sehr gut aufgeklärten Besucher fragten genau nach und haben sich von den Kardiologen Besonderheiten genau erläutern lassen.

Für akute Notfälle verfügt die Kardiologie außerdem über ein Gerät zur Herz-Kreislaufunterstützung bzw. –stabilisierung sowie über eine mobile Herz-Lungen-Maschine. „Es ist sehr interessant und beruhigend zu wissen, was die Kardiologie alles anbietet“, äußerte eine Besucherin, die selbst vor sieben Jahren einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen hat.

Das gesamte Team des Schwerpunktes Kardiologie kümmerte sich am Tag der offenen Tür äußerst engagiert um die rund 500 Besucher, die sich sehr positiv über die gelungene Erweiterung der Abteilung äußerten. Für das leibliche Wohl sorgte in bewährt souveräner Art die Klinikküche.

Hintergrundinformationen:

Wie erkennt man einen Herzinfarkt?
Durch starke Schmerzen in der Brust, die auch in den Arm ausstrahlen und Kiefergelenkbeschwerden auslösen können.

Risikofaktoren Herzinfarkt:
Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes, Rauchen, Erbanlagen (familiäre Belastung), Bewegungsmangel, Übergewicht

EKG: Elektrokardiographie

Schluckecho (TEE):
Ultraschalluntersuchung, die mittels einer Sonde über die Speiseröhre erfolgt, um einen anderen Blickwinkel auf das Herz und die Herzkranzgefäße zu erhalten.

Event-Recorder:
Patienten, mit unregelmäßigen Herzrhythmusstörungen erhalten diesen Recorder für längere Zeit. Merkt der Patient, dass sich eine Rhythmusstörung anbahnt, so erfolgt über eine Aktivierungstaste die Aufzeichnung des Ereignisses mittels EKG (möglichst sieben Minuten vor bis sieben Minuten nach dem Ereignis). Durch diese Untersuchungsmethode ist dem Herzspezialisten eine Beurteilung der Erkrankung möglich.

Cardioversion:
Während einer Kurznarkose wird mittels Elektroschock der Herzrhythmus wieder normalisiert.

Herzschrittmacherkontrolle:
Die Batterien des Herzschrittmachers halten ca. 6 bis 10 Jahre. Danach ist ein Austausch der Batterie nötig.

Kontakt

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Pettenkoferstraße 10
83022 Rosenheim

Tel  +49 (0) 8031 - 365 02
Fax +49 (0) 8031 - 365 4911

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