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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Pflegedirektor der RoMed Kliniken Peter Tischer (li.), Chefarzt der Anästhesie Dr. med. Stefan Czarnecki und Prof. Dr. med. Christoph von Ritter (re.) gratulierten Sabine Grießl zu dem Zertifikat.

RoMed Klinik Prien am Chiemsee

Besucherfreundliche Intensivstation in Prien von der Stiftung Pflege e. V. zertifiziert

Die Anwesenheit von Familienmitgliedern, Freunden und vertrauten Menschen kann die Genesung von Intensivpatienten wesentlich unterstützen. Oft jedoch ist der Zugang durch Besuchsregelungen erschwert, die Besuchszeiten sind nach Zeitpunkt, Dauer und Häufigkeit, nach Art, Alter und Anzahl der Besucher festgelegt. Um dies zu ändern und damit die Erkenntnisse, die in pflegewissenschaftlichen Arbeiten gewonnen wurden in die Praxis umzusetzen, initiierte Frau Sabine Grießl, Stationsleiterin der Intensivstation an der RoMed Klinik Prien, das Projekt "Angehörigenfreundliche Intensivstation". 

In der Umsetzung bedeutet das, dass die Angehörigen auf der Intensivstation jederzeit willkommen sind - eine Grundvoraussetzung dafür ist, den Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes für den Intensivpatienten zu integrieren. Der Angehörige spielt als vertrauter Mensch für den Intensivpatienten eine besondere Rolle und trägt wesentlich zur Genesung von Patienten bei. Er leistet emotionalen Beistand und er gibt dem Patienten das wichtige Gefühl, dass sich jemand „kümmert". Das „Kümmern" wird durch „Da-Sein" vermittelt. „Da-Sein" ermöglicht Berührungen, Anteilnahme, am Alltag teilhaben lassen und auch ganz praktische Hilfen. Die Voraussetzung für das „Da-Sein" hat Frau Sabine Grießl auf Ihrer Intensivstation durch die uneingeschränkte Öffnung für die Angehörigen geschaffen. 

Frau Grießl kann auf viele Jahre der Erfahrung als Intensivschwester zurück blicken. Sie ist seit 1994 auf der Intensivstation in Prien tätig und leitet die Abteilung seit 2008 mit viel Engagement.

Trotz ihrer verantwortungsvollen Leitungsfunktion arbeitet sie sehr patienten- und praxisnah. Somit war es für sie eine "Selbstverständlichkeit" und eine "Herzensangelegenheit" dieses Projekt zu starten, zu begleiten und als festen Bestandteil in die tägliche Routine zu integrieren.

Sicherlich war die Umsetzung dieses Projekts auch deshalb so gut möglich, weil ein erfahrenes Team Ärzte und Pflegekräfte mit viel Idealismus, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Interesse an Neuem dahintersteht und dieses mit Engagement umsetzt.
 

Für die Umsetzung des Projektes waren einige Änderungen nötig:

  • das mündliche Vertragsmodell wurde eingeführt, was bedeutet, dass die Besuchzeiten der Angehörigen flexibel sind und auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden.
  • die Angehörigen können in die Pflege miteinbezogen werden, sobald der Gesundheitszustand des Patienten es zulässt und er damit einverstanden ist. Dazu gehören z. B. das Essen eingeben, beim Spaziergang begleiten, rasieren, am Bett von unruhigen Patienten wachen usw.
  • Erstellung einer Infomappe für die Besucher
  • Angebot einer Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige

Die Hygienevorschriften werden dabei natürlich eingehalten.

"Natürlich ist es für das Pflegepersonal zum Teil anstrengend, aber wir haben besonders bei Langzeitpatienten bereits viele erfreuliche Rückmeldungen von Patienten und deren Angehörigen erhalten“, berichtete Frau Sabine Grießl erfreut und fügt dazu: „der wichtigste Mensch ist der, der mir gegenübersteht“.

Ärztlicher Leiter und Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin an RoMed Klinik Prien Prof. Dr. Christoph von Ritter lobte das Engagement von Sabine Grießl und dem gesamten Team und gratulierte herzlich zu dem Zertifikat.

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