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unter vier Dächern
Die erste Patientin mit Chefarzt Dr. Martin Morgenstern
Die erste Patientin mit Chefarzt Dr. Martin Morgenstern
Die erste Patientin, die im Klinikum Rosenheim eine Herzklappe erhielt, die über die Leistenarterie implantiert wurde, mit Chefarzt Dr. Martin Morgenstern.
Die erste Patientin mit Chefarzt Dr. Martin Morgenstern

RoMed Klinikum Rosenheim

Katheterklappenersatz erstmals in Rosenheim

Am RoMed Klinikum Rosenheim wurde jetzt erstmals bei einer knapp 90-jährigen Patientin eine Herzklappe "kathetergestützt"  über die Leistenarterie implantiert. Der Eingriff erfolgte im Herzkatheterlabor der Medizinischen Klinik I. Die Patientin ist wohlauf, ihre belastende Atemnot hat sich vollständig zurückgebildet. Der Eingriff wurde von Chefarzt Dr. Martin Morgenstern und Dr. Marcus Kasel vom Deutschen Herzzentrum München durchgeführt. Während des Eingriffes bestand für Notfälle eine herzchirurgische Bereitschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Albert Schütz von der Schön-Klinik Vogtareuth. Die Patientin hat den Eingriff völlig komplikationslos überstanden und wurde mittlerweile in eine Reha-Klinik verlegt.

Die degenerative Aortenklappenverengung ist die häufigste Herzerkrankung hochbetagter Menschen. Durch Kalkeinlagerungen kommt es im Laufe des Lebens zu einer zunehmenden Verengung des "Auslaßventils" der linken Herzkammer, der sogenannten Aortenklappenstenose. Folge sind eingeschränkte Belastbarkeit, Atemnot zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe, Beinschwellungen, Schwindel, Blutdruckschwankungen und Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Wenn die Klappenverengung einmal symptomatisch geworden ist, ist die Lebenserwartung der Patienten auch erheblich eingeschränkt, meist unter einem Jahr.

Bislang konnten diese Patienten nur mit hohem Risiko, insbesondere wenn Begleiterkrankungen vorlagen, operiert werden. Dazu ist es erforderlich, den Brustkorb zu eröffnen und im Herzstillstand an der Herz-Lungen-Maschine die Klappe auszutauschen. Bei hochbetagten Menschen, ist dieser Eingriff oft mit einer erheblichen Belastung verbunden. Bei manchen Patienten ist diese Operation nicht durchführbar, so dass keine Therapieoption zur Verfügung steht. Seit einigen Jahren werden nun zunehmend Herzklappen "kathetergestützt"  implantiert, zumeist über die Leistenarterie. Ohne eine Operation wird dabei über einen Katheter die Klappe sondiert, mit einem Ballon vorgedehnt und anschließend eine biologische Aortenklappe, wie sie auch bei einer offenen Operation verwendet wird, eingesetzt. Der Eingriff dauert ca. 1 Stunde, die Patienten können bereits am Tag nach der Prozedur aufstehen.

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