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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Grußwort von Chefarzt Dr. Bayeff-Filloff
Grußwort von Chefarzt Dr. Bayeff-Filloff
Chefarzt Dr. Michael Bayeff-Filloff begrüßte rund 100 interessierte Teilnehmer im Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus.
Grußwort von Chefarzt Dr. Bayeff-Filloff

RoMed Klinikum Rosenheim

Symposium zur Eröffnung der neuen Behandlungsräume der Zentralen Notaufnahme am RoMed Klinikum Rosenheim

Nach fast zweijähriger Umbauzeit können nun die neuen Behandlungsräume in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des RoMed Klinikums Rosenheim uneingeschränkt genutzt werden. Dieses Ereignis nahm Chefarzt Dr. Michael Bayeff-Filloff zum Anlass, ein Symposium mit dem Schwerpunkt „Struktur- und Prozessoptimierung Notaufnahme“ in den Räumen des Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus in Rosenheim zu veranstalten.

Mit der zunehmenden Einrichtung zentraler Notaufnahmen in den Krankenhäusern, werden Behandlungsräume oft erweitert und modernisiert. Aber nicht nur die Strukturen ändern sich – auch die Abläufe werden für mehr Patientensicherheit überarbeitet. Schließlich soll auch der Patientenservice nicht zu kurz kommen. Referenten aus Rosenheim sowie der Partnerkliniken im „Arbeitskreis klinische Notfallmedizin in Bayern“ tauschten die eigenen Erfahrungen im Neu-/Umbau einer Notaufnahme aus.

Zu Beginn begrüßte der Zweite Bürgermeister, Anton Heindl, sowie die Stellvertretende Landrätin, Marianne Loferer, die Teilnehmer. Bürgermeister Heindl, der die ZNA am Vortag besichtigt hatte, zeigte sich beeindruckt von den getroffenen Umbaumaßnahmen und beschrieb sie kurz und bündig mit modern, hell, freundlich und ruhig - ein Aushängeschild für Stadt und Landkreis Rosenheim. Marianne Loferer wies noch darauf hin, dass mit dem neuen Standort eines Rettungswagens in Feldkirchen-Westerham ein weiterer Schritt in die optimale regionale Versorgung gemacht worden sei.

Dr. Michael Bayeff-Filloff, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und Landesbeauftragter der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Bayern, berichtete über die zweijährige Umbauphase im laufenden Betrieb. Ganz besonders dankte der Chefarzt deshalb seinem Team für die Ausdauer und der Geschäftsführung für die Finanzierung aus Eigenmitteln, da es keine Fördergelder gibt. Der gesamte Umbau kostete einschließlich der Möblierung und Geräteausstattung rund 1,8 Mio. Euro.

In seinem Vortrag „Wo ist der Patient?“ erklärte Chefarzt Dr. Michael Bayeff-Filloff die neue Organisation der Patientenströme in der ZNA in Rosenheim. Jeder Patient wird über die Ersteinschätzung im Anmeldebereich mit einem Dringlichkeitsstatus versehen. Alle anwesenden Patienten werden dann in einem EDV-gestützten Übersichtsplans der ZNA dargestellt. Für alle Mitarbeiter der ZNA ist auf einen Blick ersichtlich, welcher Patient sich wo befindet. Das klassische „der Nächste bitte“ ist damit Vergangenheit. Weil dies bisweilen schwer zu erklären ist, kann auch im Wartebereich über einen Bildschirm der Behandlungsstatus mitverfolgt werden, der natürlich aus Datenschutzgründen nur anonymisiert dargestellt ist. Mit diesem System werden die Ablaufprozesse optimiert, Wartezeiten verkürzt und die notwendigen Behandlungen der einzelnen Patienten sicherer und transparenter.

In weiteren Vorträgen stellten die Chefärzte anderer Zentraler Notaufnahmen in Bayern ihre Neu- bzw. Umbauten vor. Weitere Themen waren die Arzneimittelsicherheit und telemedizinische Datenübertragung des Rettungsdienstes für die Notaufnahmen am Beispiel des Schlaganfalles. Die stellvertretende Pflegedirektorin Andrea Rosner rundete mit ihrem Vortrag über das Einarbeitungskonzept neuer Mitarbeiter den Tag ab.

Während der Pausen hatten die rund 100 interessierten Besucher ausreichend Zeit sich an den Informationsständen der Industrie über aktuelle Neuerungen aufklären zu lassen und konnten gegenseitig Erfahrungen austauschen. Nach den umfassenden Vorträgen nahmen noch etliche Interessierte an einem Rundgang durch die neue Zentrale Notaufnahme teil und gewannen einen ersten beeindruckenden Einblick hinter die Kulissen.

Zusatzinformationen zum Symposium:

Der Umbau einer ZNA wurde beim Symposium von zwei Referenten aus verschiedenen Sichtweisen dargestellt: Dr. Felix Rockmann, Chefarzt des Notfallzentrums am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg, ließ die Teilnehmer von seinen ersten Gedanken zur Umgestaltung bis zur endgültigen Realisierung „seiner“ Notaufnahme teilhaben. Anschließend konnte Georg Peter, stellvertretender Technischer Leiter am RoMed Klinikum Rosenheim, aufzeigen, welche Aufgaben in der Technik notwendig sind, um die von den Ärzten und dem Pflegepersonal erarbeiteten Strukturen mit der baulichen Substanz und der technischen Durchführbarkeit auch hinsichtlich der Kosten in Einklang zu bringen. Beide Vorträge gaben einen tiefen Einblick, welches medizinische und technische Know-how nötig ist, um eine Notaufnahme so zu gestalten, dass der Patient die bestmögliche Notfallversorgung erhalten kann.

Aber nicht nur der Umbau an sich ist eine Herausforderung, sondern auch die Einarbeitung des Personals. Die stellvertretende Pflegedirektorin Andrea Rosner stellte in ihrem Vortrag das Einarbeitungskonzept des Pflegedienstes vor. Mittels EDV wurde das Konzept in mehreren Stufen modular aufgebaut. Je nach Fachbereich können alle notwendigen Module ausgewählt und individuell zusammengestellt werden. Der so erstellte Einarbeitungsplan wird dann Schritt für Schritt „abgearbeitet“ und bei Bedarf nachjustiert. Der Fortschritt in der Einarbeitung ist für Mitarbeiter wie Führungskräfte jederzeit abrufbar. In ihrem Vortrag ging die stellvertretende Pflegedirektorin darauf ein, wie teuer personelle Fehlentscheidungen kommen können und betonte: „Es geht auf Dauer nur, wenn Sie Mitarbeitertalente erkennen, fördern, gezielt einsetzen und einen Experten-Level aufbauen“.

In den medizinischen Fachvorträgen wurden die Abläufe im Schockraum und der Umfang der Labordiagnostik besprochen. So konnte Prof. Dr. Gerd Regel, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wirbelsäulenchirurgie am RoMed Klinikum Rosenheim die Notwendigkeit eines Computertomographen (CT) in der unmittelbaren Nähe des Schockraums darstellen. Die rasche Diagnose verbunden mit kürzesten Wegen ist im Ernstfall lebensrettend, das konnte auch anhand von Studien belegt werden. In der neuen ZNA des RoMed Klinikums Rosenheim konnte diese Anschaffung realisiert und so eine Abteilung auf dem neuesten technischen Stand geschaffen werden.

Einen wesentlichen Anteil der Patientensicherheit in der Notaufnahme hat die Arzneimitteltherapie im Spagat zwischen Dauer- und Notfallmedikation. Das belegte Priv.-Doz. Dr. Harald Dormann, Leitender Arzt der ZNA im Klinikum Fürth, anhand nachgewiesener Untersuchungen. Auch die für die meisten Patienten angeordneten Laboruntersuchungen hinterfragte er in einem weiteren Vortrag „Wie viel Labor braucht die ZNA?“. Abschließend ging Prof. Dr. Bernd Griewing, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik Bad Neustadt in seinem Vortrag auf die Telemedizin zwischen Rettungsdienst und Notaufnahme im Schlaganfallnetzwerk ein, da neue Kommunikationsmittel hier Möglichkeiten zu Verbesserungen bieten. Impressionen

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