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RoMed Klinikum Rosenheim

10 Jahre Brustzentrum Südostbayern: Ein Grund zu feiern!

Rosenheim, 01.02.2013 - Über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an dem Symposium „10 Jahre Brustzentrum Südostbayern“ teil und informierten sich über aktuelle Entwicklungen in diesem Fachgebiet. Organisiert wurde das Symposium vom Kooperativen Brustzentrum Südostbayern (Rosenheim/Ebersberg), welches sich mit der Diagnostik und Therapie von Brustkrebs beschäftigt.

Prof. Dr. Thomas Beck, Leiter des Brustzentrums und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am RoMed Klinikum Rosenheim begrüßte die vielen interessierten Zuhörer und stellte die Fragen: „10 Jahre Brustzentrum: Was kommt bei den Patientinnen an und wie ist die Ergebnisqualität messbar?“

Zur Messung der Ergebnisqualität präsentierte er den Vergleich der Ergebniszahlen seit dem Erstzertifikat 2003, die eine sehr positive Entwicklung und verbesserte Heilungschancen zeigten. Ursachen dafür seien eine hohe fachliche Expertise der kooperierenden Kliniken, eine größere Anzahl bei Früherkennungen und eine optimierte interdisziplinäre Zusammenarbeit von Brustzentrum, niedergelassenen Ärzten und Betroffenen. Auch die Bewertung der Punkte Patientenzufriedenheit, Pflege, Ärzte und Unterstützungsangebote sei durchwegs positiv. „Die gute Akzeptanz des Brustzentrums sowohl bei den niedergelassenen Ärzten, als auch in der Bevölkerung, gibt nun auch Anlass, die Zertifizierung eines gynäkologischen Krebszentrums anzustreben“, so Beck.

Priv.-Doz. Dr. Matthias Krams vom Institut für Pathologie und Zytologie Rosenheim informierte über den Stellenwert der prognostischen Genomprofile für die Praxis. Die Chemotherapie führe beim Brustkrebs zwar zu einer deutlichen Senkung der Sterblichkeitsrate, so Krams, jedoch seien die Nebenwirkungen oft erheblich und nicht alle Patientinnen würden durch die Therapie profitieren. So genannte Multigene Assays (Multigentests) ermöglichten verbesserte Prognosen, Zusatzinformationen zu etablierten Prognosefaktoren und vor allem eine personalisierte Therapieentscheidung, um unnötige Chemotherapien zu vermeiden.

Der folgende Vortrag von Frau Prof. Dr. Cornelia Höß, Chefärztin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe an der Kreisklinik Ebersberg, zur Brustkrebserkrankung beim Mann führte vor Augen, dass dieses seltene Karzinom dieselben klinischen Symptome und Risikofaktoren aufweist wie bei der weiblich erkrankten Brust, auch die Diagnostik und Therapie verlaufen identisch. Eine Verbesserung der psychoonkologischen Betreuung sei noch wünschenswert.

Einen Rück- und Ausblick über die zertifizierten Brustzentren in Deutschland gab Herr Prof. Dr. Rolf Kreienberg, Past-Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft und der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Das erste 2003 gegründete Brustzentrum fungierte laut Kreienberg als erfolgreiches Pilotprojekt. Erst 2006 folgten Darmzentren und 2008 weitere Zentren der Bereiche Gynäkologie, Prostata und Haut, die ihre teilweise noch fehlenden Strukturen und Abläufe an die des Brustzentrums anlehnten. Bereits 80 Prozent der Brustkrebserkrankungen werden heute in den ca. 300 deutschlandweiten Brustzentren therapiert. Kreienberg betonte, dass die heutige Ausgangssituation mit der veränderten Krankenhausstruktur, den steigenden Patientenzahlen und dem sich verschärfenden Wettbewerb eine Prozessoptimierung nötig mache. Damit sei auch ein interdisziplinärer Wissenstransfer gewährleistet. Im kooperativen Brustzentrum Rosenheim und Ebersberg werde dies nun bereits seit 10 Jahren vorbildlich umgesetzt.

Abgerundet wurde die wissenschaftliche Fortbildung durch den Vortrag von Herrn Prof. Dr. Josef Beuths von der Universitätsklinik Köln mit der Präsentation von Naturheilverfahren bei Krebs. Diese könnten zwar keine Krebstherapie ersetzen, jedoch, als komplementäre Medizin eingesetzt, Nebenwirkungen vermindern.

Streiflichter aus 2012 präsentierte Frau Gisela Strigl-Wichmann von der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. zum Abschluss der Veranstaltung.

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