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neuartiger resorbierbarer Stent
neuartiger resorbierbarer Stent
Darstellung eines neuartigen resorbierbaren Stents, welche am RoMed Klinikum Rosenheim im Rahmen der Stance-Studie implantiert werden.
neuartiger resorbierbarer Stent

RoMed Klinikum Rosenheim

Erste resorbierbare Stents am RoMed Klinikum Rosenheim implantiert
Eine Behandlung ist im Rahmen von Studien möglich.

„Nachdem wir bereits bei der Einführung der medikamentenbeschichteten Ballonkatheter zur Verbesserung der Langzeit-Offenheit nach Katheter-Therapie der Becken- und Beingefäße eine federführende Rolle gespielt haben, sind wir nun bei einer ganz neuen Technologie wieder vorne mit dabei“ freut sich Prof. Dr. med. Gunnar Tepe, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am RoMed Klinikum Rosenheim.

Bei Durchblutungsstörungen, die entweder zu einer Einschränkung der Gehstrecke oder sogar chronischen Wunden mit Amputationsgefahr führen, spielt die sogenannte endovasculäre Therapie, auch zur Vermeidung größerer Operationen, eine zunehmende Rolle. Wie funktioniert dieses Verfahren? Durch eine kleine Punktion werden Führungsdrähte und sogenannte Schleusen in die Gefäße eingeführt und diese dann wiedereröffnet. Die alleinige Therapie mit Ballonkathetern reicht allerdings oftmals nicht aus. Es müssen dann Stents implantiert werden, die die Gefäße offen halten.

Bei diesen Stents handelt es sich jedoch um Fremdkörper, die aus Metallgemisch (Nitinol) bestehen und für immer im Körper verbleiben. Kurz- und mittelfristig spielt dies vermutlich eine untergeordnete Rolle, langfristig können die Metallstents jedoch brechen und ungewollte Reaktionen hervorrufen. Falls es zu einer erneuten Einengung in den Stents kommt (sogenannte Re-Stenose) sind die Therapie-Möglichkeiten oftmals begrenzt, es bleibt dann nur noch eine Bypass-Operation. Die logische Folge, so erklärt Prof. Dr. Tepe, ist die Entwicklung von resorbierbaren Stents. Die Idee hinter dieser Entwicklung ist, dass im Patienten ein Stentgerüst verbleibt, solange dies nötig ist, um das Gefäß offen zu halten. Nach Abschluss des Heilungsprozesses resorbiert sich der Stent dann von selbst und ist später nicht mehr vorhanden. Das System, welches von den Ärzten des RoMed Klinikums Rosenheim eingesetzt wird, wurde von der Firma 480 Biomedical aus den USA entwickelt.

Derzeit sind solche Systeme noch nicht auf dem Markt erhältlich, sondern werden nur im Rahmen von klinischen Studien, an denen auch das RoMed Klinikum Rosenheim teilnimmt, implantiert. Das sich selbstentfaltende bioresorbierbare Gerüst-System der Firma 480 Biomedical resorbiert sich ungefähr in einem Jahr. „Wir konnten die neue Version des neuartigen Systems dem zweiten und dritten Patienten weltweit implantieren“ ergänzt Prof. Dr. Tepe, „bei der ersten Nachuntersuchung berichteten die Patienten, dass sie wieder ohne Behinderung laufen bzw. lange Fahrradtouren unternehmen konnten“.

Im Rahmen der sogenannten Stance-Studie können Patienten im RoMed Klinikum Rosenheim behandelt, engmaschig überwacht und der klinische Erfolg über insgesamt zwei Jahre kontrolliert werden. Eine Kontaktaufnahme ist über das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie unter der Telefonnummer 08031 - 365 3550 möglich.

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