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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

RoMed Klinikum Rosenheim

Innovatives Beatmungsverfahren am RoMed Klinikum Rosenheim eingeführt

Die maschinelle Beatmung ist heute ein zentraler Bestandteil der modernen Intensiv- und Beatmungsmedizin. Während Anfang des letzten Jahrhunderts die Beatmung noch mittels Negativdruckbeatmung, also über einen Sog von außen am Brustkorb (Eiserne Lunge) erfolgte, wird Beatmung heute mittels Überdruck, z. B. über einen Endotrachealtubus (Beatmungsschlauch), eine Beatmungsmaske oder einen Luftröhrenschnitt (Trachealkanüle) appliziert. Die Beatmung ist immer dann notwendig, wenn die Atmung des Patienten nicht mehr ausreichend ist, um einen entsprechenden Gasaustausch aufrechtzuerhalten bzw. eine Erschöpfung der Atemmuskulatur droht. Wenn Patienten lange künstlich beatmet werden, z. B. im Rahmen eines langen Aufenthaltes auf einer Intensivstation, ist eine Rückführung in die Eigenatmung manchmal nur sehr schwer möglich. Dies betrifft vor allem Patienten mit schweren Lungenerkrankungen oder anderen schweren Begleiterkrankungen. Im Hinblick auf die zunehmende Anzahl dieser Patienten wurde dafür in der Medizinischen Klinik III eine zusätzliche spezialisierte Beatmungsstation geschaffen.

Wird der Patient durch ein Beatmungsgerät unterstützt, löst er durch seine Atemanstrengung eine Druckveränderung oder eine Veränderung des Luftstroms und dadurch einen Atemhub aus. Dieses Prinzip ist aber z. B. bei ungünstiger Atemmechanik oder bei schwer erkrankten Patienten oft ungenügend, sodass die Beatmungsunterstützung durch das Beatmungsgerät nicht, wie erwünscht, synchron zu den Atemanstrengungen des Patienten erfolgt.  Vor diesem Hintergrund wurde von der Industrie ein verbessertes Beatmungsverfahren entwickelt. Das besondere an diesem „intelligenten“ Beatmungsverfahren ist, dass es über den zentralen Atemimpuls des Patienten gelenkt wird. Mittels dieser vom Nervensystem ausgehend gesteuerten Beatmungstechnik erfolgt die Beatmungsunterstützung synchron und proportional zu den Atemanstrengungen des Patienten (engl. „Neurally adjusted ventilatory assist“, NAVA). Dabei wird die elektrische Aktivität des Zwerchfells dazu genutzt, dem Patienten eine entsprechende Beatmungsunterstützung zu geben. Damit kann die Entwöhnung von der maschinell invasiven Beatmung (Weaning) effektiver und zeitsparender bewältigt werden. Umgekehrt kann dieses innovative Beatmungsprinzip aber auch eine wertvolle Option während einer Maskenbeatmung sein und den Patienten durch Optimierung der Beatmungssituation möglicherweise vor einer eingreifenderen Beatmung (Intubation) bewahren.

Diese innovative Beatmungstechnik wurde jetzt auf der Beatmungsstation am RoMed Klinikum Rosenheim eingeführt. Die Station wird von der Medizinische Klinik III unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Stephan Budweiser in enger Kooperation mit dem Institut für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Christoph Knothe, betrieben. „Wir sind stolz eine der neuesten Technologien auf dem Gebiet der Beatmungsmedizin vorzuhalten. Regional und überregional werden schon jetzt von anderen Kliniken Patienten mit schwieriger oder verlängerter Beatmungsentwöhnung in unser Weaning- und Beatmungszentrum verlegt“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Stephan Budweiser. mehr Informationen zur Med. Klinik III

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