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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Prof. Dr. Gunnar Tepe, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am RoMed Klinikum Rosenheim präsentierte beim Charing Cross Symposium 2014 in London vor rund 3.500 Zuhörern die Studienergebnisse

RoMed Klinikum Rosenheim

Engagiert im Dienste der Wissenschaft


Größte bisher veröffentlichte Studie zu einzigartiger Behandlung von Gefäßverengungen unter Leitung des RoMed Klinikums Rosenheim in London präsentiert

Rosenheim, 05.06.2014 - Prof. Dr. med. Gunnar Tepe, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am RoMed Klinikum in Rosenheim, präsentierte im Rahmen des „Charing Cross Symposiums 2014“  in London die Ergebnisse der von ihm koordinierten klinischen Studie zur neuartigen Behandlung von Gefäßverengungen mit medikamentenbeschichteten Ballons. Diese zwölfmonatige Untersuchung belegt die verbesserte Effektivität der Therapie im Vergleich zur bisherigen Methode mit Stents. Laut Prof. Dr. Tepe sei außerdem ein Trend zur standardmäßigen Behandlung mit diesen sogenannten „drug eluting balloons“ zu erkennen.

Doch was war die Grundlage dieser Studie?
Unbehandelte Durchblutungsstörungen können sich zu chronischen Wunden verschlimmern und letztlich zu einer Amputation der Gliedmaßen (Extremitäten) führen. Es bieten sich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an, wobei die sogenannte endovaskuläre Therapie eine immer größere Rolle einnimmt. Bei diesem Verfahren wird ohne Operation minimalinvasiv vorgegangen und Gefäße wieder eröffnet. Dazu ist nur eine kleine Punktion der Gefäße nötig. Über diesen Zugang werden dann feine Drähte und Ballonkatheter eingebracht. Durch Ballons, die aufgeblasen werden, wird letztendlich die Wiedereröffnung der Gefäße erreicht. Einige Patienten erhalten auch zusätzlich Metallgitter (Stents). Die Methode hatte bisher jedoch eine deutliche Einschränkung. Die neu eröffneten Gefäße können wieder zuwachsen und dadurch das erreichte Ergebnis wieder zu Nichte machen. „Dies war gar nicht so selten“ führt Prof. Dr. Tepe aus, „bei langen Verschlüssen lag die Wahrscheinlichkeit bei nahezu 50 %!“ Durch eine neuartige Beschichtungsmethode der Ballonkatheter ist es nun gelungen während der Aufdehnung der Ballons Medikamente in die Gefäßwand abzugeben, die ein erneutes Zuwachsen des Gefäßes verhindern. „Die Schwierigkeit bei der Beschichtung, liegt darin, dass während der kurzen Zeit der Ballonaufdehnung eine ausreichende Dosis des Medikaments an die Gefäßwand abgegeben wird und dort auch ausreichend lange verbleibt“, führt Prof. Dr. Tepe aus. „Nur so sind gute Langzeitergebnisse zu erreichen. Zudem kann die Offenheit erreicht werden ohne dass Fremdkörper wie Stents im Patienten verbleiben müssen.“

An der Entwicklung des ersten dieser Ballons war Prof. Dr. Tepe selbst beteiligt. Im Rahmen der von Herrn Tepe geleiteten In.Pact SFA Studie wurden nun 331 Patienten an mehr als 50 Zentren in Europa und den USA entweder mit beschichteten oder unbeschichteten Ballonkathetern behandelt. Die mit Medikamenten beschichteten Ballonkatheter erreichten exzellente Offenheitsergebnisse, die deutlich über der bisherigen Standarttherapie lagen. Diese Ergebnisse wurden nun durch Herrn Prof. Tepe erstmalig der  Öffentlichkeit auf einem internationalen Kongress in London vorgestellt. Dieser Wandel in der Behandlungstechnik von Durchblutungsstörungen ist ein entscheidender Fortschritt in der modernen Medizin zum Wohle der Patienten. Weitere Präsentationen dieses großen Erfolges werden auf internationaler Ebene folgen. Herr Prof. Dr. Tepe freut sich, dass es immer wieder gelingt, modernste international beachtete Gefäßmedizin mit minimal invasiven Methoden am RoMed Klinikum Rosenheim anbieten zu können.

Röntgenaufnahmen der Vorgehensweise

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