RoMed Kliniken Logo
Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Prof. Dr. Tepe (re.) und Dr. Hamann (li.)
Prof. Dr. Tepe (re.) und Dr. Hamann (li.)
Dr. Ralf Hamann (li.), Gefäßchirurgie, und Prof. Dr. med. Gunnar Tepe (re.), Radiologie/endovaskuläre Therapie interpretieren eine Angiographieaufnahme.
Prof. Dr. Tepe (re.) und Dr. Hamann (li.)

RoMed Klinikum Rosenheim

Schaufensterkrankheit ist vielen unbekannt - wenn die Beine in Gefahr sind

Aufklärung und Informationen beim RoMed-Gesundheitsforum am 22. Januar 2015

Von einem Augenblick zum anderen verkrampft sich beim Laufen die Wade. Die Schmerzen im Bein werden so stark, dass es dem Betroffenem unmöglich ist, weiterzugehen. Menschen mit solchen Symptomen wissen oftmals nicht, dass sie es mit einer Erkrankung der Gefäße zu tun haben, die im schlimmsten Fall den Verlust des Beins bedeuten kann. Die Erkrankung nennt man „periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)“ im Volksmund auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. 

Eine Arterie im Bein ist durch Ablagerungen in den Gefäßwänden derart verengt, dass das Gewebe nicht mehr optimal mit Blut und Sauerstoff versorgt werden kann. Die Unterversorgung der Muskulatur lässt Krämpfe oder Schmerzen entstehen. Im fortgeschrittenen Stadium kann das unterversorgte Gewebe sogar absterben und in ausgeprägten Fällen drohen Amputationen. Daher ist es wichtig, dass alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten mit höchster Qualität und nach neuestem Stand der Wissenschaft und Technik angeboten werden.

Dies ist am RoMed Klinikum Rosenheim, vertreten durch Herrn Prof. Dr. Gunnar Tepe, Radiologie/endovaskuläre Therapie und Herrn Dr. Ralf Hamann, Gefäßchirurgie, möglich. In enger täglicher Abstimmung wird jeder Patient interdisziplinär besprochen und nach der Diagnostik die bestmögliche Therapie durchgeführt. Anlässlich des Gesundheitsforums am 22. Januar 2015 stellen beide ärztlichen Kollegen die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten vor und bieten Einblicke in die tägliche Arbeit. Der kostenfreie Informationsabend beginnt um 19 Uhr im Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus, Pettenkoferstraße 5, Rosenheim.

In Deutschland leiden ca. 4,5 Mio. Menschen an einer pAVK. Etwa 20 % der 65-jährigen haben Verkalkungen in den Beingefäßen. Die Erkrankung läuft schleichend und bleibt oft lange unbemerkt. Häufig werden die Probleme beim Laufen auch fehlgedeutet und als gelenks- bzw. muskelbedingt interpretiert. Als Hauptrisikofaktoren gelten die Zuckerkrankheit, das Rauchen und erhöhte Blutfette.

Als erste diagnostische Maßnahme ist der Puls durch den Hausarzt zu tasten. Als weiterführende Diagnostik eignet sich ein einfacher Ultraschall der Beinarterien. Zur besseren Therapieplanung kann danach eine invasive intraarterielle Diagnostik oder eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden.

Heutzutage sind aufgrund moderner Katheter-Techniken nicht nur einfache und kurze Gefäßverengungen oder Verschlüsse, sondern auch kompliziertere Gefäßveränderungen endovaskulär, d. h. lediglich mit Kathetern, Stents und Ballons über kleine Gefäßpunktionen zu versorgen. Durch moderne Techniken, wie der Medikamentenfreisetzung während des Eingriffs, entweder über Stents ober über Ballons, können Gefäße deutlich länger offen gehalten werden als es in der Vergangenheit noch der Fall war. In einzelnen Fällen oder anatomisch schwierigen Regionen sind jedoch die Bypass-OP oder andere klassisch chirurgische Eingriffe immer noch die besseren Verfahren.

Kontakt

RoMed Kliniken
Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH
Pettenkoferstraße 10
83022 Rosenheim

Tel  +49 (0) 8031 - 365 02
Fax +49 (0) 8031 - 365 4911

Öffentlichkeitsarbeit

Elisabeth Siebeneicher, Leitung
Tel  +49 (0) 8031 - 365 3007
Fax +49 (0) 8031 - 365 4959

Lauretta Kölbl-Klein
Tel  +49 (0) 8031 - 365 3009
Fax +49 (0) 8031 - 365 4959