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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Kreise der Spezialisten
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Kreise der Spezialisten
Die RoMed-Organisatoren, Moderatoren und Referenten (v. l. n. r.): Uwe Hanschmann, Kerstin van Schwartzenberg, Thomas Richter, Prof. Dr. Alois Fürst, Prof. Dr. Stefan von Delius, Dr. Gerhard Puchtler, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Dr. Helmut Huff und Prof. Dr. Josef Stadler.
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Kreise der Spezialisten

RoMed Klinikum Rosenheim

Erfolgreiches Symposium des Onkologischen Zentrums

Im Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus fand kürzlich das erste Symposium des Onkologischen Zentrums am RoMed Klinikum Rosenheim statt. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hob in ihrer Ansprache vor rund 100 Interessierten die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit von Klinikärzten und niedergelassenen Haus- und Fachärzten bei der Diagnostik und Therapie von Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen hervor. Neben der ärztlichen Behandlung betonte sie auch die Bedeutung der begleitenden Betreuung durch Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorge und medizinischer Pflege.

Nach der Vorstellung von Prof. Dr. Stefan von Delius, dem im Juli dieses Jahres neu berufenen RoMed-Chefarzt der Medizinischen Klinik II, moderierten Dr. Helmut Huff und Prof. Dr. Josef Stadler die vielfältigen, den aktuellen Stand der Wissenschaft wiedergebenden, Vorträge.

Oberärztin Kerstin van Schwartzenberg, Koordinatorin des gynäkologischen Krebszentrums, berichtete über Strukturen und Leistungszahlen ihres Zentrums. Leitender Oberarzt Uwe Hanschmann, ärztlicher Leiter des Prostatakarzinomzentrums, fokussierte sich auf verschiedene Möglichkeiten der Harnausleitung bei urologischen Tumorerkrankungen.

Dr. Gerald Schulz vom Klinikum Großhadern zeigte anschließend in seinem Vortrag die Chancen und Grenzen der medikamentösen Immuntherapie beim metastasierten Harnblasenkarzinom auf. Er wies auf die im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie völlig anderen Nebenwirkungen dieser neuen Therapien hin, die in enger Zusammenarbeit von Klinik- und Hausärzten behandelt werden müssen. 

Dr. Thomas Richter, Vertreter der Pathologie Rosenheim, informierte die Zuhörer über die moderne Diagnostik der Pathologie, die weit über das Erkennen von Tumoren im Mikroskop hinausgeht. So können mittels moderner Methoden spezielle Oberflächenprofile unterschieden und genetische Veränderungen von Tumorzellen, sogar bis zur Ebene der Zellkerne, erkannt werden. Dies ermöglicht, individuelle Therapien zu entwickeln und anzupassen.

Prof. Dr. von Delius präsentierte minimal-invasive endoskopische Eingriffe, die eine große, offene Operation von frühen Tumorstadien in Speiseröhre und Magen vermeidbar machen. Im Anschluss referierte Prof. Dr. Katja Ott, Departmentleiterin „Oberer Gastrointestinaltrakt“ – eindrucksvoll über OP-Techniken und Leistungsdaten des zertifizierten Viszeral-onkologischen Zentrums mit den Schwerpunkten Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse am RoMed Klinikum Rosenheim.

Eine Innovation in der Behandlung des Mastdarmtumors - in den skandinavischen- und Beneluxländern bereits in hohem Maße praktiziert - stellte Prof. Dr. Alois Fürst aus Regensburg vor. Das seit Jahren am RoMed Klinikum Rosenheim zertifizierte Darmzentrum praktiziert in ausgewählten Fällen bereits dieses moderne Operationsverfahren.

Dr. Gerhard Puchtler, Leiter des Onkologischen Zentrums berichtete über die neuesten Ergebnisse der Chemotherapie des Dickdarmkarzinoms vom amerikanischen Krebskongress. Wichtigste Botschaften: Bei ausgewählten Patienten führt eine weniger intensive Therapie zu gleich guten Ergebnissen und die Lage des Tumors im Darm ist für die Behandlung zunehmend von Bedeutung.

In kaum einem anderen Fach der Medizin schreitet die Entwicklung der Diagnostik- und Behandlungsmethoden so rasant voran wie in der Onkologie. Einigkeit herrschte beim diesjährigen Symposium darüber, dass die Versorgung von Tumorpatienten sowohl operativ als auch medikamentös sich immer mehr am individuellen Profil der Erkrankung orientieren muss und wird. Im Anschluss an die Vorträge folgte eine rege Diskussion unter Zuhörern und Referenten.

Hintergrundinformationen:

Das Onkologische Zentrum am RoMed Klinikum Rosenheim ist nach den strengen Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und muss sich jährlichen Auditkontrollen unterziehen. Es bietet heimatnah ein umfangreiches Spektrum an Diagnostik und Therapie bösartiger Erkrankungen von Brust, Unterleib, Darm, Magen und Bauchspeicheldrüse sowie der Prostata an.

In Bayern sind derzeit 411 Kliniken von der Bayerischen Staatsregierung zugelassen. Davon sind 20 Kliniken als Onkologische Zentren zertifiziert, darunter die fünf Bayerischen Universitätsklinken.

Neben der fachlichen Kompetenz des Onkologischen Zentrums ist der wichtigste Bestandteil im Interesse der Patientenversorgung die interdisziplinäre, fachübergreifende Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten.

Kontakt

RoMed Kliniken
Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH
Pettenkoferstraße 10
83022 Rosenheim

Tel  +49 (0) 8031 - 365 02
Fax +49 (0) 8031 - 365 4911

Gesundheit Oberbayern

Die RoMed Kliniken sind Mitglied in der Gesundheit Oberbayern GmbH. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss kommunaler Unternehmen in der Region Oberbayern mit dem Ziel, den Bestand der Häuser in kommunaler Trägerschaft nachhaltig zu sichern.