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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Organisatoren und Referenten der Tagung
Organisatoren und Referenten der Tagung
Organisatoren und Referenten der Tagung (v.l.n.r.): Wilhelm Bauhuber und Dr. Andreas Thiele, beide leitende Ärzte KfH-Nierenzentrum im RoMed Klinikum Rosenheim, Dr. Lothar Musselmann, Praxis für Nierenerkrankungen und Dialyse Bad Aibling, Priv.-Doz. Dr. Katharina Hohenfellner, Ärztliche Leiterin Kindernephrologie RoMed Klinikum Rosenheim, Prof. Dr. Lutz Renders, Leitender Oberarzt Abteilung für Nephrologie, Klinikum Rechts der Isar, Technische Universität München, Prof. Dr. Carsten Böger, Chefarzt der Abteilung für Nephrologie und Rheumatologie, Klinikum Traunstein und Prof. Dr. Frieder Keller, Lehrstuhl für Nephrologie Universitätsklinikum Ulm
Organisatoren und Referenten der Tagung

RoMed Klinikum Rosenheim

14. Nephrologietagung mit über 100 Teilnehmern - Veranstaltung von überregionaler Bedeutung

Über 100 Teilnehmer begrüßte Dr. Andreas Thiele, Ärztlicher Leiter des Nierenzentrums am RoMed Klinikum Rosenheim, zur 14. Oberbayerischen interdisziplinären Nephrologietagung im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim. Das zeigte auch heuer wieder, dass dieses jährlich angebotene Symposium mit namhaften Experten auf dem Gebiet der Nephrologie zu den ärztlichen Fortbildungsveranstaltungen in Rosenheim mit überregionaler Bedeutung gehört.

Zunächst referierte Prof. Dr. Helmut Geiger, Chefarzt der Medizinischen Klinik III am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, zum Thema „Sekundärprophylaxe bei Nierensteinen“. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass die jahrelang bisher empfohlene kalziumarme Diät keinen Nutzen bringt, sondern eher schadet. Deswegen sollte, wer Nierenkoliken durch kalziumhaltige Nierensteine hat, keine kalziumarme Diät einhalten, da Kalziummangel in der Nahrung paradoxerweise die Bildung von Nierensteinen fördert! „Auf kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel und Kalziumtabletten sollte man verzichten, sich ansonsten aber kalziumreich ernähren“, empfahl Prof. Geiger.

Im zweiten Vortrag ging Prof. Dr. Frieder Keller, Nephrologe und klinischer Pharmakologe am Universitätsklinikum Ulm, auf Fallstricke bei der Behandlung von Harnwegsinfektionen ein. Lassen sich Bakterien im Urin nachweisen ohne dass Symptome eines Harnwegsinfekts wie Fieber, Brennen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang bestehen, soll nicht mit Antibiotika behandelt werden. Dies fördert nur das Anzüchten von multiresistenten Bakterienstämmen. Besteht aber eine fieberhafte Nierenbeckenentzündung, muss sofort und hochdosiert antibiotisch behandelt werden. „,hit early and hit hard‘, jede Stunde zählt“, betonte Prof. Keller.

Weitere Referate befassten sich mit den Themen Elektrolytstörungen, Komplikationen nach Nierentransplantation, Diabetes sowie gerinnungshemmende Therapie bei eingeschränkter Nierenfunktion. Mit dem Titel „Fünf nephrologische Fettnäpfchen – und wie man nicht hineintritt!“ rundete Dr. Thiele die Vortragsreihe ab und ging auf die häufigsten Problemstellungen im Alltag bei der Behandlung von Nierenerkrankungen ein.


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