Tumormarkerdiagnostik, nuklearmedizinische Verfahren und Strahlentherapie

Fester Bestandteil des brusterhaltenden Therapiekonzeptes zur Behandlung des Mammakarzinoms ist auch die Nachbestrahlung der erhaltenden Mamma. Mittels modernster Bestrahlungstechniken des Linearbeschleunigers ist eine kosmetisch optimale, hautschonende Nachbestrahlung der Restmamma weitgehend gewährleistet, die gleichzeitig das Risiko intramammärer und lokoregionärer Rezidive minimiert.

Die nuklearmedizinische Diagnostik mittels der Skelettszintigraphie ist zum Ausschluss von Skelettmetastasen (zusammen mit der Röntgen-Thoraxuntersuchung und der Sonographie des Abdomens) und ggf. des CT-Abdomens eine wichtige Stagingmaßnahme der primären Brustkrebserkrankung. Ferner leistet die Nuklearmedizin auch die technisch aufwendige Sentinel-Lymphknotenmarkierung mittels Nanocoll, die es erlaubt, zusammen mit der Farbmarkierung mittels Lymphazurin den Wächterlymphknoten minimal invasiv sicher aufzufinden und operativ zu entfernen.

Im Labor des Nuklearmedizinischen Instituts wird die Tumormarkerdiagnostik durchgeführt. Diese hat insbesondere einen hohen Stellenwert zur Verlaufsbeobachtung des metastasierten Tumorleidens und ist wesentlicher Bestandteil des Therapiemonitorings.

Leistungsspektrum - Pathologie
Pathologie (griech. pathos: Krankheit, Erkrankung, Leiden) ist das Fach der Medizin, das sich mit den Ursachen, dem Verlauf und den Wirkungen von Krankheiten durch die Untersuchung von krankhaften, pathologischen Veränderungen am Gewebe (Histologie) und an Zellen (Zytologie) befasst.

Im Team des Brustzentrums Rosenheim hat die Pathologie die Aufgabe zunächst die Dignität, d. h. die Gutartigkeit oder Bösartigkeit einer Veränderung der Brust, eines Tastbefundes oder einer Veränderung in einem der bildgebenden Verfahren festzustellen. Hierzu werden in der Pathologie zumeist stanz- oder vakuumassistierte Gewebeproben untersucht. Die Gewebeproben werden in einer Fixierlösung (verdünntes, gepuffertes Formalin 4%, pH 7.0) haltbar gemacht, in Paraffinwachs eingebettet und an dünnen, gefärbten Schnitten (3µm, Hämatoxylin und Eosin) im Mikroskop untersucht.

Im Rahmen eines operativen Eingriffes für eine offene Biopsie, wenn eine Veränderung durch die genannten Verfahren nicht beurteilt werden konnte oder diese den genannten Verfahren nicht zugänglich ist, stellt der Pathologe die Gut- oder Bösartigkeit auch in einer Schnellschnittuntersuchung während der Operation fest. Dazu wird das entfernte Gewebe auf dem schnellsten Weg in de nahe gelegene Pathologie gebracht. Dort begutachtet der Arzt das Gewebe und repräsentative Entnahmen werden in einem so genannten Cryostat gefroren und wiederum dünn geschnitten und gefärbt. Der Pathologe bespricht die Ergebnisse seiner Untersuchungen direkt mit dem Operateur. Die Schnellschnittuntersuchung dauert weniger als 20 Minuten.

Bei bösartigen (malignen) Tumoren und bei Tumorvorstufen (Präneoplasien) der Brust hat der Pathologe im Tema des Brustzentrums die für die weitere Behandlung der Patientin wesentlichen Informationen zu erarbeiten. Die pathologische Beurteilung muss folgende Angaben enthalten.

  • Feststellung der Art der Veränderung und der Gut- oder Bösartigkeit (Entität, Dignität).
  • Das Maß der Bösartigkeit, graduiert nach einem einheitlichen Beurteilungssystem (Grading nach Elston und Ellis).
  • Angabe der Größe des Tumors bzw. seiner Vorstufen (T-Stadium).
  • Feststellung, ob die Veränderung durch den operativen Eingriff vollständig entfernt wurde (Resktionsstatus).
  • Feststellung, ob in Lymphknoten, in Wächterlymphknoten und in der Achsel bereits Absiedlungen des Tumors gefunden wurden (Nodalstatus).
  • Bestimmung des Hormonrezeptorstatus und des Expressionsstatus von Her-2/neu durch immunhistochemische Färbungen.

Der Bericht der pathologischen Beurteilung enthält dafür die jeweils aktuellen Tumorklassifikationen, derzeit die neue WHO-Klassifikation, 2003 und die pTNM-Klassifikation, (UICC, 6. Auflage, 2002). Die Bearbeitung des Materials erfolgt nach den S3-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Senologie und wird mit den Befunden der bildgebenden Diagnostik korreliert (Lokalisation von Sondenmarkierungen, Beschreibung von Mikrokalk, etc.). Die eingesetzten Färbemethoden werden nach standardisierten Methoden mit in jedem Präparat mitgeführten Positiv- und Negativkontrollen durchgeführt. Die Mitteilung der pathologischen Beurteilung erfolgt am Folgetag des operativen Eingriffes, aufgrund der notwendigen längeren Fixierzeiten werden die Ergebnisse der immunhistochemischen Sonderfärbungen 2 Tage später nach berichtet. Alle bösartigen Tumoren werden aus Gründen der internen Qualitätssicherung von 2 Fachärzten befundet und im wöchentlichen interdisziplinären Tumorboard besprochen. Eine regelmäßige Teilnahme an externen Qualitätssicherungszirkeln, die Kooperation mit Referenz- und Tumorzentren waren neben einer ausgewiesenen Expertise in der gynäkologischen Pathologie ein Kriterium für die Zulassung der Pathologie Rosenheim mit den Fachärzten PD Dr. med. Ingrid Becker, PD Dr. med. Heinrich Nienhaus und Dr. med. Thomas Richter für das Brustzentrum und das Bayerische Mamma-Screening-Programm (BMS).

Ambulante prästationäre Patientenvorstellung:
Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. med.
Andreas Schnelzer,
Oberärztin Christine Waldhör

Montag
09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag
08:00 - 10:00 Uhr und
15:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch
09:00 - 13:00 Uhr und
nach Vereinbarung

Tel  +49 (0) 8031 365-32 51
Fax +49 (0) 8031 365-49 32

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie


Chefarzt

Prof. Dr. med. Gunnar Tepe
Tel  +49 (0) 8031 365-35 51
Fax +49 (0) 8031 365-49 19
 

Medizinisches Versorgungszentrum für Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Internistische Onkologie

Tumormarker-Labor:

Chefarzt und Ärztlicher Leiter
Dr. med. Ertan Mergen

Tel  +49 (0) 8031 365-36 01
Fax +49 (0) 8031 365-49 13
 

Pathologie Rosenheim


Prof. Dr. med. Ingrid Becker
Dr. med. Thomas Richter
PD Dr. med. Matthias Krams
Tel  +49 (0) 8031 4089-20
Fax +49 (0) 8031 4089-210
Tel  +49 (0) 8031 365-32 93
Fax +49 (0) 8031 365-49 88

Brustklinik Haus 6-2-N

Tel  +49 (0) 8031 365-32 90
Fax +49 (0) 8031 365-49 88

Psychoonkologischer Konsiliardienst

Jana Weinhold
Dipl.-Psychologin
Klinische Neuropsychologin (GNP)
Psychoonkologin (psykom)

Sprechzeiten für Beratung:

Montag bis Donnerstag
12:00 - 14:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Tel  +49 (0) 8031 - 365 37 67
Fax +49 (0) 8031 - 365 49 44