Senkungsprobleme und weibliche Inkontinenz

Gemeinsam mit den niedergelassenen Gynäkologen und Urologen der Region und spezialisierten Physiotherapeutinnen existiert ein "Urogynäkologisches Versorgungsnetz Wasserburg". Die  Vordiagnostik erfolgt durch die niedergelassenen Kollegen Dr. Brandl, Dres. Klemm, Dr. Mayer, Dr. Miethaner, Frau Stopik, Dr. Heindl, Dr. Witt. Konservative Behandlungsmaßnahmen (Pessarversorgung, Beckenbodentraining u. ä.) werden von diesen Kolleginnen/en durchgeführt bzw. veranlasst. Bei entsprechender Indikation erfolgt die Überweisung zum Beckenbodentraining unter physiotherapeutischer Anleitung.

Zur apparativen Diagnostik steht an unserer Abteilung ein urodynamischer Messplatz (ELLIPSE, Fa. ANDROMEDA) zur Verfügung.

Sämtliche operativen Maßnahmen zur Behebung von Senkungszuständen und Inkontinenz werden an unserer Abteilung stationär durchgeführt. Je nach Indikation kommen dabei folgende OP-Techniken zum Einsatz:

Vom vaginalen Zugang:

  • Beckenbodenrekonstruktion mit vaginalen Netzen (Prolift)
  • vordere und hintere Scheidenraffung
  • pararektale Kolposacropexie 
  • Fixatio sacrospinalis 
  • vordere Levatorplastik 
  • hohe hintere Levatorplastik 
  • Kolpokleisis
  • TVT (Tensionfree Vaginal Tape) und TVT-O (Transobturatorielles Tape)



    Die Eingriffe werden je nach Erfordernis auch unter Verwendung von Polypropylennetzinterponaten durchgeführt.
    TVT (Tensionfree Vaginal Tape) und TVT-O (Transobturatorielles Tape) werden zur Therapie der Harninkontinenz entweder als isolierter Eingriff oder in Kombination mit anderen Maßnahmen eingesetzt.


    Vom abdominellen Zugang:
  • Netzgestützte Kolposacropexie mit Verstärkung der vorderen und hinteren Vaginalwand (auch per Bauchspiegelung möglich)
  • Rectopexie (bei zusätzlichem Rectumprolaps)
  • Vordere Kolposuspension (nach Burch unter Verwendung von Netzinterponaten)

Gelegentlich sind kombinierte abdomino-vaginale Eingriffe erforderlich. Durch die enge Kooperation zwischen den ambulant und stationär tätigen Kollegen des Versorgungsnetzes soll für jede Patientin das individuell richtige Behandlungs-verfahren gewählt werden.

Die Behandlungen erfolgen nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urogynäkologie.



Dr. med. Martin Heindl
Dr. med. Martin Heindl

Chefarzt Gynäkologie
u. Geburtshilfe

Weiterbildungs-
ermächtigung: 4 Jahre

Kontakt Gynäkologie

Dr. med. M. Heindl
Tel.: 08071 - 77 304 oder 77 305
Fax: 08071 - 77 479

Sprechzeiten:
Montag 9 - 12 Uhr, 15 - 17 Uhr
Mittwoch 9 - 12 Uhr
Donnerstag 15 - 17 Uhr

oder nach Vereinbarung, telefonische Anmeldung erforderlich