Wasserburg am Inn
Viele Loblieder zum 40. Geburtstag der BFS für Krankenpflege der Triamed Kreiskliniken
Eine Bestandsgarantie gab Landrat Josef Neiderhell der Berufsfachschule für Krankenpflege: Bei sämtlichen Gesprächen zu Fusion der Triamed-Kreiskliniken mit dem Klinikum Rosenheim sei die Zukunft der Wasserburger Schule nie in Frage gestellt worden. Im Gegenteil sei man sich einig gewesen, dass diese Schule eher ausgebaut werden soll. Und sein Mühldorfer Kollege Georg Huber versicherte, dass die Kreiskliniken Mühldorf und Haag wie seit 40 Jahren auch weiter ihre Auszubildenden nach Wasserburg schicken werden.Bei dem vielen Lob, das sie zu hören bekamen, konnten Schulleiterin Heidrun Engelhardt, ihre Lehrkräfte und Schüler ganz entspannt den runden Geburtstag der Berufsfachschule feiern. Hausaufgaben bekamen sie aber auch auf. Und zwar von Festrednerin Sonja Hohmann, der Landesvorsitzenden des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe. Diese mahnte an, dass die Pflegenden im Zuge der vielen Fusionen, die Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen in den nächsten Jahren eingehen würden, auch auf sich aufmerksam machen, ihre eigene Zukunft mit gestalten müssten.
Allerdings hätten die pflegenden Berufe in den vergangenen vier Jahrzehnten schon große Schritte nach vorne gemacht in Sachen Professionalisierung, hätten die pflegerischen Aufgaben und Kompetenzen ausgebaut - bis hin zur Übernahme heilkundlicher Tätigkeiten.
Gerade die Wasserburger Berufsfachschule sei da ihrer Zeit oft voraus gewesen, so der Pflegedienstdirektor der Triamed-Kliniken, Hans Albert. Sie habe sich beispielsweise schon Jahre bevor es auf dem allgemeinen Lehrplan gestanden habe mit Palliativmedizin beschäftigt.
Die Berufsfachschule als Knotenpunkt von Theorie und Praxis betonten sowohl Landrat Huber als Albert. Der enge Schulterschluss zwischen Gelehrtem und Angewandtem ermögliche eine professionelle und menschenwürdige Pflege, trage sehr zur Patientenzufriedenheit bei. Deswegen wünschte der ärztliche Leiter des Wasserburger Krankenhauses, Dr.Clemens Bitter, vor allem den Schülern etwas: Dass sie trotz Arbeitsverdichtung weiter die Zeit fänden für einen menschlichen Umgang mit den Patienten.
Dass nicht nur die Patienten in guten Händen seien, sondern die Berufsfachschule für Krankenpflege auch dafür sorge, dass die Kliniken der Landkreise Rosenheim und Mühldorf über gutes Personal verfügten, das betonten sowohl Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl als auch der Vorstand der Traimed-Kreiskliniken, Franz Huber. Damit das so bleibe, so Landrat Neiderhell, investiere man weiter in die Schule, denn «wir wissen, Pflege wird in Zukunft ein Mangelberuf sein.» Und das, obwohl er Lebensperspektiven biete, so Kölbl, laut Landrat Huber «nicht nur Beruf sondern ein Stück weit Berufung» sei. syl





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