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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern
Referenten und Organisatoren
Referenten und Organisatoren
Organisierten den Tag der Onkologischen Pflege: v.l.n.r. Veronika Haas, Daniela Tiefenthaler, Dr. Gerhard Puchtler, Simone Borchert und Reinhilde Spies
Referenten und Organisatoren

RoMed Klinikum Rosenheim

Entwicklungen schreiten rasant voran –
Tag der Onkologischen Pflege

Das Onkologische Zentrum am RoMed Klinikum Rosenheim, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert ist, veranstaltete jetzt bereits zum vierten Mal den Tag der Onkologischen Pflege. Der Leiter des Onkologischen Zentrums, Dr. Gerhard Puchtler, begrüßte etwa 60 Zuhörer, die zum Teil auch aus München und Traunstein zu dieser Fortbildung angereist waren.

In kaum einem Fach der Medizin ist die Entwicklung so rasant wie in der Onkologie. Das rege Interesse zeigt, dass auch Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –Pfleger mit onkologischem Schwerpunkt überaus motiviert sind, sich fortzubilden, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Die beiden onkologischen Fachpflegekräfte des RoMed Klinikum Rosenheim, Daniela Tiefenthaler, die federführend die Organisation der Veranstaltung innehatte, und Simone Borchert, hatten sich das Infektionsrisiko onkologischer Patienten zum Thema gewählt. Die Ausarbeitung war so umfassend, dass infolge der Fortbildung Teile der Ausführungen in die geltenden Hygienestandards eingearbeitet wurden.

Das immer wichtiger werdende Thema von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wurde vom Palliativmediziner Dr. Michael Schnitzenbaumer bearbeitet. Im Anschluss an seinen Vortrag entwickelte sich eine rege Diskussion mit vielen praxisrelevanten Fragen.

Der Vortrag des onkologischen Pneumologen Dr. Stefan Kaldune stellte die immer differenziertere medikamentöse Therapie des Bronchialkarzinoms, dem nach wie vor weltweit häufigsten bösartigen Tumor, in den Mittelpunkt. Hierbei lag der Schwerpunkt auf der Erklärung der individualisierten, personalisierten medikamentösen Tumortherapie, bei der aufgrund verschiedener genetischer Veränderungen der Tumorzellen, die speziell auf die entsprechenden Zelltypen passende Therapie verordnet wird.

Auch die Immuncheckpointtherapie, bei der das Immunsystem aktiviert wird, um Tumorzellen als körperfremd zu erkennen, die anschließend mit körpereigenen Waffen bekämpft werden können, wurde ausführlich besprochen.

Zum Abschluss berichtete Dr. Puchtler über den Umgang mit onkologischen Notfällen wie zum Beispiel dem Tumorlysesyndrom, bei dem der Körper bei raschem Zellzerfall durch medikamentöse Therapie mit Zellgiften überschwemmt wird. Zu weiteren klassischen onkologischen Notfallsituationen zählen das Hyperkalziämiesyndrom mit Bewusstlosigkeit und Nierenversagen oder Fieber und Sepsis bei therapiebedingtem Zusammenbruch der Immunabwehr.

In der Pause bestand die Möglichkeit zum Austausch untereinander oder mit den Referenten. Auch die onkologische Tagesklinik sowie eine kleine Industrieschau konnten besichtigt werden. Die Besucher äußerten den Wunsch, die Fortbildungsreihe auch im nächsten Jahr wieder aufzulegen.

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