v.l.n.r. Fachkrankenschwester für den Operationsdienst Nicole Maier, Chefarzt Dr. med. Markus Wöhr (Klinik für Urologie und Kinderurologie), Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Christoph Knothe (Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin), Assistenzarzt Daniel Bofinger
v.l.n.r. Fachkrankenschwester für den Operationsdienst Nicole Maier, Chefarzt Dr. med. Markus Wöhr (Klinik für Urologie und Kinderurologie), Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Christoph Knothe (Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin), Assistenzarzt Daniel Bofinger
v.l.n.r. Fachkrankenschwester für den Operationsdienst Nicole Maier, Chefarzt Dr. med. Markus Wöhr (Klinik für Urologie und Kinderurologie), Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Christoph Knothe (Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin), Assistenzarzt Daniel Bofinger
v.l.n.r. Fachkrankenschwester für den Operationsdienst Nicole Maier, Chefarzt Dr. med. Markus Wöhr (Klinik für Urologie und Kinderurologie), Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Christoph Knothe (Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin), Assistenzarzt Daniel Bofinger

Pressemitteilung 26.03.2007

Minimal-invasive OP-Techniken in der Urologie

Mit der Berufung von Herrn Dr. med. Markus Wöhr als neuen Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am RoMed Klinikum Rosenheim wurden jetzt erstmals Patienten erfolgreich mit der sogenannten „Schlüsselloch-Technik“ (Laparoskopie) operiert. War es bislang erforderlich, ein Organ über einen großen Bauchschnitt oder einen Flankenschnitt zu entfernen, so ist es mittlerweile möglich z. B. eine Niere über mehrere kleine Einstiche schonend und ohne große Wunden zu operieren. Mittlerweile wurde bei mehreren Patienten mit Nierentumor die Niere erfolgreich mit dieser Technik entfernt. Durch die rasante technische Entwicklung der letzten Jahre können Schnittoperationen, die mit entsprechenden Wundschmerzen und einer verzögerten Erholung einhergehen, immer häufiger durch minimal-invasive Verfahren ersetzt werden. Der Vorteil der neuen minimal-invasiven Techniken (Laparoskopie) liegt in einer deutlich geringeren Belastung für den Patienten, die eine schnellere Erholung ermöglicht. Insbesondere treten durch die kleinere Wunde deutlich weniger Wundschmerzen nach der Operation auf. Zudem besteht für den Operateur während des Eingriffs durch das vergrößerte Bild über eine Videokette eine bessere Übersicht. Ebenso ist das Risiko von Wundinfektionen und Narbenbrüchen deutlich geringer. Derzeit werden die Entfernung der Niere oder der Nebenniere wegen eines bösartigen Tumors, die Entfernung von Lymphknoten, in ausgewählten Fällen die Abtragung von Nierencysten aber auch plastisch rekonstruktive Operationen wie Nierenbeckenplastiken am Klinikum durchgeführt. Für die Zukunft ist die Ausweitung des Spektrums unter Einbeziehung der radikalen Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs vorgesehen.

Für den Eingriff ist ein spezielles Instrumentarium erforderlich. In den meisten Fällen erfolgt ein kleiner Schnitt in Höhe des Bauchnabels. Hier wird über ein dünnes Metall- oder Plastikrohr (Trokar) Kohlendioxyd in die Bauchhöhle eingebracht. In der so aufgeblähten Bauchhöhle ist es nun möglich eine Kamera einzubringen und über zwei oder drei weitere kleine Zugänge die Instrumente zur Durchführung der Operation einzusetzen. Zur Durchführung der Eingriffe ist eine spezielle Optik mit Videokette, die das Operationsbild auf einen Bildschirm überträgt, erforderlich.

Wesentlich erleichtert wird die Operation durch den Einsatz eines neuen Ultraschallmessers mit einer speziellen Ultraschalltechnologie, die die Kombination von Schnitt und Blutstillung in einer einzigen Aktion ermöglicht. Auch größere Gefäße können mit dieser Technik zeitsparend und sicher verschlossen werden.

Mittlerweile gehört die Laparoskopie zur klinischen Routine einer modernen Klinik und wird auch in anderen Fachbereichen (Chirurgie, Frauenheilkunde) eingesetzt. Allerdings eignen sich nicht alle Patienten für das neue Therapieverfahren. Mittlerweile können jedoch viele Patienten von der neuen schonenden Technik durch eine raschere Erholung, geringere Wundschmerzen und einen verkürzten stationärer Aufenthalt profitieren.