Das Kommunalunternehmen "Kreiskliniken des Landkreises Rosenheim" stellt sich vor

Die Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim, die seit 2004 in einem eigenen Kommunalunternehmen zusammengefasst sind, wollen sich mit einer Wachstumsstrategie auf dem hart umkämpften Gesundheitsmarkt behaupten.

Dabei sollen die drei Häuser in Prien, Bad Aibling und Wasserburg sowohl medizinisch als auch organisatorisch verstärkt zusammenarbeiten und ihre Leistungsangebote stärken und erweitern.

Die Kreisklinik Prien
Die Kreisklinik in Prien direkt am Chiemseeufer verfügt über 165 Planbetten, wobei die Unterbringung vorzugsweise in Zweibettzimmern erfolgt. Insgesamt versorgen 213 voll angestellte Mitarbeiter rund 12.800 Patienten im Jahr in zwei Hauptabteilungen, der Chirurgie und der Inneren Medizin sowie 3 Belegabteilungen mit Gynäkologie/Geburtshilfe, HNO-Abteilung und Urologie. Es stehen insgesamt 3 Operations-Säle zur Verfügung.

In der chirurgischen Abteilung können sowohl unfallchirurgische, allgemein- und viszeralchirurgische als auch gefäßchirurgische Eingriffe durchgeführt werden. Ebenso werden die Behandlung von Krebserkrankungen, insbesondere Dickdarmkrebs und ambulante Operationen angeboten. Wann immer es möglich ist wendet Prof. Dr. Stadler, Chefarzt der Chirurgie die patientenschonenden minimalinvasiven Verfahren an. An dem eigens hierfür eingerichteten Endoskopiezentrum arbeiten Chirurgen, Orthopäden, Internisten, Gynäkologen und Urologen eng zusammen, was eine interdisziplinäre Versorgung der Patienten garantiert.

Seit 3. Januar 2005 hat die Kreisklinik Prien in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Experten im Bereich der Venenchirurgie, also der Behandlung von Krampfadern (Phlebologie) sein Angebot ausgebaut. Dr. Ulrich Sieber und Dr. Stephan Grenzner, zwei Kapazitäten im Bereich Venenchirurgie/Krampfadernbehandlungen, kooperieren mit der Klinik am Chiemseeufer. Die beiden Mediziner bieten als erste in der Region das so genannte vnus-closure-Prinzip zum Verschluss der großen Stammvenen an (Radiofrequenztherapie). Dieses Verfahren gilt als besonders schonend und erfordert hohe Präzision, da gleichzeitig mit Ultraschall gearbeitet wird. Studien bestätigen dieser aus den USA stammenden Methode gleich gute oder bessere Ergebnisse wie konventionelle Operationsverfahren.

Auf der Inneren Abteilung, die von Chefarzt Prof. Dr. von Ritter geleitet wird, werden Erkrankungen aus den Bereichen Gastroenterologie / Hepatologie (Magen-Darm-Leber), und durchgeführt. Einen Schwerpunkt bilden die endoskopische und medikamentöse Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Bereiches mit einem hohen Anteil an Tumorleiden, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie Gallenleiden. Neben der endoskopischen Diagnostik und Therapie bildet die Kontrastmittel-Sonographie zur Diagnostik von Lebererkrankungen einen Schwerpunkt in der Gastroenterologie. Darüber hinaus stehen im Mittelpunkt der Behandlungen endokrinologische Erkrankungen, wie Schilddrüsenleiden und Diabetes mellitus. Die Schilddrüsendiagnostik und -therapie hat im Jahr 2002 einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt, weil Herr Prof. von Ritter zusammen mit Prof. Stadler und Oberarzt Dr. Dirr mittels Gendiagnostik einem seltenen Gendefekt bei einer weit verzweigten Familie aus dem Landkreis auf die Spur gekommen ist und so zahlreiche Familienmitglieder mit einem medullären Schilddrüsenkarzinom retten konnte. Im Bereich der Behandlung der Diabetes hat sich die Innere Abteilung in Prien auf die Behandlung des diabetischen Ulcus mittels der „retrograd venösen Perfusion“ spezialisiert.

In der interdisziplinären Intensivstation stehen acht Betten zur Betreuung der Patienten mit sämtlichen modernen intensiv-medizinischen Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Die Kreisklinik Wasserburg
Wasserburg a. Inn liegt ca. 55 km östlich der Landeshauptstadt München und bietet mit seiner landschaftlichen Lage eine Besonderheit: die historische Altstadt wird bis auf eine schmale Landzunge auf allen Seiten vom Inn umflossen, so daß sie sich dem Betrachter vom Steilufer der so genannten Innleiten aus als Halbinsel präsentiert.

Die Kreisklinik Wasserburg, ein modernes und lichtdurchflutetes Haus verfügt über 177 Planbetten, wobei die Unterbringung vorzugsweise in Zweibettzimmern erfolgt.

Insgesamt versorgen rund 220 voll angestellte Mitarbeiter rund 14.500 stationäre und ambulante Patienten im Jahr in drei Hauptabteilungen, der Gynäkologie/Geburtshilfe, der Chirurgie und der Inneren Medizin sowie 1 Belegabteilung im Bereich HNO. Es stehen insgesamt 3 Operations-Säle zur Verfügung.

In der Abteilung Gynäkologie werden schwerpunktmäßig vaginale und abdominale Operationen, die Behandlung von Beckenbodensenkungen und weiblicher Harninkontinenz, minimalinvasive Eingriffe im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) und operative Eingriffe bei bösartigen Erkrankungen der Brust, der Eierstöcke und der Gebärmutter durchgeführt. Im Rahmen der Geburtshilfe werden vor, während und nach der Geburt zahlreiche Angebote vorgehalten, wie Geburtsvorbereitungskurse, vorgeburtliche Ultraschalldiagnostik, Fruchtwasserpunktion zur Chromosomendiagnostik (Amniocentese), sanfter Kaiserschnitt, ambulante Geburt, kinderärztliche und neonatologische Rufbereitschaft, Betreuung von Frühchen ab der vollendeten 33. Schwangerschaftswoche, Ultraschalluntersuchungen des Neugeborenen. Insbesondere hervorzuheben ist die in Wasserburg mögliche Wassergeburt. Etwa jede vierte Frau wählt mittlerweile diese Form der Entbindung, die als schmerzloser und gesünder für die Mütter zu bezeichnen ist, was an der entspannenden Wirkung des temperierten Wassers liegt.

In der chirurgischen Abteilung können sowohl unfallchirurgische, allgemein- und viszeralchirurgische, gefäßchirurgische, minimalinvasive und ambulante Eingriffe durchgeführt werden. Ebenso wird die Behandlung von Krebserkrankungen, Lungenerkrankungen und Kinderchirurgie angeboten. Unter dem Motto Neuorganisation der Kreiskliniken durch eine noch engere Zusammenarbeit zur wohnortnahen Versorgung der Patienten hat Herr Prof. Stadler mit seinem Amtsantritt am 01.03.2005 als neuem Chefarzt der Chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Wasserburg ein äußeres Zeichen gesetzt. Damit wurde ein gleitender Chefarztwechsel vollzogen – Prof. Stadler ersetzt den ausgeschiedenen Chefarzt Prof. Dr. Roder, so daß die chirurgische Betreuung der Patienten im Raum Wasserburg nahtlos gewährleistet wird.

Der neue Versorgungsansatz der Kreiskliniken sieht vor, daß jeder Patient in dem für ihn nächstgelegenen Krankenhaus bei stets gleich bleibend hoher Qualität behandelt werden kann. Dafür werden in Zukunft die Spezialisten aus den Kreiskliniken Ihre Angebote an allen drei oder zwei Standorten vorhalten. So ist Prof. Dr. Stadler nicht nur der neue Chefarzt der Chirurgie in Wasserburg sondern auch in Prien, wo er seit 1997 als Chefarzt tätig. Prof. Dr. Stadler verfügt über die Schwerpunktsbezeichnungen Visceralchirurgie und Unfallchirurgie. Dadurch ist es möglich, das Leistungsspektrum der Chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Wasserburg um die Unfallchirurgie zu erweitern.

In der Inneren Abteilung werden alle internistischen Erkrankungen, sowie schwerpunktmäßig aus den Bereichen Gastroenterologie / Hepatologie (Magen-Darm-Leber), Kardiologie (Erkrankungen des Herzens) und Pulmologie (Atemwegserkrankungen, Allergien) unter Leitung von Privatdozent Dr. Heiko C. Rath behandelt. Auf dem Gebiet der Endoskopie sowohl im Magen-Darm-Bereich, als auch im Bronchialbereich werden alle nach dem Stand der Medizin möglichen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten angeboten. Wenn endoskopische Eingriffe nicht möglich und stattdessen herkömmliche Operationsverfahren notwendig sind, sind durch die Einrichtung einer interdisziplinären Bauchstation für die Patienten Vorteile geschaffen worden, indem sie nicht mehr von den Spezialisten einzelner Abteilungen getrennt versorgt werden.

Die Kreisklinik Bad Aibling
Die Kreisklinik Bad Aibling verfügt über 170 Betten, das Haus ist umgeben von einer kleinen Parkanlage die zum Verweilen einlädt. Bad Aibling liegt im Mangfalltal, an der Mündung der Glonn in die Mangfall, inmitten einer alten Kulturlandschaft mit Bergen und Seen. Urkundlich erscheint Bad Aibling erstmals am 13. Januar 804, die „1200-Jahrfeier“ fand im Jahre 2004 statt. Aufgrund der Einführung von Sole und vor allem Moorschlammbädern wurde der Markt Aibling 1895 in Bad Aibling umbenannt. Am 01. April 1933 wurde der Markt Bad Aibling schließlich als Stadt anerkannt.

Insgesamt versorgen rund 166 Vollkräfte rund 6000 stationäre und 6500 ambulante Patienten im Jahr in zwei Hauptabteilungen, der Chirurgie und der Inneren Medizin sowie 2 Belegabteilungen mit HNO-Abteilung und Geburtshilfe/Gynäkologie. Es stehen insgesamt 3 Operations-Säle zur Verfügung.

Die Abteilung Chirurgie unter Leitung des Chefarztes Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. habil Brandmair verfügt über 68 Betten und steht für Notfälle einschließlich Arbeitsunfällen 24 Stunden zur Verfügung. Angeboten wird eine BG-Sprechstunde Mo - Fr 14.00 - 16.00 Uhr und eine Kniegelenk-Schultersprechstunde Do 14.00 - 16.00 Uhr.

Schwerpunkte der chirurgischen Abteilung sind die Unfallchirurgie, Bauch(=Visceral)chirurgie und die Allgemeinchirurgie.

In der Unfallchirurgie wird ein großes Spektrum verschiedenster Operationen zur Wiederherstellungen nach Verletzungen des Stützapparates (insbesondere Knochenbrüche) und Weichteilgewebes (z.B. Sehnen, Bänder, Gelenkknorpel etc.) vorgehalten. Ziel aller Bemühungen ist es bei möglichst geringem Operationstrauma (insbesondere durch minimal invasive Techniken) eine möglichst rasche und vollständige Heilung zu erreichen.
Bei Verletzungen von Gelenken und gelenknahen Körperabschnitten haben modernste Untersuchungsmöglichkeiten wie Ultraschall, Computertomographie und Kernspintomographie zu einer wesentlich verbesserten praeoperativen Einschätzung geführt, was naturgemäß nochmals zu einer deutlichen Steigerung der erreichbaren Ergebnisse führte. Hier sind insbesondere zu erwähnen die arthroskopische Kniegelenkschirurgie, die Entfernung von freien Gelenkkörpern, die Entfernung oder Naht eingerissener Meniskusanteile, der Ersatz des vorderen und hinteren Kreuzbandes, funktionsverbessernde Eingriffe bei Arthrosen sowie stabilisierende Eingriffe bei Kniescheibenverrenkungen. Am Schultergelenk besonders hervorzuheben sind stabilisierende Eingriffe nach Schultergelenkluxation, Naht der so genannten Rotatorenmanschette sowie die Entlastungsoperation bei schmerzhafter Beweglichkeitseinschränkung (so genanntes Impigement-Syndrom).