Gynäkologie und Geburtshilfe an der Kreisklinik Prien im Wandel

Das sogenannte Belegarztsystem gibt es an der Kreisklinik Prien schon lange, das sind niedergelassene Fachärzte, die Ihre Patienten und Patientinnen an der Kreisklinik  individuell und patientenorientiert behandeln, aber nicht in der Klinik angestellt sind. Ab Januar 2006 wird das Team ergänzt und verstärkt durch Frau Dr. Cenan Cevatli, die zukünftig regelmäßige Informationsabende zur Geburt abhalten wird und Herrn Dr. Wolfgang Lehnert.

Ab Januar 2006 arbeiten auch die Hebammen der Kreisklinik auf selbständiger Basis nach dem Beleghebammensystem. Die rundum Betreuung bleibt natürlich weiterhin erhalten und auch das Kursprogramm zur Ernährung, Stillvorbereitung, Stillberatung, Geburtsvorbereitung, Rückbildung und alternativen Säuglingspflege. Die Babymassage  und eine Hebammensprechstunde sind in Planung.

Die Einführung des Beleghebammensystems ist nur eine der Neuerungen, die einen Wandel in der Gynäkologie und Geburtshilfe an der Kreisklinik einleiten.

Es existiert bereits ein separates  Wehenzimmer neben dem Kreissaal, in das sich die werdenden Mütter zurückziehen können. Verschiedene Sitzgelegenheiten ermöglichen es den Frauen, die für sie beste und bequemste Position einzunehmen.  Desweiteren ist geplant  ein Stillzimmer, das das ungestörte Anlegen des Kindes ermöglicht sowie ein Familienzimmer einzurichten. Aktuelle Fotos unserer Neugeborenen werden regelmäßig in unserem Internetportal in einer Babygalerie veröffentlicht unter www.triamed.net.

Zusätzlich zur organisatorischen Optimierung der Säuglingsver­sor­gung wird ab Frühjahr 2006 in der Kreisklinik  auch die Wassergeburt möglich sein in einer neuen Wasserwanne.

Wassergeburt - schmerzfreier und gesünder für die Mutter

Durch die entspannende Wirkung des temperierten Wassers wird der Geburtsschmerz gelindert und gravierende Geburtsverletzungen treten deutlich seltener auf. Dammschnitte werden nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt. Das Ausstoßen der Nachgeburt erfolgt meist noch im Wasser und ist nicht mit einem erhöhten Blutverlust verbunden.

Sicher für Mutter und Kind

Die Überwachung der kindlichen Herztätigkeit erfolgt über funkgesteu­erte Monitoren, somit ist für Mutter und Kind die gleiche Sicherheit wie bei der „Landgeburt“ gewährleistet. Natürliche kindliche Reflexe ver­hindern die Einatmung von Wasser, auch wenn sich das Kind nach der Geburt noch einige Sekunden unter Wasser befindet. Infektionen oder andere Krankheiten oder Anpassungsstörungen des Neugeborenen sind bei der Wassergeburt erwiesenermaßen nicht häufiger als bei der Landgeburt.

Traditionelle Entbindung auf der Gebärinsel

Natürlich können die Mütter Ihren Nachwuchs auch weiterhin „an Land“ in unserem schön gestalteten Entbindungsraum zur Welt bringen. Wir bieten auch alternative Geburtspositionen, im Hocker, Vierfüßlerstand oder stehend am Seil.