Venenchirurgie neu im Leistungskatalog

Prien (re) - Ab 3. Januar 2005 baut das Kreiskrankenhaus Prien in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Experten im Bereich der Venenchirurgie, also der Behandlung von Krampfadern (Phlebologie) sein Angebot aus. Dr. Ulrich Sieber und Dr.Stephan Grenzner, zwei Kapazitäten im Bereich Venenchirurgie/Krampfadernbehandlungen, werden mit der Klinik am Chiemseeufer kooperieren.

Erkrankungen der Venen gehören nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt und zählen somit zu den Volksleiden schlechthin. Die Tendenz ist zunehmend. Allein in Deutschland leiden zirka 32 Millionen Menschen unter Venenbeschwerden. Damit sind mehr als ein Drittel aller Deutschen venenkrank.

Dr. Sieber, ein aus Oberammergau stammender Allgemeinmediziner, der seit 2001 eine Gemeinschaftspraxis für Phlebologie und Lymphologie in Pocking betreibt, ist seit vielen Jahren ausgewiesener Experte auf den Gebieten Venen- und Lympherkrankungen. Er ist spezialisiert auf deren konservative und chirurgische Behandlung sowie auf Radiowellenbehandlung, die im Rahmen eines ambulanten Eingriffs nach Angaben der Klinkleitung zu wesentlich verkürzten Genesungszeiten bei vergleichbaren kosmetischen Ergebnissen führt. In der Phlebologie besitzt Dr. Sieber die so genannte volle Weiterbildungsermächtigung, er kann also andere Ärzte in dieser Fachrichtung ausbilden.
Sein aus München stammender Kollege Dr. Grenzner, Facharzt für Chirurgie, hat in diesem Jahr seine Weiterbildung in Phlebologie am Gefäß- und Hautzentrum Blaustein (Venenklinik Dr. Berg, Ulm) abgeschlossen. Darüber hinaus verfügt er über die Zusatzbezeichnung Proktologie, die die Behandlung eines weiteren Teilbereichs von Darmerkrankungen beinhaltet. Er kennt die chirurgische Abteilung des Kreiskrankenhauses Prien bereits aus seiner Oberarzttätigkeit in den Jahren 2001 und 2002.
Ambulante OPs als Schwerpunkt Die beiden Fachärzte werden einen entsprechenden Schwerpunkt in Prien aufbauen inklusive einer Fokussierung auf ambulante Operationen und kurzstationäre Leistungen. Beide Ärzte stehen ab 3. Januar nach Terminvereinbarung zur Verfügung. Mittelfristig wolle sich das Duo hauptberuflich auf seine Tätigkeit im Krankenhaus Prien konzentrieren, heißt es in einer Presseerklärung. Diese Leistungserweiterung soll sich auf Dauer zum Pluspunkt für das Kreiskrankenhaus Prien erweisen.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 08051-600677. Dort sind auch Terminabsprachen möglich.