Behandlungsformen

Grundsätzlich gibt es zwei therapeutische Strategien:
 
- die Einzeit-Bestrahlung/Radiochirurgie
 
Die Radiochirurgie ist eine stereotaktische Bestrahlungsmethode, die in bestimmten Fällen eine offene Operation ersetzen kann. Hierbei wird einmalig eine hohe Strahlendosis verabreicht, die das veränderte Gewebe mittelfristig absterben lässt.
 
Bei der radiochirurgischen Behandlung wird sehr stark fokussierte Photonenstrahlung eingesetzt. Die Strahlen können mit einer Zielgenauigkeit von deutlich unter einem Millimeter so gebündelt werden, dass nahezu ausschließlich der Krankheitsherd mit der gewünschten Dosis getroffen wird und keine relevanten Nebenwirkungen an den umgebenden gesunden Gewebestrukturen auftreten. Dieser unblutige, punktgenaue Eingriff kann, abhängig von der individuellen Situation, ambulant oder stationär durchgeführt werden.
 
Dieses Vorgehen wird insbesondere bei Metastasen, arteriovenösen Malformationen (AVM) und verschiedenen gutartigen Tumoren angewandt.
 
- die fraktionierte stereotaktische Präzisionsbestrahlung
 
Die stereotaktisch fraktionierte Bestrahlung erfolgt mit der gleichen Präzision wie die Einzeitbestrahlung, jedoch nicht in einer einzigen Sitzung. Die Gesamtdosis der Bestrahlung wird auf mehrere Termine verteilt. Zwischen den einzelnen Behandlungssitzungen kann der Patient im Allgemeinen nach Hause gehen. Bei dieser Methode wird eine speziell angepasste Maske getragen, die bei jeder Sitzung wieder verwendet werden kann.
 
Diese Behandlungsform ist vor allem dann angezeigt, wenn der Tumor besonders nah an kritischen Strukturen liegt (z.B. in der Nähe von Sehnerven, der Sehbahnkreuzung oder dem Hirnstamm) oder wenn er so groß ist, dass eine Einzeitbestrahlung nicht in Frage kommt.

Dr. med.
Ertan Mergen

Chefarzt und Ärztlicher Leiter

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Strahlentherapie und Nuklearmedizin
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