Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldüse (Pankreas) ist ein Organ im Oberbauch, welches sehr engen Kontakt zu Nachbarorganen wie Magen, Zwölffingerdarm, Gallenwegen und der Leber hat. Sie produzierte wichtige Enzyme für die Verdauung und ist mit der Bildung von Insulin direkt an der Regulation des Zuckerstoffwechsels beteiligt.

Erkrankungen der Bauchspeicheldüse, vor allem Tumore, fallen leider häufig erst spät auf, wenn bereits andere Organe mitbetroffen sind oder bereits eine Streuung bösartiger Zellen stattgefunden hat.

Jährlich werden in Deutschland bei mehr als 15.000 Menschen bösartige Pankreastumoren diagnostiziert, hiervon betroffen sind meist Menschen zwischen dem 60. - 80. Lebensjahr.

Entscheidend für die Prognose ist bei den aggressiv wachsenden und häufig Tochtergeschwüre bildenden Tumoren, eine frühzeitige Diagnosestellung und Behandlung. Daher sollten Symptome wie, Schmerzen, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Gelbfärbung der Haut und der Augen, Übelkeit und Erbrechen immer ernstgenommen und zeitnah abgeklärt werden.

Sollte sich der Verdacht auf eine bösartige Geschwulst der Bauchspeicheldrüse erhärten, wird in Zusammenschau der Befunde mit den Ärzten verschiedener Fachabteilungen ein individuelles Behandlungskonzept für jeden Patienten erstellt.

Auch beim Bauchspeicheldrüsenkrebs werden jetzt abhängig vom Tumorstadium Konzepte angeboten, bei denen Chemotherapie oder Radiochemotherapie und eine Operation kombiniert werden, da immer effektivere Chemotherapieschemata gerade beim Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Verfügung stehen. 

Neben den bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse gewinnen zystische Tumoren und unter Ihnen besonders die Krebsvorstufen der muzinösen intraduktalen Neoplasie (IPMN) zunehmend an Bedeutung. Durch differenzierte Untersuchungen mit Kernspin (MRT) und Ultraschall von innen mit Punktion (EUS) können diejenigen Patienten herausgefunden werden, die operiert werden sollten. Beim IPMN ist durch eine Operation falls noch kein Krebs entstanden ist eine Heilung möglich.

Auch bei chronischen Entzündungen der Bauchspeicheldrüse kann eine Operation sinnvoll sein und die Beschwerden reduzieren oder lindern. 

Die Operationsverfahren richten sich nach der Art und der Lokalisation des Befundes. Im Falle einer Operation werden Sie ausführlich über die zur Verfügung stehenden Operationsverfahren informiert. In der Tumorchirurgie müssen radikale Verfahren, so dass er Tumor möglichst komplett entfernt wird angewendet werden, sodass bei der Lage der Bauchspeicheldrüse auch häufig Venen mitentfernt und ersetzt werden müssen. Das ist technisch kein Problem und verschlechtert das Überleben nicht. Bauchspeicheldrüsenoperationen sind meist große, allerdings völlig standardisierte Operationen, die in der Regel bei der Entfernung des Kopfes 4 - 5 Stunden, bei Entfernung des Schwanzes ca. 2 - 3 Stunden dauern. Bei diesen Operation können natürlich auch Komplikationen auftreten, die allerdings in Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Radiologie und Gastroenterologie in der Regel gut behandelt werden können. 

Gerade in der operativen Therapie von Pankreaserkrankungen ist eine große Expertise und Erfahrung der Operateure und interdisziplinäres Management von Komplikationen von entscheidender Wichtigkeit. 

In unserer Klinik behandeln wir jährlich über 60 neu diagnostizierte Fälle an Pankreaskarzinomen und führen 40 - 50 Bauchspeicheldrüsenoperationen durch.

Frau Prof Dr. Ott hat einen Teil ihrer Ausbildung (2007 - 2014) an der Universitätsklinik Heidelberg durchlaufen, wo maximale Expertise für die chirurgische Behandlung von Pankreaserkrankungen besteht, von der jetzt die Patienten hier profitieren können. 

Kontakt zum Beratungsgespräch über das chirurgische Sekretariat:
Tel +49 (0) 80 31 - 365 32 01

Prof. Dr. med.
Katja Ott

Departmentleiterin
Oberbauchchirurgie 

 



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