Behandlungsschwerpunkte
Das Ziel der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie besteht darin, die Menschen mit Läsionen im Bereich des Bewegungs- und Stützapparates, verursacht durch degenerative Veränderungen, Krankheit oder Verletzungen, professionell so zu behandeln, daß sie wieder mobil werden und ihre Tätigkeit in Beruf, Freizeit und Sport wieder ausüben können. Ein Schwerpunkt der Klinik liegt deshalb im endoprothetischen Gelenkersatz (Hüfte, Knie und Schulter), wobei die Endoprothesen überwiegend zementfrei implantiert werden. Der zweite Schwerpunkt ist die Betreuung von verletzten Sportlern, die möglichst schnell auf dem gleichen Aktivitätslevel wieder in ihrer Sportart tätig sein wollen. Bei den dazu notwendigen Operationen werden überwiegend minimal-invasive Techniken angewandt. Die Nachbehandlung von Patienten der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie, wie auch andere Kliniken des Hauses, erfolgt in der neugestalteten Abteilung für Physikalische Therapie mit allen Möglichkeiten der Sportrehabilitation, der Krankengymnastik, Gangschulung, Hydrotherapie, Massagen, Fangopackungen, Elektrotherapie und Krankengymnastik im Bewegungsbad.Es besteht die Möglichkeit der prä- und poststationären Behandlung von Patienten und eine Privatambulanz des Chefarztes.
Navigation in der Kniegelenksendoprothetik
Seit Oktober 2004 ist an der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie bei der Implantation von Kniegelenkstotalendoprothesen ein computergestütztes Navigationssystem mit einem optischen, 3-dimensionalen Kamerasystem im Einsatz.
Mit Hilfe von Referenzierungskörpern, die vom Navigationssystem über Infrarotlicht im Raum erkannt werden, ermittelt der Operateur ohne Röntgenstrahlung das Zentrum von Hüft-, Knie- und Sprunggelenk.
Die Gelenkflächen der Oberschenkelrolle und des Schienbeinkopfes werden ebenfalls über das optische System erkannt und gespeichert. Die Spannung der Seitenbänder wird in Streckung und in Beugestellung des Kniegelenks ermittelt.
Dies dient der noch präziseren Implantation des Kunstgelenkes in korrekter Position, der Wiederherstellung einer geraden Beinachse und der Sicherung einer gleichmäßigen Bandspannung während des Bewegungsablaufs im Kniegelenk.
Vor Beginn der endgültigen Prothesenimplantation kann der Operateur nochmals alle wichtigen Daten zu den Achsenverhältnissen und der Bandspannung überprüfen.
Das computergestützte Navigationssystem erhöht die Präzision der Kniegelenksendoprothetik und dient einer langfristigen Haltbarkeit des Kunstgelenks sowie einer guten Funktion ohne Schmerzen.





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