Dopplersonographie
Die neurologische Ultraschalldiagnostik arbeitet im Wesentlichen mit dem Dopplerprinzip. Dieses geht auf eine Entdeckung des Physikers Christian Doppler im 18. Jahrhundert zurück. Es beruht auf der Reflexion von Ultraschallwellen an roten Blutkörperchen und macht damit den Blutfluß in den Arterien, die das Gehirn versorgen, sichtbar. Mit modernen Ultraschallgeräten lassen sich sowohl die Schlagadern außerhalb als auch innerhalb des Schädels direkt untersuchen. Das fließende Blut kann und dessen Fließgeschwindigkeit kann dabei durch eine Farbdarstellung erkannt und genau gemessen werden. So lassen sich sowohl Gefäßverkalkungen durch Arteriosklerose als auch Gefäßeinengungen durch andere Ursachen sicher erkennen. Beim frischen Schlaganfall kann somit sofort erkannt werden, ob er durch eine Gefäßengstelle verursacht wurde. So kann frühzeitig eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Da die Ultraschalluntersuchung völlig schmerzlos und ungefährlich ist, kann sie auch gut zu Kontrollen z. B. nach operativer Erweiterung einer Halsschlagader eingesetzt werden. Bei der Behandlung von arteriosklerotischen Einengungen der Halsschlagadern wird eng mit der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie unseres Hauses zusammengearbeitet.