Endoprothetikzentrum

Operation

Am Hüftgelenk kommen seit 1981 zementfreie Implantate zur Anwendung, die im Laufe der Jahre immer weiter verbessert wurden. Der Vorteil der zementfreien Implantate liegt darin, dass sie nach der Implantation sofort belastbar sind. Es kann keine Alterung des Knochenzements, wie bei zementierten Endoprothesen, auftreten. Da es sich bei den Prothesen um modulare Systeme handelt, kann die Anatomie wieder korrekt hergestellt werden. Dazu hilft die Planung mit einer Computersoftware. In den letzten Jahren werden zunehmend Kurzschaftprothesen am Hüftgelenk verwendet. Diese haben den Vorteil, dass weniger Knochen entfernt werden muss. Sollten sich später Probleme einstellen, die eine Wechseloperation notwendig machen, ist diese bei Kurzschaftprothesen leichter durchzuführen. Die Kurzschaftprothesen lassen sich in der Regel minimalinvasiv implantieren.

Auch die Schlittenprothesen am Kniegelenk, die den inneren oder äußeren Gelenkteil isoliert ersetzen, werden minimalinvasiv implantiert. Dabei braucht keinerlei Muskulatur abgelöst zu werden. Sämtliche Kniegelenksbänder (Innen- und Außenband sowie die beiden Kreuzbänder) bleiben erhalten. Dadurch wird das Gangbild der Patienten nicht verändert. In der Regel ist nach 2 bis 3 Wochen die volle Kniegelenksbeweglichkeit mit voller Belastbarkeit wieder erreicht.

Bei der Implantation von bikondylären Prothesen (Doppelschlitten) wird besonderes Augenmerk auf die Balancierung der Weichteile gelegt, weil hier präoperativ Achsabweichungen im Sinne von O- oder X-Beinen bestehen.  Diese Fehlstellungen werden ausgeglichen, um die Prothesen dann in der korrekten Achse einsetzen zu können. Das von uns verwendete Kniesystem einer Schweizer Firma weist eine Überlebensrate nach 10 Jahren von 97 Prozent auf.

In der Schulterendoprothetik steht ebenfalls ein modulares System zur Verfügung. In den allermeisten Fällen kommen schaftfreie Prothesen zur Anwendung. Sollte es bei der Versorgung von Oberarmkopfmehrfrakturen, die ohne Prothese nicht mehr rekonstruierbar sind, zu Problemen kommen, kann ohne Wechsel des Prothesenschaftes auf eine sogenannte inverse Prothese umgestiegen werden.  

Nach endoprothetischem Gelenkersatz erfolgt während der stationären Behandlung eine intensive krankengymnastische Therapie mit Gehschulung und Anwendung von Lymphdrainagen.

Entlassung und Reha

Sie werden ca. 10-14 Tage in unserer Klinik bleiben. Ihre Anschlussheilbehandlung wird über die orthopädische Station und unsere Ambulanz organisiert. Eine geriatrische Reha wird über die hauseigene Sozialberatung geregelt.

Departmentleiter
Endoprothetik:

Andreas Unsin
Facharzt für Orthopädie und Chirurgie

Sprechstunde Endoprothetik:
Terminvereinbarung Sekretariat:
Fr. Hahn, Fr. Forstner, Fr. Lau 
Tel  +49 (0) 8031 - 365 3401, 3402
Fax +49 (0) 8031 - 365 4928 

Do. 14.00 - 17.00 Uhr 

Oberarzt:
Dr. med.
Jens Apel

Koordinator EndoProthetik-Zentrum
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und manuelle Therapie

Tel  +49 (0) 8031 - 365 3401
Fax +49 (0) 8031 - 365 4928

Mi. 13 - 16 Uhr

Kooperationspartner

Zentrum für Physiotherapie

Teamleitung
Michael Foros