Die Geschichte der RoMed Klinik Prien

Vom Maximiliansspital zur RoMed Klinik Prien am Chiemsee

Vor der Entstehung eines eigentlichen Krankenhauses gab es in Prien bereits ein Armenhaus, das auch als Spital genutzt wurde. Bomhard berichtet darüber 1958 im Priener Heimatbuch: "Georg Christlthaler, Tagwerker erbaute um 1794 ein Häuschen nächst dem Hochgericht (= Galgen). Nach dem Tod des Erbauers wurde es von der Gemeinde Prien als Armenhaus und Spital benutzt."

1856 Beginn des Baues des Distriktkrankenhauses in zweistöckiger Form, im  Erdgeschoß befand sich die Wohnung des Krankenwärters, Zimmer für unheilbar Kranke, Tobsüchtige und Arrestanten, Wohnung für Arme, Zimmer für ansteckend Kranke, Küche, Speise, Bad und Treppenhaus. Im ersten Stock befanden sich 2 Krankensäle (je 7 Betten), 2 Zimmer (je 3 Betten), 2 Einzelzimmer und die Kapelle. Im Nebengebäude ein Leichenzimmer, Wasch- und Backhaus und Holzliege. Die damaligen Kosten für den Bau beliefen sich auf rund 13.638 Gulden.

1857 Bauvollendung, seit 22.03.1858 mit königlicher Genehmigung als Maximilianspital bezeichnet.

1859 übernehmen 3 Mallersdorfer Schwestern die Betreuung des Spitals. Ärztlicherseits ist der königliche Gerichtsarzt Dr. Ramis zuständig.

1902-1903 wird ein zweites Stockwerk aufgesetzt und auf 50 Betten erweitert. (Bild 1)

1906 wird das elektrische Licht eingerichtet.

1910 Bau des Isolierhauses das später auch als Lazarett diente mit über 50.000 Verpflegungstagen bis Kriegsende. (Bild 2 : Königin Luise 1916 beim Besuch des Lazarettes im Isolierhaus)

1926 neuer Anbau mit weiteren 7 Krankenzimmern (insgesamt 80 Betten), 4 Liegehallen, 2 Operationssälen und Labor.

1977 Erwerb der Thyssenklinik durch Landkreis Rosenheim (Bild 3).

1979 Umbaubeginn dieser Klinik.

1980 Umzug des Kreiskrankenhauses in die Harrasserstrasse mit Neubau von 3 OP-Sälen, Entbindungsabteilung, Nuklearmedizin, Zentralsterilisation, Küche, Labor, Röntgenabteilung, Anästhesie und  Intensivstation. Insgesamt 210 Betten, 2 Hauptabteilungen: Chirurgie, Innere Medizin sowie 3 Belegabteilungen mit Gynäkologie/Geburtshilfe, HNO und  Urologie. (Bild 4)

2005 165 Planbetten, 2 bettenführende Hauptabteilungen Chirurgie, Innere Medizin sowie die Hauptabteilung Anästhesie und 3 Belegabteilungen mit Gynäkologie/Geburtshilfe, HNO und Urologie.

2006 150 Planbetten, 2 bettenführende Hauptabteilungen Chirurgie, Innere Medizin sowie die Hauptabteilung Anästhesie und 3 Belegabteilungen: Gynäkologie/Geburtshilfe, HNO und Urologie. Phlebologische Kooperation sowie Kooperation mit 2 orthopädischen Praxen. Die Kreisklinik ist seit 01. Juni 2006 als Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München anerkannt.

1902-1903 wird ein zweites Stockwerk aufgesetzt und auf 50 Betten erweitert
1902-1903 wird ein zweites Stockwerk aufgesetzt und auf 50 Betten erweitert
Königin Luise 1916 beim Besuch des Lazarettes im Isolierhaus
Königin Luise 1916 beim Besuch des Lazarettes im Isolierhaus
1977 Erwerb der Thyssenklinik durch Landkreis Rosenheim
1977 Erwerb der Thyssenklinik durch Landkreis Rosenheim
RoMed Klinik Prien am Chiemsee 2005
RoMed Klinik Prien am Chiemsee 2005