Operative Intensivstation

Ärzte
Oberarzt (Dr. med. Dunker)
6 Assistenz-/Fachärzte im Schichtdienst rund um die Uhr
      
Patienten
Auf der operativen Intensivstation werden die Patienten der operierenden Fächer bei Bedarf postoperativ überwacht und in engstem Kontakt mit dem Operateur behandelt.
Auch schwerstverletzte Patienten kommen auf die operative Intensivstation.
      
Verfahren
Alle fachlich anerkannten intensivmedizinischen Maßnahmen kommen zum Einsatz: Beatmung, Atemtherapie, Sauerstofftherapie, Herz- und Kreislaufunterstützung, Nierenersatz, Ersatz von Blut- und Gerinnungsbestandteilen, künstliche Ernährung, kontinuierliche Unterdrückung von Schmerz, Unruhe und Angst, umfassendes Monitoring aller Vitalparameter, Laboruntersuchungen rund um die Uhr, Thrombosevorsorge, Physiotherapie, Behandlung geburtshilflicher Komplikationen.

Besondere Aspekte

Kürzestmögliche Beatmung:
Die künstliche Beatmung ist nur eine überbrückende Maßnahme. Sie wird deshalb so kurz wie möglich eingesetzt.

Minimal invasive Beatmung:
Nach Möglichkeit wird auf einen Beatmungsschlauch (Tubus, Trachealkanüle) verzichtet und über eine Gesichts- oder Nasenmaske beatmet. Dies reduziert Nebenwirkungen.

„open lung"-Konzept:
Wir beatmen nach dem Konzept der "offenen Lunge" (nach Prof. Dr. B. Lachmann, Rotterdam). Diese spezielle Beatmungstechnik stellt bei einer kranken oder verletzten Lunge in kurzer Zeit einen weitgehend ungestörten Gasaustausch her. Dies ermöglicht im weiteren Verlauf eine äußerst schonende Beatmung. Besonders profitieren schwerverletzte und frischoperierte Patienten.

Rationaler Einsatz von Antibiotika:
Der unkritische Einsatz von Antibiotika (nicht zuletzt in der Tierhaltung) führt zu immer widerstandsfähigeren („resistenten") Keimen. Diese Zunahme droht zu einem großen Problem für die Intensivmedizin zu werden. Die Behandlung mit Antibiotika wird nach modernsten Erkenntnissen so kurz, aber so wirksam wie möglich durchgeführt. Das Auftreten von Problemkeimen ist deshalb selten.

Rationaler Einsatz von Fremdblutprodukten:
Transfusionen von Blut und Blutprodukten sind bekanntlich nicht völlig risikolos. Wir übertragen Fremdblutprodukte nur äußerst zurückhaltend. Religiöse Überzeugungen werden selbstverständlich beachtet.

Schwere geburtshilfliche Komplikationen:
Dem Klinikum wird eine große Zahl von Risikogeburten zugewiesen. Die Behandlung schwerer geburtshilflicher Komplikationen (Gestose, Präeklampsie, HELLP-Syndrom) hat sich zu einem Erfahrungs- und Interessensschwerpunkt unserer Intensivstation entwickelt.

Humane Intensivmedizin:
Der bekannte oder mutmaßliche Wille des Kranken ist stets Richtschnur unseres ärztlichen und intensivmedizinischen Handelns. Alle technischen und medizinischen Möglichkeiten sind Mittel, Leben, Gesundheit und Selbstbestimmungsrecht unseres Patienten zu erhalten. Wir halten es für selbstverständlich, unheilbar Kranken ein würdiges Sterben zu ermöglichen.
Operative Intensiv- und Überwachungsstation 
Eine Information für Angehörige

Chefarzt:
Priv.-Doz. Dr. med.
Andreas Bauer

Institut für Anästhesiologie
und Operative Intensivmedizin

Tel  +49 (0) 8031 365-35 01
Fax +49 (0) 8031 365-49 42