Konservative Gynäkologie

Die konservative Gynäkologie umfaßt die Diagnostik und Behandlung
  • entzündlicher Erkrankungen
  • ambulante Tagesklinik für Chemotherapie
  • bösartiger Erkrankungen der Gebärmutter, der Eierstöcke und Eileiter und der Brust durch Chemotherapie und Strahlentherapie
  • Diagnostik und Behandlung der Endometriose vor und nach Operation
  • Diagnostik
  • Sonografie (Abdominalsonografie, Vaginalsonografie, Mammasonografie)
  • Osteoporosemessung

Bösartige Erkrankungen

Bösartige Erkrankungen der Gebärmutter, der Eierstöcke und Eileiter, der Vagina und Vulva (äußere Geschlechtsorgane) und der Brust werden, wenn sie weit fortgeschritten sind, meist in Kombination mit operativen Verfahren behandelt. Auch eine medikamentöse Therapie nach Operation verbessert in vielen Fällen die Prognose (Symptomfreie Zeit nach der Ersttherapie).

Chemotherapie

Alle modernen Verfahren der Chemotherapie und Hormontherapie werden in unserer Klinik angeboten. Die Therapieschemata werden individuell für Ihre Erkrankung ausgewählt und nach internationalen Empfehlungen der Fachverbände und Tumorzentren durchgeführt.

Da viele der Chemotherapeutika unerwünschte Wirkungen wie Erbrechen oder Blutbildveränderungen haben, werden entsprechende Medikamente verabreicht, die diese Begleiterscheinungen mindern oder ganz beseitigen. Sollte es zu Haarausfall kommen, kümmern wir uns um die Beschaffung einer Perücke. Unser Sozialdienst berät Sie in allen Fragen der Rehabilitation und stimmt mit den Krankenkassen weitere erforderliche Maßnahmen (Haushaltshilfe, medizinische Hilfsmittel, Transport) ab.

Endometriose

Die Endometriose ist eine sehr weit verbreitete Krankheit. Dabei handelt es sich um versprengte Gebärmutterschleimhaut, die sich in den Eileitern, auf der Oberfläche der Eileiter oder den Eierstöcken absiedelt. Gelegentlich findet man auch Endometrioseherde, die sich in der Blase, dem Blinddarm den Mutterbändern oder in Narben abgesiedelt haben. Diese Erkrankung ist nicht bösartig, verursacht jedoch häufig Schmerzen während der Periode und ist oft Ursache einer Sterilität. Die medikamentöse Therapie wird meist unverzüglich nach Diagnosestellung und Operation eingeleitet und dauert mehrere Monate. Eine Kontolluntersuchung durch Bauchspiegelung (Pelviskopie und Probeexzision) entscheidet, ob eine Fortführung der Therapie oder eine weitere Operation erforderlich ist.

Entzündliche Erkrankungen

Entzündliche Erkrankungen werden meist durch Antibiotika behandelt. Im Falle einer schweren Entzündung der Eileiter und der Eierstöcke (Tuboovarialabszess) kann nach der antibiotischen Therapie eine Operation mit Eröffnung der Abszesshöhle oder die Entfernung erkrankter Organe nötig sein. Bei leichteren Formen können auch naturheilkundliche Therapieverfahren ausreichend sein, die ebenfalls in unserer Klinik zur Anwendung kommen. So können leichte Blasenentzündungen durch Blasentees, Ansäuerung des Urins oder viel Flüssigkeitszufuhr behandelt werden. Eine leichte Scheidenentzündung (bakterielle Vaginose) kann allein durch Wiederherstellung der Vaginalflora mit Joghurtbakterien und Milchsäure behandelt werden. Leichtere Brustentzündungen stillender Mütter werden mit Quarkwickeln meist erfolgreich behandelt.

  • Entzündung der Eileiter mit und ohne Abszessbildung (Adnexitis, Salpingitis)
  • Entzündung der Brustdrüse (Mastitis)
  • Blasenentzündung
  • Scheidenentzündung (Fluor)
  • Endomyometritis (Entzündung der Gebärmutter)
  • Bartholinitis

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird in enger Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum für Strahlentherapie und Nuklearmedizin am Klinikum Rosenheim durchgeführt. Vor allem nach brusterhaltender Operation eines Mammakarzinoms ist eine Strahlentherapie nötig. Einige Tumoren, vor allem im Bereich des Gebärmutterhalses werden, wenn sie sehr weit fortgeschritten sind, primär durch eine Strahlentherapie behandelt.

Chefarzt:
Prof. Dr. med. Thomas Beck

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Perinatal- und Brustzentrum

Tel  +49 (0) 8031 - 365 32 52
Fax +49 (0) 8031 - 365 49 32