Magen- und Speiseröhrenerkrankungen

Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens können durch eine Vielzahl von Beschwerden auffallen, manchmal haben die Betroffenen aber auch keine Beeinträchtigungen zur verzeichnen und die Diagnose wird im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung gestellt. Bei Schluckbeschwerden, Sodbrennen, Aufstoßen und Schmerzen sollte eine Magenspiegelung erfolgen. Im Falle einer Diagnose eines bösartigen Tumors, ist zur Heilung immer eine Operation nötig.

Dabei kommen in unserer Klinik die neuesten Verfahren wie zum Beispiel endoskopisch –assistierte und laparoskopisch durchgeführte Methoden zum Einsatz.

Allerdings ist eine Operation nicht immer der erste Schritt in der Behandlungskette. Zunächst muss durch eine genaue Diagnostik das Stadium des Tumors festgestellt werden. Dazu werden eine Magenspiegelung, ein Ultraschall der Speiseröhre oder des Magens von innen (EUS) und Schnittbilddignostik, dabei meist ein Computertomogramm durchgeführt. Bei einem Befund im Magen, der alle Wandschichten erfasst, wird zusätzlich noch eine Bauchspiegelung empfohlen, um einen Befall des Bauchfells, d. h. eine Peritonealkarzinose auszuschließen. Je nach Tumorausbreitung wird für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept ausgearbeitet, in den entsprechenden Sprechstunden werden die nächsten Schritte erläutert und eingeleitet. In diesen Konzepten, die als multimodale Konzepte bezeichnet werden, werden Chemotherapie und Strahlentherapie mit einer Operation kombiniert, um die Heilungschancen zu erhöhen.

In enger Zusammenarbeit mit den Gastroenterologen, den Onkologen und Strahlentherapeuten wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Jeder einzelne Fall wird interdisziplinär in der Tumorkonferenz besprochen. In unserer Klinik stehen viele Studien zur Verfügung, in die die Patienten, wenn möglich eingeschlossen werden. Ergänzend zur Standardtherapie ist unsere Klinik auch an eine große Anzahl internationaler Studien zur Behandlung von Speiseröhren-und Magentumoren angebunden. Dadurch gewährleisten wir, immer auf dem neuesten Stand der Forschung  zu sein und unsere Patienten profitieren bereits vor der allgemeinen Einführung von den neuartigen Therapiemöglichkeiten. Es ist entscheidend zu wissen, dass Patienten, die innerhalb von Studien behandelt werden, einen Vorteil gegenüber von Patienten zu haben scheinen, die nicht in Studien behandelt werden. Selbstverständlich ist die Teilnahme an solchen Studien stets freiwillig und setzt eine ausführliche Beratung und Aufklärung voraus.

Psychoonkologie und Diätberatung, sowie Betreuung durch unseren Sozialdienst stehen jedem Patienten während der gesamten Therapiedauer unterstützend zur Seite. 

Selbstverständlich beraten wir Sie auch bei gutartigen Erkrankungen  von Magen und Speiseröhre (Chronisches Sodbrennen, Zwerchfellbrüche, gutartige Geschwüre etc.) über die therapeutischen Möglichkeiten. 

Gerne können Sie hierfür einen Beratungstermin in unserer Sprechstunde von Prof. Dr. Katja Ott vereinbaren:
Tel +49 (0) 80 31 - 365 32 01

Frau Prof. Ott ist eine ausgewiesene Expertin für Erkrankung der Speiseröhre und des Magens. Sie ist derzeit Schriftführerin in der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft oberer Gastrointestinaltrakt (CAOGI) und vertritt die Deutsche Gesellschaft für Allgemein und Viszeralchirurgie in der Leitlinienkommission für das Magenkarzinom.

Prof. Dr. med.
Katja Ott

Departmentleiterin
Oberbauchchirurgie 

 



Sprechstunde
Dienstag 16.00 Uhr
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