Mammographie

Die Mammographie ist auch heute noch die Standardmethode zur Untersuchung der weiblichen und - in sehr seltenen Fällen - der männlichen Brust. Sie erfolgt üblicherweise in 2 Projektionen - cranio-caudal und medio-oblique - in seltenen Fällen werden ergänzend noch eine medio-laterale Aufnahme oder eine Teilaufnahme in Vergrößerungstechnik angeschlossen. Die Untersuchung erfolgt an einem neuen, den europäischen Qualitätsnormen entsprechenden Gerät. Es können sowohl analoge wie auch digitale Aufnahmen angefertigt werden.
In zunehmenden Maße wird die Mammographie ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung, insbesondere bei jungen Patientinnen, bei Patientinnen mit dichtem Parenchym oder knotigen Umbauvorgängen zwecks Unterscheidung zwischen soliden und zystischen, d.h. flüssigkeitsgefüllten Veränderungen. In der Regel erfolgt die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) unmittelbar im Anschluß an die Mammographie.

Als weiteres Verfahren wird bei speziellen Fragestellungen die Kernspintomographie empfohlen, für die dann ein gesonderter Termin vergeben wird.

Unter mammographischer oder sonographischer Kontrolle können vor Operationen kleine, nicht tastbare Tumoren durch Injektion eines Farbstoffes oder Einführen eines Markierungsdrahtes für den operierenden Gynäkologen gekennzeichnet werden. Dadurch wird der operative Eingriff kleiner und das Auffinden der Veränderung genauer.

Bei mammographisch oder sonographisch unklaren Befunden erfolgt eine Abklärung durch eine Gewebeentnahme. Diese kann entweder in Form einer Stanz- oder Vakuumsaugbiopsie entweder mammographisch stereotaktisch gezielt erfolgen oder unter direkter Ultraschallsicht. Vielfach kann so auf eine Operation verzichtet werden. Derartige Eingriffe sind wenig belastend, erfolgen unter ambulanter Betäubung und lassen sich problemlos ambulant durchführen.

Gelegentlich werden bei sezernierenden Brüsten noch ergänzende Untersuchungen in Form einer Milchgangsdarstellung - einer sog. Galaktographie - vorgenommen. Auch das Absaugen von Flüssigkeit in der Brust und Injektion von Luft in diese Hohlräume - eine sog. Pneumocystographie - kann gelegentlich die Mammographie ergänzen.

Im Rahmen des Mammographie - Screening werden auffällige Befunde mittels stereotaktischer Stanz- oder Vakuumsaugbiopsie für den Bereich Oberbayern Südost abgeklärt.