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Kompetenz und Zuwendung
unter vier Dächern

Palliativ Care

Unter Palliativpflege (Palliative Care) versteht man ein ganzheitliches Betreuungskonzept für Patienten, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren, progredienten Erkrankung mit einer begrenzten Lebenserwartung befinden.

Palliativ Care dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen (§ 72 Abs. 1 SGB XI) zu ermöglichen. Im Vordergrund steht anstelle eines kurativen Ansatzes die medizinisch-pflegerische Zielsetzung, Symptome und Leiden einzelfallgerecht zu lindern.

Erste Schritte, dem Recht der Bürger/-innen auf palliative und hospiziale Versorgung im stationären und ambulanten Sektor nachzukommen, wurden mit der Ergänzung zum SGB V 39a (vgl. § 37b) geleistet. Dennoch erhalten von den 850.000 Menschen, die in Deutschland jährlich sterben, nach Angaben der Deutschen Hospiz Stiftung nur 2,1 % eine palliative Versorgung und nur 4,3 % der Sterbenden werden durch Hospizdienste begleitet. Diese Zahlen verdeutlichen die Unterversorgung im palliativen Bereich, obwohl Schwerkranken und Sterbenden eine spezialisierte Palliativversorgung zusteht.

Ziel des Seminars ist daher das Erlernen oder die Wiederbelebung einer inneren Haltung gegenüber dem sterbenden Menschen als Partner, dessen Autonomie es zu wahren und zu stützen gilt.

Die Qualifikation erfolgt in vier Phasen, kontinuierlich und berufsbegleitend über einen Zeitraum von ca. sechs Monaten.

Die Seminarabschnitte sind inhaltlich vernetzt und bauen aufeinander auf. Die Praxis- und Theorieinhalte berücksichtigen die Berufserfahrung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und sind gezielt auf zu bewältigende Handlungsschritte abgestimmt.

Die vier Unterrichtsblöcke sind in sich so gestaltet, dass ganzheitliches Lernen ermöglicht wird. Nach der Einführung in einen Themenkreis erfolgt die Phase der konstruktiven Auseinandersetzung und Übung, die dann in die Umsetzungsphase übergeht.

Des weiteren können von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern während der Praxisphase gemachte Erfahrungen in der anschließenden Theoriephase sofort reflektiert und in zukünftige, modifizierte Handlungsschritte transferiert werden. Durch Praxisaufträge und organisiertes Selbststudium zwischen den Theoriephasen werden Unterstützungen zum Transfer gewährleistet.

Dieser Lehrgang ist eine praxisbezogene Qualifizierungsmaßnahme mit dem Ziel, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die notwendigen theoretischen und praktischen Fähigkeiten zu vermitteln, damit sie ihren zukünftigen Auftrag in allen Arbeitsbereichen der Betreuung auf partnerschaftliche Weise effektiv erfüllen können.

Mit diesem Bildungsangebot beteiligt sich das Akad. Institut für Gesundheits- und Sozialberufe (IGS) der RoMed Kliniken am Aufbau einer flächendeckenden ambulanten und stationären palliativen Versorgung durch gezielte Qualifizierung von Mitarbeiter/-innen aus Pflege und Betreuung.

Das Seminar „Palliativ Care“ wird nach folgenden Vorgaben durchgeführt:

  • dem anerkannten Basiscurriculum von M. Kern, M. Müller und K. Auerhammer,
  • den Richtlinien des Bayerischen Staatsministerium,
  • den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin,
  • der Deutschen Krebshilfe,
  • der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz.

Darüber hinaus erfüllt das Seminar die Rahmenverordnung § 39 a - Satz 4 über Art und Umfang zur Sicherung der Qualität der stationären Hospizversorgung vom 13.03.1998 und analog Gesetz und Rahmenverordnung zu § 39 a Abs. 2 SGB V - ambulante Hospizarbeit (2002).

 

Teilnahmevoraussetzung:

  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung:
  • Altenpflegerin /-pfleger,
  • Krankenschwester / -pfleger, bzw. Gesundheits- u. Krankenpfleger/in,
  • Kinderkrankenschwester /-pfleger, bzw. Gesundheits- u. Kinderkrankenpfleger/in,
  • Abgeschlossene Fachhochschul- bzw. Universitätsausbildung aus dem Bereich Gesundheits- und Krankenpflege

Unterrichte:

200 Stunden Unterricht, davon 160 Stunden Präsenzunterricht.

Kosten:

Die Gesamtkosten für dieses 20-tägige Seminar können sie unserem aktuellen Bildungsprogramm entnehmen.

Anmeldung:

  • Hausinterne Bewerbung:
    Nach Absprache mit der Stations-/ Abteilungsleitung richten Sie bitte eine schriftliche Bewerbung (incl. ein Passbild) an die Pflegedirektion / Akad. Institut für Gesundheits- und Sozialberufe. Aus dem Schreiben soll ersichtlich sein, aus welchen Beweggründen Sie das Seminar besuchen möchten.
  • Externe Bewerbungen:
    Externe Bewerbungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Akad. Institut für Gesundheits- und Sozialberufe (IGS)

Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München
und der Medizinischen Privatuniversität Paracelsus Salzburg
Pflegedirektion
Pettenkoferstr. 10
D-83022 Rosenheim
Tel  +49 (0) 8031 - 365 38 11/-12
Fax +49 (0) 8031 - 365 48 84

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