PJ-Informationen

Die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikums Rosenheim verfügt derzeit über 45 Betten, die auf 2 Stationen verteilt sind. Insgesamt werden zur Zeit etwa 2.000 stationäre und zahlreiche ambulante Patienten pro Jahr versorgt. Der Stellenschlüssel umfasst einen Chefarzt, 2 Oberärzte, 1 Funktionsoberarzt und 6 Assistenzärzte.

Das RoMed Klinikum Rosenheim verfügt über eine interdisziplinäre Wachstation, auf der eine Intensivüberwachung der Patienten nach großen Eingriffen möglich ist sowie eine anästhesiologisch geführte operative Intensivstation.
Im Rahmen des Zentralversorgungsauftrages werden, mit Ausnahme der Nierentransplantation, alle modernen Untersuchungs- und Behandlungs-verfahren bei Erkrankungen des Harntraktes (Kinder, Frauen und Männer) und der männlichen Geschlechtsorgane einschließlich der Zeugungsstörungen vorgenommen.

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig–Maximilians–Universität München bilden wir Studenten im praktischen Jahr vor dem Staatsexamen aus. Die vollständige Weiterbildung von Ärzten bis zum Facharzt für Urologie erfolgt ebenfalls.

Ein reger Kontakt und Austausch mit anderen urologischen Kliniken sowie die aktive Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und die verbundene Präsentation der eigenen Arbeit und der Behandlungsergebnisse der Klinik dient der stetigen Kontrolle der Qualität unserer Leistungen. Wir bemühen uns intensiv um den Erhalt eines hohen Standards unter Berücksichtigung der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die enge Kooperation mit den niedergelassenen Urologen und den Hausärzten ist uns sehr wichtig. Sie bildet die Basis für die optimale Betreuung unserer Patienten.

Darüber hinaus ist die Urologischen Klinik ein Zentrum zur Diagnostik und Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung und des Prostatakarzinoms sowie ein Zentrum zur Diagnostik und Therapie der verschiedenen Formen der Inkontinenz. Hierzu werden alle gängigen Verfahren der Inkontinenzchirurgie bei Männern und Frauen angeboten (z. B. TOT-Band, Operation nach Burch, Fascienzügelplastik, Sakropexie, Implantation künstlicher Sphinktersysteme).

Diagnostik
Zur Diagnostik aller Erkrankungen des gesamten Harntraktes sowie des männlichen Genitales stehen modernste Methoden und Geräte nach neuestem Stand zur Verfügung wie z. B.:
  • Transabdominelle / transrektale Sonographie, Dopplersonographie für Niere, Blase, Prostata und Hoden
  • Urodynamik und Videourodynamik zur Diagnostik von Blasenentleerungsstörungen oder unwillkürlichem Urinverlust (Inkontinenz)
  • Endoskopie (Urethrozystoskopie, Ureterorenoskopie) zur Beurteilung von Harnröhre, Blase, Harnleiter und Nierenbecken in Verbindung mit einem modernen digitalen Röntgenarbeitsplatz
  • Abklärung von Erektionsstörungen
  • Untersuchungen von Zeugungsstörungen (und bei Anwendung von künstlichen Fortpflanzungstechniken)
  • Urin- und Serumdiagnostik bei Harnsteinpatienten.
Therapie urologischer Erkrankungen:
Schwerpunkte der Behandlung bei bösartigen Erkrankungen des Harntraktes bilden operative Techniken, medikamentöse Therapieformen und Strahlenbehandlung. Hierzu gehören gutartige und bösartige Geschwülste des gesamten Harntraktes, wie z. B. Geschwülste der Nieren, der Prostata und der Blase (unter Einschluss der Ersatzblasenbildung) sowie der Hoden, des Penis und seltener Tumoren des Retroperitoneums.

Es werden in großer Zahl alle gängigen Verfahren der Harnableitung beim Blasentumor durchgeführt, z. B. das so genannte Ileum Conduit, das Colon Conduit, die Ileum Ersatzblase, der Mainz Pouch I und der Mainz Pouch II. Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit werden beim lokal begrenzten Prostatakarzinom die radikale retropubische Prostatektomie (über Bauchschnitt), die radikale perineale Prostatektomie (Dammschnitt), jeweils bei geeigneten Patienten mit der Möglichkeit des Potenzerhaltes (so genannte nervenerhaltende Prostatektomie) durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Rosenheim GmbH für Strahlentherapie und Nuklearmedizin wird ebenfalls für geeignete Patienten die Brachytherapie (Spickung der Prostata) und die äußere Bestrahlung des Prostatakarzinoms durchgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die organerhaltende Tumorchirurgie beim Nierentumor.

Mit Hilfe moderner laparoskopischer, minimalinvasiver Techniken werden diagnostische Eingriffe im Bauchraum (z. B. Hodensuche, Entfernung von Lymphknoten) und therapeutische Eingriffe zur operativen Therapie z. B. die Entfernung der Niere bei Nierentumoren, der Prostata beim Prostatakarzinom und plastisch rekonstruktive Eingriffe wie Nierenbeckenplastiken durchgeführt.

Bei der Entfernung der Lymphknoten beim Hodentumor (so genannte retroperitoneale Lymphadenektomie) kommen ebenso nervenschonende Techniken zum Erhalt des Samenergusses zur Anwendung.

Desweiteren werden alle gängigen Formen der Chemotherapie beim Blasenkrebs, beim Hodentumor, beim Peniskarzinom und beim Prostatakarzinom (z. B. Taxotere) am Klinikum durchgeführt.

Zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung ist neben der herkömmlichen „Abhobelung“ (transurethrale Resektion) auch die Anschaffung eines Lasers zur blutarmen, minimalinvasiven Behandlung geplant, so dass auch Patienten mit erhöhtem Blutungs- oder Narkoserisiko behandelt werden können.

Ebenso finden operative Eingriffe zur Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit bei Männern, sowie endoskopische Operationen der Prostata, der Blase und auch des Harnleiters bzw. des Nierenbeckens (Ureterorenoskopie, perkutane Steinbehandlung) bei Tumoren und Harnsteinen statt. Mittels eines modernen Stoßwellengerätes erfolgt die berührungsfreie Zertrümmerung von Harnsteinen im gesamten Harntrakt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kinderurologie mit der Behandlung angeborener Fehlbildungen des Urogenitaltraktes. Bei der Therapie stehen hier rekonstruktive Operationsverfahren im Vordergrund.

Wir bieten Ihnen
  • Ein junges, motiviertes Urologenteam
  • Die Integration in den Klinikalltag, mit Teilnahme an den Tages- besprechungen, an der Stationsversogung und im Operationsbereich
  • Das Erlernen urologischer Untersuchungstechniken insbesondere der digital rektalen Untersuchung.
  • Das Erlernen der Sonographie von Niere, Retroperitoneum, Blase, Hoden und die transrektale Sonographie.
  • Das Erlernen der Einlage transurethraler und suprapubischer Katheter
  • Die Durchführung kleinerer Eingriffe unter Anleitung
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst
Wir erwarten
  • Eigeninitiative
  • Interesse am Fach Urologie
  • Persönliches Engagement
  • Lernbereitschaft
  • Teamfähigkeit
  • Neugier