Plasmapherese und Lipidapherese bei stationären Patienten

Sowohl Plasmapherese als auch Lipidaphereseverfahren werden im KfH-Nierenzentrum am RoMed Klinikum Rosenheim durchgeführt. Man versteht darunter das Filtrieren von hochmolekularen Stoffen aus dem Blut wie z. B. Antikörper- und Fettmoleküle.

Konventioneller Plasmaaustausch
Hier wird über einen besonders großporigen Filter das Plasma von den Blutzellen getrennt und mit Humanalbuminlösung oder tiefgefrorenem Spenderplasma - sog. Fresh Frozen Plasma – ersetzt. Krankheitsauslösende Moleküle wie Antikörper oder LDL-Cholesterin werden hierbei dem Plasma entzogen.

Nierenpunktion
Die Hauptindikationen zur Nierenpunktion sind:
Abklärung von akut aufgetretener oder rasch fortschreitender Abnahme der Nierenfunktion
Abklärung höhergradiger Eiweißverluste über den Urin
Abklärung pathologischer Urinsedimentbefunde die einem drohenden, behandelbaren Nierenversagen vorausgehen können

Die Nierenpunktion wird in örtlicher Betäubung in Bauchlage durchgeführt.

Unter sonographischer Kontrolle wird mittels eines automatischen Biopsiegerätes praktisch schmerzfrei ein zylinderförmiges Gewebestück von ca. 1 cm Länge und 1,2 mm Dicke entnommen.

Nach der Punktion ist Bettruhe für 24 Std. erforderlich, weshalb die stationäre Aufnahme für eine Nacht notwendig ist.

Zur Auswertung schicken wir das Biopsat in ein Speziallabor nach Erlangen. Dort wird jede Probe lichtmikroskopisch, immunfloureszenzmikroskopisch und elektronenmikroskopisch untersucht und befundet.