Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

In der Gruppenarbeit im Bereich Traditionell Chinesische Medizin erlernen wir einfache Grundprinzipien zur individuellen Auswahl von Akupressurpunkten in der Selbstbehandlung von Schmerzmustern.

In der Einzeltherapie wird die sanfte Methode der AnPiMoMai Therapie zur Behandlung der Meridiane und Akupunkturpunkte angewandt.

AnPiMoMai ist eine Behandlungsweise, die auf den Erkenntnissen und Techniken der Chinesischen Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin, abgekürzt TCM) und der westlichen Physiotherapie basiert. Ihr Ziel ist es, den freien Fluss der Lebensenergie (Qi) zu erhalten oder wieder herzustellen.

Hierzu kommen in der AnPiMoMai unter anderem folgende Techniken zum Einsatz:

  • Ausgleichende Punkt- und Meridianbehandlung, Organbehandlung
  • Mobilisierung der Gelenke (Becken, Wirbelsäule und Extremitäten)
  • Moxa (Moxibustion)
  • Ernährungsempfehlungen (nach den fünf Elementen)

In der AnPiMoMai betrachten wir den Menschen nicht als reparaturbedürftige Biomasse, sondern als Einheit in der Vernetzung mit dem Ganzen. Daraus leiten sich die Behandlungen ab. Wichtig ist, Stärken zu finden, welche aus der krankmachenden Situation hinausführen, sie bewusst zu machen und zu aktivieren.

Qigong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Auch Kampfkunst-Übungen werden darunter verstanden. Zur Praxis gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen. Die Übungen sollen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper dienen.

In der Geschichte Chinas hat diese Praxis als Gesundheitsvorsorge immer eine große Rolle gespielt.

In den 1950er Jahren wurde der Name Qigong von dem Arzt Liu Guizhen für Gesundheitsübungen verwendet, der in seiner Arbeit Techniken alter Tradition zur Förderung und Stabilisierung des Energiehaushaltes des Körpers und zur Behandlung von Krankheiten verwendete.

„Qi“ steht in der chinesischen Philosophie und Medizin sowohl für die bewegende als auch für die vitale Kraft des Körpers, aber auch der gesamten Welt. In der chinesischen Sprache hat es die Bedeutung von Atem, Energie und Fluidum. Der Begriff umfasst viele Ausprägungsformen und Wirkungsweisen. „Gong“ als chinesischer Begriff bedeutet einerseits „Arbeit“, aber auch „Fähigkeit“ oder „Können“. Somit kann man Qigong übersetzen als „stete Arbeit am Qi“ oder auch als „Fähigkeit, Können, mit Qi umzugehen, es zu nutzen“.

Die Praxis des Qigong soll die Lebensenergie stärken, um zu einer gesunden körperlichen und geistigen Verfassung zu gelangen und somit das Leben zu verlängern.

Im medizinischen Qigong leiten wir einen Übungszyklus an, um diesen in Bewegungen des Alltags sinnvoll zu integrieren. Hierbei geht es primär um das Erlernen eines ressourcenorientierten Bewegungsmusters, welches zu mehr Beweglichkeit und zur Reduktion von Schmerzen führt. 

Thorsten Stark

Heilpraktiker für TCM, Fachkraft für Palliativ Care