Was ist Dickdarmkrebs?
Unter "Darmkrebs" versteht man die Bildung von Geschwülsten (Tumoren) im Bereich der Dickdarmschleimhaut oder konkret das
Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs). Häufig findet sich auch die Bezeichnung
Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs) oder
kolorektales Karzinom (Zusammenfassend für Dickdarm- und Mastdarmkrebs). Tumore des Dünndarms kommen insgesamt nur sehr selten vor.
Die so entstehenden Geschwülste können sich, wenn sie bösartig (maligne) sind, im ganzen Körper verbreiten (Metastasen). Darmtumore wachsen langsam und machen sich gewöhnlich erst spät bemerkbar. Symptome eines Kolonkarzinoms sind relativ unauffällig: Blut im Stuhl, Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung oder eine unerklärliche Gewichtsabnahme. Beschwerden treten meist erst dann auf, wenn der Krebs sich bereits stark ausgebreitet hat. Die Heilungschancen hängen jedoch maßgeblich vom Zeitpunkt der Behandlung ab: Wird Darmkrebs im Anfangsstadium behandelt, kann er häufig geheilt werden. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kann Darmkrebs rechtzeitig erkannt werden. Bei einer Darmspiegelung wird der Tumor in acht bis neun von 10 Krebsfällen entdeckt.
Darmkrebs kommt viel häufiger vor, als Sie denken! In Deutschland erkranken jährlich rund 73.000 Menschen daran, ungefähr 27.000 sterben daran, Männder und Frauen sind dabei ungefähr gleich häufig betroffen. In Deutschland ist Darmkrebs bei Frauen die zweithäufigste, bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung.
Bei der Entstehung von Darmkrebs spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Die meisten Darmkrebsfälle treten auf, ohne dass für den Einzelfall eine Ursache bekannt ist. Falsche Ernährung, eine ungesunde Lebensweise und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können die Entwicklung von Darmkrebs begünstigen. Manche Darmkrebsformen sind darüber hinaus vererbbar. So ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ungefähr doppelt so hoch, wenn ein Verwandter ersten Grades bereits Darmkrebs hat. Für andere Darmkrebsformen scheint es eine genetische Veranlagung zu geben. Bei diesen Menschen kann Darmkrebs leichter entstehen als bei unbelasteten Personen.