Darmzentrum Prien am Chiemsee
Darmzentrum Prien am Chiemsee
Harrasser Str. 61-63
83209 Prien am Chiemsee
Tel.: 08051 / 600 90 06
     
 Impressum       Kontakt
Sitemap Seite drucken Seite durchsuchen
 
 

Was ist Dickdarmkrebs?

Unter "Darmkrebs" versteht man die Bildung von Geschwülsten (Tumoren) im Bereich der Dickdarmschleimhaut oder konkret das Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs). Häufig findet sich auch die Bezeichnung Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs) oder kolorektales Karzinom (Zusammenfassend für Dickdarm- und Mastdarmkrebs). Tumore des Dünndarms kommen insgesamt nur sehr selten vor.

Die so entstehenden Geschwülste können sich, wenn sie bösartig (maligne) sind, im ganzen Körper verbreiten (Metastasen). Darmtumore wachsen langsam und machen sich gewöhnlich erst spät bemerkbar. Symptome eines Kolonkarzinoms sind relativ unauffällig: Blut im Stuhl, Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung oder eine unerklärliche Gewichtsabnahme. Beschwerden treten meist erst dann auf, wenn der Krebs sich bereits stark ausgebreitet hat. Die Heilungschancen hängen jedoch maßgeblich vom Zeitpunkt der Behandlung ab: Wird Darmkrebs im Anfangsstadium behandelt, kann er häufig geheilt werden. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kann Darmkrebs rechtzeitig erkannt werden. Bei einer Darmspiegelung wird der Tumor in acht bis neun von 10 Krebsfällen entdeckt.

Darmkrebs kommt viel häufiger vor, als Sie denken! In Deutschland erkranken jährlich rund 73.000 Menschen daran, ungefähr 27.000 sterben daran, Männder und Frauen sind dabei ungefähr gleich häufig betroffen. In Deutschland ist Darmkrebs bei Frauen die zweithäufigste, bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung.

Bei der Entstehung von Darmkrebs spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Die meisten Darmkrebsfälle treten auf, ohne dass für den Einzelfall eine Ursache bekannt ist. Falsche Ernährung, eine ungesunde Lebensweise und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können die Entwicklung von Darmkrebs begünstigen. Manche Darmkrebsformen sind darüber hinaus vererbbar. So ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ungefähr doppelt so hoch, wenn ein Verwandter ersten Grades bereits Darmkrebs hat. Für andere Darmkrebsformen scheint es eine genetische Veranlagung zu geben. Bei diesen Menschen kann Darmkrebs leichter entstehen als bei unbelasteten Personen. 


Wie entsteht Darmkrebs?

Darmkrebs zählt zu den am besten erforschten Krebsarten beim Menschen. Man weiß heute, dass sich ca. 90% der Darmkrebserkrankungen aus zunächst gutartigen Darmpolypen entwickeln. Diese Entartung vom Darmpolyp (Adenom) zum Krebs (Karzinom) kann rund 10 Jahre dauern. Wissenschaftler bezeichnen diese Entwicklung als Adenom-Karzinom-Sequenz. Ursache dafür sind aufeinander folgende Genveränderungen (Mutationen) an den Schleimhautzellen der Darmwand. Sie führen schließlich zum Verlust der natürlichen Wachstumskontrolle der Zellen, sodass diese sich als Krebszellen bösartig und zerstörerisch ausbreiten können. mehr lesen

Die Zellteilung als Schwachstelle

Genveränderungen entstehen oft während der Zellteilung. Durch Zellteilung vermehren sich die Zellen in unserem Körper. Der menschliche Körper besteht aus ca. 100 Billionen Zellen. Auch beim Erwachsenen wird Körpergewebe durch Zellteilung ständig erneuert. mehr lesen

Krebszellen wachsen unkontrolliert

Kritisch sind Mutationen an den Genen, die das Wachstum der Zelle steuern und kontrollieren. Kommt es im Laufe der Zeit zu einer Reihe solcher kritischen Genveränderungen, gerät die betroffene Zelle letztendlich außer Kontrolle - sie ignoriert den Wachstumstakt ihres Zellverbandes, teilt sich häufiger, und auch alle von ihr abstammenden Zellen vermehren sich unkontrollierbar. Es entsteht ein Krebstumor. mehr lesen

Adenom-Karzinom-Sequenz

In rund 90 Prozent der Fälle entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Darmpolypen. Die dafür verantwortlichen Genveränderungen an der Darmschleimhatzelle sind Wissenschaftlern heutzutage weitgehend bekannt. Mit jeder weiteren kritischen Mutation verliert die Zelle ihr geordnetes Wachstum. Zunächst entsteht ein gutartiger, später ein bösartiger Tumor. Die Entwicklung von gesunder Darmschleimhaut zum Darmpolypen und weiter bis zum bösartigen Darmkrebs vollzieht sich in mehreren Schritten: mehr lesen