Schnarchen, harmlos und lästig oder gefährlich und sogar lebensbedrohlich?

Schnarchen ist die am häufigsten auftretende Schlafstörung. In Deutschland schnarchen mit zunehmendem Alter ca. 50-60 % der Männer und 30-40 % der Frauen. Das Schnarchen kommt in unterschiedlichen Ausprägungen und Schweregraden vor. Es entsteht im Bereich der oberen Luftwege. Neben der Erschlaffung der Muskulatur des Rachens liegt häufig eine zusätzliche Einengung dieser Wege durch vergrößerte oder pathologisch veränderte Gewebestrukturen vor, wie z. B. große Gaumenmandeln oder eine verbogene Nasenscheidewand welche die Nasenatmung behindert.

Gelegentliches Schnarchen, ohne Störung der Atmung und ohne Beeinträchtigung des nächtlichen Schlafes gilt als harmloses Schnarchen.

Das Schlafapnoesyndrom
ist eine sehr häufige Erkrankung, die durch Schnarchen mit nächtlichen Atempausen und Müdigkeit am Tag charakterisiert wird. Ca. 8 Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Während des Schlafs erschlafft die Muskulatur und die Atemwege werden verschlossen - es kommt zu Atemstillständen von unterschiedlicher Dauer und Häufigkeit. Während des Schlafes treten häufiger Aufwachphasen, begleitet mit Herzrasen, Beklemmungsgefühl und Erstickungsangst auf.
 
Im Rahmen der Inneren Medizin wird stationären Patienten ein Schlafapnoescreening angeboten, mit dessen Hilfe man feststellen kann, ob man an einer therapiebedürftigen Schlafkrankheit leidet.

Die typischen Beschwerden eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom sind ständige Müdigkeit, gehäufter Einschlafzwang am Tag, Tagesmüdigkeit, verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen sowie sexuelle Funktionsstörung (Impotenz), Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen, Nervosität und Gereiztheit.

Mögliche Folgen sind Koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt. Seit kurzem ist auch der bisher unterschätzte Zusammenhang zwischen nächtlichem Magensaftreflux in der Speiseröhre (Zurücklaufen des Mageninhalts in die Speiseröhre) und starkem Schnarchen gesichert. Nicht selten besteht erhöhte Unfallgefahr wegen Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Patienten die stärker schnarchen, und besonders bei denen bereits Atemaussetzer bemerkt wurden, sollten unbedingt schlafmedizinisch untersucht werden. Dies erfolgt zunächst beim Facharzt für Pneumologie und/oder Facharzt für HNO-Heilkunde mit Spezialgebiet Schlafmedizin.

Davon abhängig wird entschieden, ob eine weitere, wesentlich umfangreichere mehrtägige Untersuchung im Schlaflabor stationär durchgeführt werden muß

Die Therapie bei leichten Formen des obstruktiven Schlafapnoesyndroms besteht in der Reduktion des Körpergewichts, in Maßnahmen zur Veränderung der Schlafposition oder in Form von Medikamenten. Bei schweren Formen erfolgt die Vorstellung in einem Zentrum für Schlafmedizin, wo weitere Therapieschritte bis hin zur nCPAP-Therapie (nächtliche apparative Atemunterstützung) erfolgen.

Dr. med. Dr. med. univ. Petja Piehler
Dr. med. Dr. med. univ. Petja Piehler

Ärztliche Leiterin, Chefärztin Innere Medizin

Fachärztin für Innere Medizin, Geriatrie, Gastroenterologie, Diabetologie, Naturheilverfahren
Weiterbildungsermächtigung 36 Mon. (Basisweiterbildung für Innere Medizin und Allgemeinmedizin) und 18 Mon. Diabetologie

Interview mit Dr. Dr. Petja Piehler

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Dr. med. Dr. med. univ. Petja Piehler
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