Organisator und Referenten
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Organisator Chefarzt Dr. Martin Morgenstern, 3.v.r. mit: v.l.n.r.: Priv.-Doz. Dr. Markus Kasel, Dr. Uwe Biller, Dr. Matthias Keller, Prof. Dr. Albert Schütz, Dr. Jan Kaufmann, Priv.-Doz. Dr. Karin Müller, Prof. Dr. Wolfgang Kämmerer, Prof. Dr. Udo Sechtem und Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer der RoMed Kliniken
Organisator und Referenten

RoMed Klinikum Rosenheim

Kardiologie vor der Transformation?

Im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum drängelten sich die Besucher morgens um halb neun vor dem Anmeldecounter, um noch rechtzeitig beim Kardiologentag einzuchecken. Der Initiator des Kongresses, Dr. Martin Morgenstern, Chefarzt am RoMed Klinikum Rosenheim, freute sich über nahezu 200 Teilnehmer.

Den interessierten Gästen wurde eine umfangreiche Agenda, beginnend mit „Herausforderungen und Perspektiven in der Kardiologie 2030“, „Handlungsempfehlungen für die Praxis“ und „neue Leitlinien“ angeboten. Vorträge zu neuen Behandlungsmöglichkeiten in Zeiten des demographischen Wandels rundeten das Programm ab.

Das Referat zur Fragestellung „Was können Smartphones bei Herzerkrankungen leisten?“ wurde mit Spannung erwartet. Dabei ging Dr. Jan Kaufmann, Ärztlicher Leiter der Elektrophysiologie am RoMed Klinikum Rosenheim, zunächst auf aktuelle Daten zur Diagnostik und Therapie von Vorhofflimmern ein.

Vorhofflimmern ist die häufigste Rhythmusstörung des Menschen und geht mit einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall einher. Daher wird bei bestimmten Risikogruppen, z. B. älteren Menschen oder Patienten nach Schlaganfall, ein Vorhofflimmer-Screening empfohlen.

Insbesondere das Erkennen von kurzzeitigen, asymptomatischen Episoden von Vorhofflimmern ist eine große Herausforderung. Die herkömmlichen und etablierten Methoden (EKG oder Langzeit-EKG) sind bzgl. ihrer zeitlichen Aufzeichnungskapazität limitiert oder müssen implantiert werden (z. B. implantierbarer „Loop-Rekorder“). Hier kommen jetzt sogenannte „Wearables“ ins Spiel, wie Smartphones oder Smartwatches, die bereits weit verbreitet sind. Sie bieten eine günstige, einfach verfügbare und nach aktueller Datenlage zuverlässige Möglichkeit zur Messung des Herzrhythmus und anderer Vitalparameter. In Zukunft könnten „Wearables“ eine wichtige Rolle bei der Detektion von Herzrhythmusstörungen und damit auch beim Vorhofflimmer-Screening spielen. Sie sollten aber nach aktueller Datenlage durch ein herkömmliches EKG überprüft und bestätigt werden. Vor Implementierung in die klinische Routine sind noch weitere Studien notwendig.

Für die Besucher boten die „Networking“-Pausen gute Gelegenheiten sich mit Kollegen auszutauschen und sich bei den Ständen der Industrie über Neuerungen zu informieren. Nach der erfolgreichen Veranstaltung war sofort klar, dass auch im nächsten Jahr wieder ein Kardiologentag stattfinden soll, denn: die Entwicklungen in der Medizin schreiten unaufhörlich rasant voran.

Kontakt

RoMed Klinikum Rosenheim
Pettenkoferstraße 10
83022 Rosenheim
Tel  +49 (0) 8031 - 365 02

Das RoMed Klinikum Rosenheim ist Lehrkrankenhaus:


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