Die Frühchenstation ist sicher!
Die Frühchenstation ist sicher!
Die Frühchenstation am RoMed Klinikum Rosenheim ist sicher!
Die Frühchenstation ist sicher!

RoMed Klinikum Rosenheim

Frühchenstation am RoMed Klinikum Rosenheim ist sicher!

Rosenheim, 15.02.2019 - RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram ergänzt:
 
Die RoMed Kliniken betrachten die Versorgung von Frühchen als einen Kern ihres Versorgungsauftrages für die Bevölkerung der Region. Dieser Auftrag wird unabhängig von Fragen der Wirtschaftlichkeit auf höchstem Niveau sichergestellt. Zusammen mit den Kollegen des Klinikums Traunstein konnte ein sehr erfolgreiches Perinatalzentrum (PNZ) der höchsten Stufe etabliert werden. Zu keinem Zeitpunkt stand eine Schließung des PNZ bzw. der Frühchenstation jemals zur Diskussion.

Deutschland nimmt einen absoluten Spitzenplatz in der Frühchenversorgung im weltweiten Vergleich ein. In einer aktuellen Publikation wurde gezeigt, dass kein Land bessere Überlebensraten für Frühchen der Schwangerschaftswoche (SSW) 24 bis 29 hat. – Trotz der berechtigten Diskussionen über die fehlenden Intensivpflegekräfte in diesem Bereich reden wir hier um mögliche Verbesserungen des weltweit besten Versorgungsniveaus!

Die Vorgaben des G-BA der 1:1-Betreuung von Frühchen durch neonatologische Intensivpflegekräfte sind der Versuch, die Versorgungsqualität deutschlandweit zu standardisieren. Es gibt aber keine wissenschaftlichen Daten, die beweisen, dass eine 1:1-Betreuung dieser Art tatsächlich weitere Qualitätsverbesserungen erzeugt.

84 % der PNZs erfüllen nach einer jüngsten Abfrage die G-BA-Forderung einer 1:1-Betreung nicht. Deshalb wird der G-BA – wie in der Vergangenheit auch - seine Forderung wieder zeitlich befristet aussetzten. In einem persönlichen Gespräch mit der zuständigen Fachgesellschaft hat der Leiter des G-BA bestätigt, dass die flächendeckende Versorgung selbstverständlich durch Strukturvorgaben nicht gefährdet werden darf.

Wichtig: Sollten nicht ausreichend Intensivpflegekräfte für die 1:1-Betreuung anwesend sein (z.B. wegen Krankheit), dann wird natürlich nur das Bett gesperrt, das „unversorgt“ ist. Es ist also nie das gesamte PNZ bzw. gesamte Frühchenstation gesperrt gewesen.

Das RoMed Klinikum Rosenheim hat im Jahr 2018 Schwangere, die Frühchen erwarteten, in einzelnen Fällen an andere PNZ weiterverwiesen. Im gleichen Umfang sind aber auch Schwangere von anderen, nicht aufnahmefähigen PNZ in Rosenheim versorgt worden. Die PNZ der Region stehen im engen Austausch und arbeiten eng und vertrauensvoll miteinander. Hätte Rosenheim alle Schwangeren aufgenommen, die von anderen Häusern „angeboten“ wurden, wäre es das größte PNZ Bayerns gewesen!

Die Geschäftsführung der RoMed Kliniken ist sich im Klaren, dass wir unbedingt gut qualifizierte Kinderintensivpflegekräfte brauchen. Diese sind am Markt heute leider wegen der genannten Vorgaben nicht verfügbar. Dieses Problem ist auch nicht mit Geld zu lösen. Deshalb haben die RoMed Kliniken ihre eigene Kinderkrankenpflegeschule gegründet. Schon lange besteht die Möglichkeit für unsere Kinderintensivpflegekräfte, am Haus die Weiterbildung „pädiatrische Intensivpflege“ zu erwerben. Damit erfüllen wir die vom G-BA vorgegebene Quote an entsprechend qualifizierten Pflegekräften  in diesem Bereich um fast das Doppelte

Die Geschäftsführung ist sich absolut bewusst, dass die sehr gut qualifizierten, hochmotivierten und loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen das wertvollste Kapital der vier RoMed Kliniken sind. Deshalb werden wir alles Notwendige, Sinnvolle und Mögliche tun, um in der Perinatalversorgung - wie in anderen Bereichen auch – auszubilden, fortzubilden, einzustellen und zu begeistern.
 
 
Rosenheim, 13.02.2019 - Frühgeborene Kinder, „Frühchen“ genannt, sind Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden. Wie ihre Versorgung am besten sichergestellt werden kann wird nicht nur in Deutschland diskutiert.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland, beschließt Maßnahmen der Qualitätssicherung für diesen Bereich. Die Anforderungen, die der GBA zuletzt formuliert hat, sind sehr hoch. Für jedes „Frühchen“ unter 1500 Gramm Geburtsgewicht sollte rund um die Uhr eine Kinderintensivpflegekraft da sein, auch wenn es überraschend am Wochenende und in der Nacht in die Klinik kommt. „Diese hohen Anforderungen können im Moment über 80 Prozent aller Perinatalzentren nicht erfüllen, obwohl in aktuellen Studien der deutschen Frühgeborenen-Versorgung international Spitzenqualität bescheinigt wird“, berichtet Dr. Torsten Uhlig, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Deshalb will der GBA seine Strukturvorgaben in Kürze überarbeiten. „Trotz der strengen Vorgaben ist es nur in seltenen Fällen zu Sperrungen einzelner Betten gekommen“, erklärt Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer der RoMed Kliniken.

„In Rosenheim sind wir in der äußerst privilegierten Situation, dass wir über eigene Krankenpflegeschulen verfügen und speziell auch Kinderkrankenpflegekräfte ausbilden. Der Klinikverbund bietet neben einer Vielzahl von pädiatrischen Fortbildungen auch die fachspezifische Weiterbildung zur ,Intensivpflegekraft in der Kinderkrankenpflege‘ an. Aufgrund der hohen Weiterbildungsbereitschaft der RoMed-Pflegekräfte übertrifft die Frühchenstation bei der Intensivpflegekraft-Quote die Vorgaben des GBA fast um das Doppelte. Als attraktiver Arbeitgeber und vielfältiger Ausbildungsbetrieb sind die Weichen für die Zukunft gestellt“, berichtet der Geschäftsführer weiter.
 
 

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